21.07.2020 - 16:44 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Leiterin des Kindergartens Regenbogen verabschiedet sich in Ruhestand

Kürzlich feierte sie ihr 40. Dienstjubiläum im Erbendorfer Kindergarten Regenbogen, jetzt wurde Brunhilde Minnich feierlich in den Ruhestand verabschiedet. „Im Kreinzl“ flossen viele Tränen der Rührung.

von Redaktion ONETZProfil

Viele waren gekommen, und viele hatten kleine Überraschungen mitgebracht. Die Verabschiedung der langjährigen Leiterin des evangelischen Kindergartens Regenbogen in Erbendorf, Brunhilde Minnich, war geprägt von vielen Emotionen. "Halb Erbendorf ist bei ihr im Kindergarten groß geworden", wusste Pfarrer Christoph Zeh, der Minnich in den vergangenen fünf Jahren immer sehr offen und mit ruhiger Hand erlebt hatte.

Heimlich hatte er mit den Kleinen des Kindergartens ein Abschiedslied einstudiert. "Weil die Melodie so eingängig ist", erzählte Zeh, "haben Sie bestimmt das ein oder andere Kind summen gehört - das war gar nicht so einfach, alles geheim zu halten."

Vieles heute anspruchsvoller

Ganz besonders war der Rückblick ihrer langjährigen Weggefährtin als Erzieherin und guten Freundin Helga Sowa. Sie skizzierte die Entwicklung des Kindergartens in den vergangenen 40 Jahren, 36 davon unter Minnichs Leitung. Damals noch zu dritt, arbeiteten heute acht Kolleginnen (vier Erzieherinnen, drei Kinderpflegerinnen und eine Sprachfachkraft) mit den und für die Kinder. Auch die Ausstattung habe sich grundlegend verändert. "Selbst ist die Frau, so hast Du dich damals mit dem Computer angefreundet", erinnerte sich Sowa. Heute mache sogar jedes Kind einen eigenen Computerführerschein im Kindergarten.

Groß verändert haben sich in den vergangenen vier Jahrzehnten der Datenschutz und die Anforderungen an die Dokumentation. "Du meisterst nicht nur die täglichen Angebote an die Kinder", sondern auch den großen Teil an Elterngesprächen, Statistiken, Erhebungsbögen und Anmeldungen. Vieles sei anspruchsvoller und umfangreicher geworden.

Mit einem Schmunzeln blickte Sowa an die Betriebsausflüge mit Pfarrer Klaus Rettig zurück. "An diesen Wochenenden haben wir die Hauptstädte Europas erkundet." Freitagnachmittag ging es los, damit Samstag unter anderem Berlin, Paris, Budapest oder Wien erreicht werden konnten. "Bei den letzten Betriebsausflügen kamen wir mit annähernd gleicher Fahrzeit noch bis zum Königsee oder wir verfuhren uns mit dem Schiff auf der Donau", lachte Sowa. Denn es sei trotzdem immer lustig und unterhaltsam gewesen. Etwas wehmütig dachte sie an ein besonderes Reiseziel: "Rom wollten wir eigentlich immer mal machen, aber jetzt ist der Abschied da, und wir haben es leider nicht mehr geschafft."

Abschied fiel schwer

Sowa fiel es schwer, mit ihren Kolleginnen Abschied von Brunhilde Minnich aus dem Kindergarten nehmen zu müssen. "Schließlich haben wir mehr Zeit miteinander verbracht als so manche Eheleute mit ihren Partnern."

"Wir gratulieren Dir zum Ruhestand", sangen die Erzieherinnen und Pflegerinnen zum Abschied, begleitet von Pfarrer Zeh auf der Gitarre. Dieser gab im Anschluss mit Daniel Bär noch den Hit "Applaus Applaus" der Sportfreunde Stiller zum Besten, mit dem er sich vor der langjährigen Erziehungsarbeit Minnich verneigen wollte.Unter die Gratulanten mischte sich auch Pfarrer Manuel Sauer aus Wildenreuth, der sich ebenso für das Engagement Minnichs für die Kinder bedankte. Gleichzeitig freue er sich aber, dass sie kürzlich die Ausbildung zur Lektorin beendet hat und jetzt den evangelischen Kirchengemeinden zur Verfügung stehen wird.

Kirchenvorsteherin Ulrike Weiß überbrachte Grüße sowie Dankesworte des gesamten Krichenvorstandes und wünsche Minnich alles Gute für den Ruhestand, vor allem mit ihrem Mann Josef und den Enkelkindern. Elternbeiratsvorsitzende Rita Fenzl bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindergartenleitung. Auch die Eltern der Vorschulkinder, vertreten von Bettina Bär und Simone Kandziora, fanden viele warme Worte zum Abschied.

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