08.09.2020 - 12:23 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Im Museum gehts wieder los

Gut ein halbes Jahr war das Heimat- und Bergbaumuseum aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Am kommenden Sonntag, 11. September, öffnet es wieder seine Pforten. Mit einem Hygienekonzept wird es auch für Einzelbesucher wieder zugänglich.

Museumsleiter Manfred Klöble mit dem Signalflügel eines Hauptsignals, das dem Heimat- und Bergbaumuseum überlassen wurde.
von Jochen NeumannProfil

"Aufgrund der räumlichen Verhältnisse war es uns in der Krise nicht möglich, die erforderlichen Auflagen zu erfüllen", erklärt Museumsleiter Manfred Klöble. Denn andere Museen waren bereits im Mai wieder zugänglich. Möglich mache die Öffnung ein mit der Museumsfachstelle des Landkreises Tirschenreuth getroffenes Hygienekonzept.

So ist ein Besuch im Heimat- und Bergbaumuseum am Sonntag, 11. September, von 14 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt wieder möglich. "Wir bitten um Verständnis für die Hygiene- und Abstandsregelungen", so Klöble. Neben dem Mindestabstand von 1,5 Meter muss in den Museumsräumen ein Mund-und-Nase-Schutz getragen werden. Außerdem ist die Bildung von Gruppen insbesondere vor Exponaten und Ausstellungsstücken nicht erlaubt. In den vergangenen Monaten war das Museumsteam um Leiter Manfred Klöble aber nicht untätig. Das Heimat- und Bergbaumuseum ist eines der 14 Museen im Landkreis Tirschenreuth. Unter der Bezeichnung "Zwölfer" ziehen sie jetzt alle an einem Strang. Was die einzelnen Museen so zu bieten haben, ist beim "Objekt des Monats" zu sehen. Dabei werden einzelne Exponate einfach gegenseitig ausgetauscht.

Kurz bevor es zum Lockdown im März kam, war dieses Wanderobjekt im Museum in Szene gesetzt worden. Dabei handelt es sich um einen Warmhalteteller aus Porzellan. Das Motiv mit der Fischerszene zeigt, dass er besonders Kinder anspricht. Hergestellt wurde das Objekt in der Mitterteicher Produktionsstelle der Porzellanfabriken Josef Rieber & Co. AG zwischen 1966 und 1978.

Auch eine neue Vitrine, eigentlich mehr ein "Musikschrank", für eine Dauerausstellung wurde angeschafft. Darin befinden sich viele Instrumente, angefangen von einer alten Querflöte über eine gut 200 Jahre alte Klarinette, Zithern und Akkordeons bis hin zu ganz besonderen Musikinstrumenten. "Ein Bandoneon, ein Akkordeon und eine Gitarre, die vor Jahrzehnten in unserer Stadt vom Instrumentenbauer Otto Bergler hergestellt worden sind", weiß der Museumsleiter .

HIer erfahren Sie mehr darüber

Erbendorf

Die neue Sonderausstellung, die in den vergangenen Wochen aufgebaut worden ist, soll Jung und Alt ansprechen. Denn dabei handelt es sich um Dampfmaschinen, vom Spielzeug bis zum voll funktionsfähigen Miniaturexponat.

"Möglich macht diese Ausstellung der Dampf-Stammtisch Weiden, der uns die Leihgaben zur Verfügung stellte", so der Museumsleiter. Unter anderem dabei sind eine Lanz-Dampfmaschine, eine "Flammenfresse" und kleine dampfbetriebene Bulldogs. Klöbles Dank gilt insbesondere Gerhard Schaffer und Johann König, die diese kleinen Maschinen selbst gebaut haben und sie im Museum vorstellen.

Aber auch in der Eisenbahn-Dauerausstellung gibt es etwas Neues. Erst vor kurzem erhielt Manfred Klöble als Schenkung an das Museum einen Flügel eines Hauptsignals. Roland Dießner aus Speichersdorf übergab es der Einrichtung. Viel Neues ist in unserem Haus zu sehen, trotz Corona", stellt Klöble fest. Geöffnet ist das Heimat- und Bergbaumuseum am Sonntag, 11. September von 14 bis 16 Uhr.

Nun können also die Besucher wieder zum Georg-Bertelshofer-Platz marschieren. Seit einigen Wochen waren unter Auflagen kleinere Gruppenführungen nach Vereinbarung möglich. "Jetzt öffnen wir unser Museum wieder für die breite Öffentlichkeit", freut sich Klöble. https://heimatmuseum. erbendorf.de/

In der Dampfmaschinenausstellung stehen so manche Unikate.
In der Dampfmaschinenausstellung stehen so manche Unikate.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.