24.04.2019 - 11:29 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Punktlandung an der Spitze

Das Abenteuer Bundesliga beginnt mit einem Paukenschlag. Die Segelfluggemeinschaft Steinwald lässt als Aufsteiger beim ersten Wettkampftag alle 29 Konkurrenten hinter sich und setzt als Underdog gleich eine gewaltige Duftmarke.

von Externer BeitragProfil

Am Osterwochenende war es endlich soweit. Die Steinwälder konnten starten. Für Samstag und Sonntag wurden die Flugzeuge eingeteilt. Der Wetterbericht war die ganze Woche ständiger Begleiter des Teams. Und wie befürchtet: Der strahlend blaue Himmel bot nur mäßige Thermik. Aber Marc Fuchs und Wolfgang Specht im Arcus M, Vater und Sohn Joost auf Janus CM, Michael Buck auf der ASH 31 Mi, Bernd Morawitz auf ASG 29 und der Nachwuchs Mario Fürst und Christian Schröffl mit ASW 19 und DG 101G waren dennoch guter Dinge. Die einzige Chance auf Wolken sahen die Sportler nach dem Start in Erbendorf im Erzgebirge. Um den Anschluss dorthin zu erreichen, mussten etwa 60 Kilometer "im Blauen" überbrückt werden. Aber dann, ab dem tschechischen Asch bis hinter Großrückerswalde, stand eine schmale Wolkenstraße, die ein Rennen vom Feinsten zuließ.

Mit mehrfacher Unterstützung von Karlsbad Radar konnte das Arcus-Team eine Spitzengeschwindigkeit von 137 Stundenkilometern erzielen, die, wie sich später herrausstellte, soger die beste in ganz Europa an diesem Wochenende war. Des Weiteren lieferten noch das Janus Team und die ASH 31 Mi so tolle Flüge ab, dass der Neuling das zweitbeste beste Zwischenresultat am Ostersamstag hatte.

Was würde dann der Sonntag bringen? Werden die Erbendorfer und Grafenwöhrer Segler "abgeschossen"? Der Arcus M startete diesmal mit Edith Mehler und Helmut Joost, die ASW 31 Mi und ASG 29 wieder mit Michael Buck und Bernd Morawitz. Auf gings zum Thüringer Wald - aber da war nichts, gar nichts, blau so weit man sehen konnte. Aber im Nordosten eine Wolke, ein Wölkchen am westlichen Ende des Erzgebirges. Also wieder auf in Richtung Klingenthal! Leider ging die Straße mit seinen 10 Wölkchen diesmal nur noch bis südlich von Aue. Das Ganze zweimal und auf dem Rückweg nördlich an Hof vorbei bis Lichtenfels und zurück nach Erbendorf - wieder bei blauem Himmel. Manchmal fühlte es sich an wie Warmlufteinfluss im August. Mit ein paar Speedpunkten mehr als am Samstag konnten die SFG Steinwald an Königsdorf vorbeiziehen auf den ersten Platz landen.

"Überflieger" Marc Fuchs postete am Montag um 10 Uhr per WhatsApp: "Jetzt ist es wohl amtlich", während Team-Kapitän Hans Stock, der das Wochenende wegen Motorprobleme am Nimbus aussetzen musste, die Tabellenführung euphorisch kommentierte: "Wow, da zieht's mir die Socken aus". fsg-steinwald.de

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.