Erbendorf
07.03.2025 - 11:05 Uhr
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Massimo Azzarone schließt Ristorante "Mamma Maria" in Erbendorf

Massimo Azzarone macht reinen Tisch und reagiert im Internet auf die kursierenden Gerüchte. Er bestätigt, dass sein Erbendorfer Ristorante "Mamma Maria" schließt. Gegenüber Oberpfalz-Medien erklärt er die Gründe und seine weiteren Pläne.

Die Coronapandemie und die wirtschaftlichen Folgen haben Massimo Azzarone und sein Team von "Mamma Maria" seiner Aussage nach "gut gemeistert". Das Restaurant laufe sehr gut, und dennoch wird die „Cucina Italiana“ im Erbendorfer Gewerbepark am Sonntag, 13. April, letztmals geöffnet sein.

Im November 2019 hatte der gebürtige Regensburger das Lokal am Ortsrand eröffnet. Bis dato hatte Massimo Azzarone jahrelang in der Reisebranche gearbeitet. Doch der 41-Jährige sei "in der Gastronomie groß geworden". Seine Eltern hatten ab 1993 in Bad Abbach (Landkreis Kelheim) eine ebenfalls nach seiner Mutter benannte Pizzeria "Mamma Maria" betrieben. Diese habe immer gesagt, ihr Sohn sei "hinter der Theke geboren worden", erinnert sich Massimo Azzarone. Der Liebe wegen habe es ihn vor fünf Jahren in die nördliche Oberpfalz verschlagen.

Neustart in Weiden

Dort setzte er mit seinem Restaurant die Familientradition fort, die sein Großvater 1970 im oberbayerischen Weilheim begründet hat. Nicht nur unter den Erbendorfer Bürgern hat er sich einen sehr guten Ruf für seine Fischspezialitäten erworben. Doch jetzt möchte sich der "bayerische Italiener" einem neuen Projekt zuwenden und "gute gastronomische Lebensmittel verkaufen". Und dies nicht mehr in Erbendorf, sondern in Weiden.

Das Restaurant in den von ihm gepachteten Gebäude und der künftige Lebensmittelmarkt zusammen seien nicht zu machen, bedauert der studierte Betriebswirt. "Ich wollte beide Seiten versuchen, aber das wäre zu zeitintensiv gewesen." Die Idee mit dem italienischen Lebensmittelmarkt habe sich in dem vergangenen Dreivierteljahr konkretisiert, was das Wo und Wie anbelangt. "Private und betriebswirtschaftliche Sachen" spielten eine Rolle, dass vor etwa eineinhalb Monaten die Entscheidung gegen das "Mamma Maria" gefallen ist, in dem er aktuell "zwölf Köpfe", davon drei Vollzeitkräfte, beschäftigt. Man brauche gute Mitarbeiter, die er aus Italien geholt habe, um in der Gastronomie zu bestehen. So habe er beispielweise bei Krankheitsfällen selbst in der Küche, in der viel mit frischem Fisch gearbeitet wird, mit ausgeholfen. Bevor aber möglicherweise einmal die Qualität aufgrund fehlender Fachkräfte leidet, möchte er nun "einen sauberen Schnitt machen".

Mit Cousins aus Neapel

So gilt die Konzentration nun dem Lebensmittelmarkt in Weiden, der "eine Nummer größer" sein werde. Deshalb holt er sich zunächst zwei Cousins aus Neapel mit ins Boot und nach Deutschland. Sie sollen ihm helfen, das Geschäft in der Leibnizstraße (zwischen Naabwiesenparkplatz und NOC) unter dem Namen „Mercato Amami Italia“ mit aufzubauen. Laut Massimo Azzarone werden sie vor allem für den Einkauf der Lebensmittel in Italien zuständig sein.

Geplant ist, zunächst dort vier Mitarbeiter zu beschäftigen. Hier liefen noch Gespräche, berichtet der 41-Jährige. Zum künftigen Sortiment werden unter anderem Nudeln (frisch und als Trockenware), Saucen, Kaffees und Olivenöle, aber auch italienische Käse- und Wurstspezialitäten sowie Obst und Gemüse wie Tomaten aus Neapel gehören. Vorgesehen ist auch eine Art Theke, um unter anderem einmal zum Espressotrinken zu verweilen – "aber ohne Sitzgelegenheiten". Vergangene Woche haben dafür die Umbauarbeiten begonnen. "Es wird acht bis zehn Wochen dauern, bis alles fertig ist", schätzt Massimo Azzarone. Dann solle alles an einen Urlaub in Italien erinnern. Einen genauen Eröffnungstermin kann er im Gespräch mit Oberpfalz-Medien noch nicht nennen, es wird aber "im Monat Mai so weit sein".

Möglicherweise werden ihn einmal ein oder zwei Mitarbeiter aus Erbendorf unterstützen, doch jetzt müsse man erst mal "schauen, wie das angenommen wird", erklärt der 41-Jährige. Zwar liege der Schwerpunkt momentan auf dem Lebensmittelmarkt, Neues möchte er aber generell nicht ausschließen, "allerdings nicht die nächsten ein, zwei Jahre".

Nachfolger gesucht

In der Steinwaldstadt bestehen bleibt die eigene Likörproduktion, um die sich eine Freundin des Noch-Gastronomen kümmert. Im gleichen Gebäude wie die Pizzeria, aber in abgetrennten Räumlichkeiten, wird somit weiterhin unter anderem Limoncello hergestellt. Und vielleicht gibt es im Gewerbepark bald weiterhin kulinarische Köstlichkeiten. Wie Massimo Azzarone mitteilt, ist er auf der Suche nach einem Nachfolger. Man habe in den vergangenen Jahren "viel Herzblut reingesteckt" und "zuletzt sogar renoviert". Er möchte das Lokal in neue Hände übergeben, die dann auch die Servicekräfte mit übernehmen würden.

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