07.02.2021 - 13:04 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Schon viele Paten für Erbendorfer Orgelpfeifen

72 von insgesamt 3000 Pfeifen der neuen Orgel für die Erbendorfer Kirche haben schon einen Paten. Mit Hilfe dieser Patenschaften soll das Instrument finanziert werden. Bereits über 26 500 Euro sind so schon zusammengekommen.

Bereits 72 Orgelpfeifen-Patenschaften sind vergeben, informierten Pfarrer Martin Besold, Kirchenmusiker und Orgelbauvereinsvorsitzender Holger Popp und Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer (von links). Welche Pfeifen noch frei sind, können Interessierte an einer Tafel (im Hintergrund) in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt einsehen.
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Seit der Erbendorfer Kirchweih Ende September vergangenen Jahres bietet der Orgelbauverein Patenschaften für Orgelpfeifen an. Dazu wurden sämtliche Pfeifen der künftigen Orgel für die katholische Pfarrkirche in verschiedene Kategorien eingeteilt, erklärt Orgelbauvereinsvorsitzender Holger Popp. Bereits ab 25 Euro können Unterstützer für die kleinen Pfeifen in der Orgel Pate einer Pfeife werden. Weitere Kategorien liegen je nach Größe der Pfeife dann bei 50, 100, 175, 250 und 500 Euro. Bei den größten Orgelpfeifen - immerhin sind manche bis zu fünf Meter lang - beträgt die Patenschaft dann 1000 Euro. Damit auch Kinder die Möglichkeit haben, an der Aktion mitmachen zu können, gibt es die kleinsten Pfeifen bereits ab fünf Euro.

Paten sind meist Erbendorfer

Eine Zwischenbilanz zogen kürzlich Stadtpfarrer Martin Besold und Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer. Beide waren sehr erfreut, dass bisher die Patenschaften sehr gut angenommen wurden. Holger Popp erwähnte, dass Patenschaften quer durch alle Kategorien bisher übernommen wurden. Die Aktion sei damit sehr erfolgreich angelaufen. Die Paten kommen zwar überwiegend aus Erbendorf, aber dank des ausführlichen Berichtes über das Orgelprojekt in der Tageszeitung "Der neue Tag" und auf der Homepage der Kirchenmusik Erbendorf, konnten auch Interessenten aus der Region gewonnen werden, führte Holger Popp aus. Der Vorsitzende erzählte zudem von einem Telefongespräch mit einem Paten. Dieser sei von dem einmaligen Projekt so begeistert gewesen, dass er spontan eine große Orgelpfeife stiftete. Der Spender habe eigentlich keine persönliche Verbindung zur Pfarrei, aber er fand es eine großartige Idee, dass die Konzertsaalorgel nach Erbendorf kommt.

Damit die Orgel nun auch bald in Erbendorf erklingt, sind die Patenschaften zur Finanzierung der Orgel unbedingt wichtig, erläuterte Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer. Insgesamt sind seit Ende September bis heute 26 685 Euro durch die Orgel-Patenschaften und Spenden eingegangen. Für den Kirchenpfleger ein großartiges Ergebnis. Pfarrer Martin Besold sprach dafür seinen Respekt aus und dankte den Paten für diese Großzügigkeit. Er freute sich sehr, dass diese Aktion so erfolgreich ist. Viele Orgelpfeifen in klein und groß tragen dazu bei, damit die Musik erklingen kann, führte der Seelsorger aus. Genauso sei es mit den Spenden: Jede werde benötigt, egal ob groß oder klein, um das Ziel zu erreichen, findet Pfarrer Besold. Er hoffe nun, dass sich noch weitere Paten finden, damit es mit der neuen Orgel voran gehen kann.

Noch viele Orgelpfeifen frei

Welche Pfeifen noch frei sind, können Interessierte seit diesem Wochenende in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt an einer Tafel sehen. Gleich am Eingang der Südseite hängt eine Übersicht mit allen Klangfarben und Pfeifen der künftigen Orgel. Bei 54 verschiedenen Klangfarben komme da einiges zusammen. Holger Popp erklärte, dass sich viele gar nicht vorstellen können, aus wie vielen Pfeifen eine Orgel besteht. "Meistens sieht man ja nur die Pfeifen ganz vorne, die im Prospekt stehen. Doch der größere Teil der Pfeifen befindet sich in der Orgel. So kommt man dann schon bei einer kleinen Orgel schnell auf über 1000 Pfeifen", erklärt der Vorsitzende. Die neue Konzertsaalorgel in Erbendorf hat fast 3000 Pfeifen - diese sind auch auf der Übersicht in der Kirche zu sehen, erwähnte Popp. Bereits bei 72 Pfeifen sind die Namen der Paten zu lesen oder ein Hinweis, dass die Patenschaft anonym ist. "Alle anderen Pfeifen können noch jederzeit vergeben werden", will Holger Popp weitere Interessen zu einer Orgelpfeifen-Patenschaft animieren.

Sanierung startet im Herbst

Dazu liegen in der Kirche Flyer aus und auch auf der Homepage der Pfarrei gibt es Informationen. Interessierte können sich jederzeit auch persönlich an den Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer, an Kirchenmusiker Holger Popp oder an Pfarrer Martin Besold wenden. Abschließend gaben die drei noch bekannt, dass im Hintergrund derzeit noch weitere Anträge für Zuschüsse für die neue Orgel für die Pfarrkirche aus öffentlicher Hand laufen. "Die derzeitige grobe Planung sieht vor, dass der Orgelbauer ab Herbst mit den umfangreichen und über ein Jahr andauernden Arbeiten beginnen könnte", verrät Pfarrer Besold. Somit sei die neue Orgel zum Greifen nahe. "Vielleicht schaffen wir es ja, dass zum 150. Geburtstag von Max Reger ein großes Orgelkonzert an der neuen Orgel stattfinden kann", überlegt Kirchenmusiker Holger Popp. Der Komponist Max Reger habe immerhin in Erbendorf seine Morgenstern-Fantasie komponiert. Er kannte die Pfarrkirche, hin und wieder besuchte er in der Stadt seinen Onkel Theodor Roll, der Kirchenmusiker in Erbendorf war. Pfeifen-Patenschaft übernehmen www.pfarrei-erbendorf.de

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Welche Pfeifen noch frei sind, können Interessierte seit diesem Wochenende in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt an einer Tafel sehen.

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