17.07.2020 - 16:26 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Schockstarre in Erbendorf: Christine Trenner überraschend verstorben

Die Nachricht vom plötzlichen Tod Christine Trenners sorgt in und rund um Erbendorf für viel Betroffenheit. Die Verstorbene war beim DGB, den AsF und der AWO engagiert. Bei der Steinwaldallianz war sie von Anfang an dabei.

Christine Trenner.
von Elisabeth Schätzler Kontakt Profil

Christine Trenner ist am Freitag überraschend gestorben. Die Nachricht von ihrem Tod sorgt nicht nur in und rund um Erbendorf für viel Betroffenheit. Die Verstorbene war beim DGB, bei der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) engagiert. Bei der Steinwald-Allianz war sie von Anfang an dabei.

Schock bei der Stadt, der SPD und bei Weggefährten: Der plötzliche und unerwartete Tod von Christine Trenner am Freitagmorgen macht in Erbendorf schnell die Runde. Unter Tränen erzählt Brigitte Scharf vom politischen Engagement ihrer besten Freundin. Scharf und Trenner - ein eingespieltes Team, das die SPD in und um Erbendorf geprägt hat. "Wir sind über die AsF zusammengekommen", erinnert sich Brigitte Scharf. Die SPD-Bezirksrätin sagt über ihre verstorbene Freundin: "Sie war der Motor der Frauen."

2005 hat Christine Trenner die AsF Erbendorf übernommen, wenig später auch die Leitung auf Kreisebene. "Sie war auch lange im Bezirksvorstand", weiß Brigitte Scharf. "In der Oberpfalz hat sie für die Frauen gekämpft, sie war die treibende Kraft." So hat Christine Trenner zum Beispiel auch die Bürgermeisterinnen in den Orten besucht, um sie zu unterstützen.

Unbeschreiblicher Verlust

"Man merkt jetzt erst, was das für eine Unterstützung ist", sagt Scharf mit Blick auf die nun schwierige Zeit, die vor ihr liegt. "Ich brauche jemanden vor Ort. Christine hat immer gekämpft in Erbendorf." Nie habe ihre Freundin gejammert, habe sich nie beschwert. "Sie war ein Arbeitstier." Auf Kreisebene hätten sie beide Hand in Hand gearbeitet. "Das ist ein unbeschreiblicher Verlust - auf Orts-, Kreis- und Bezirksebene." Weiter sagt die Bezirksrätin: "Christine war eine alte Kämpferin, ein Sozi durch und durch." Das zeigte sich auch mit der Übernahme des DGB-Ortskartells. "Das ist alles still und heimlich gegangen. Christine war nie im Vordergrund." Auch bei der AWO hat sich Christine Trenner engagiert. Brigitte Scharf betont auch den Eifer ihrer Freundin bei der Steinwald-Allianz: Dort hat sie seit 2008 gearbeitet, sich um die Belange der Urlauber gekümmert, diese immer wieder besucht und den Kontakt zu ihnen gesucht.

Auch für das diesjährige Ferienprogramm in Erbendorf hat sich Christine Trenner trotz Corona wieder etwas einfallen lassen - wie auch schon die vielen Jahre zuvor. "Sie hat ein Notprogramm zusammengestellt." Erst am Freitag vergangener Woche waren sie noch bei einer Spendenübergabe in der Eisdiele zusammengesessen.

Berichte zum AsF Erbendorf

Herz der Allianz

"Alle Mitarbeiter der Stadt und der Steinwald-Allianz stehen unter Schock", erzählt Johannes Reger. Der Bürgermeister von Erbendorf kannte nach eigener Aussage Christine Trenner gut: "Wir waren Nachbarn." Er bezeichnet die Verstorbene als "schlagendes Herz der Steinwald-Allianz". So habe sie zum Beispiel das Waldhausfest vorbereitet und organisiert. Auch er lobt ihr überregionales Engagement.

Um die 61-Jährige trauern neben Weggefährten ihr Ehemann, die Tochter und der Sohn sowie zwei Enkelsöhne.

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