14.05.2020 - 15:05 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Turnsport nahm Spitzenplatz ein

Eine Turnerlegende war der unter dem Namen "Bollmann Sepp" bekannte Josef Bollmann. Das Ehrenmitglied des Turn- und Sportvereins verstarb im 83. Lebensjahr. Sein sportliches Engagement war nicht nur auf Erbendorf beschränkt.

Im Alter von 82 Jahren verstarb Josef Bollmann.
von Jochen NeumannProfil

Die Erbendorfer Turnerwelt trauert. Am 6. Mai verstarb Josef Bollmann im Alter von 82 Jahren in Weiden. Geboren wurde er 1937 bei einer Drillingsgeburt in Erbendorf. Ein Bruder starb bereits im Kindesalter, der zweite Bruder, Alois Bollmann, vor mehreren Jahren. In seinem erlernten Beruf arbeitete er bis zu seinem Ruhestand als Kfz-Mechanikermeister bei der Firma Opel Franke in Weiden. 1964 heiratete Josef Bollmann seine Ehefrau Almeta. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor.

Sport stand bei Bollmann seit dem Kindesalter an erster Stelle. 1946 ging er zur Sparte Turnen im neugegründeten Turn- und Sportverein. Als Kunst- und Leistungsturner stellte er sich unter Beweis. Er war 1968 mit einer der ersten, die beim Bayerischen Landessportverband die Prüfung zum Übungsleiter für Turnen absolvierten. Als solcher war der Verstorbene bei den Turnern nicht wegzudenken.

Von 1975 bis 2014 war er als Oberturnwart bei der Sparte für den sportlichen Bereich zuständig und betreute dabei die Sportler rund um die Wettkämpfe. Er stand auch bei gesellschaftlichen Veranstaltungen zur Verfügung. Unvergessen ist der Weinfasching der Turner in den 1970er und 1980er Jahren, für deren Tombola Bollmann als ersten Preis immer ein Auto mit zwei Jahren TÜV herrichtete.

Sein Engagement war aber nicht nur auf seine Heimatstadt beschränkt. Auch überregional war Bollmann als Fachwart im Geräteturnen im Turngau Oberpfalz Nord und als Kassenprüfer engagiert. Der TSV Erbendorf ernannte ihn 1997 zum Ehrenmitglied, ebenfalls der Turngau Oberpfalz Nord. 2002 ehrte ihn der Landkreis Tirschenreuth. Eine der größten Auszeichnungen für ihn war die Verleihung der Ehrenmedaille und der Ehrennadel der bayerischen Staatsministerin für Unterricht und Kultus, Monika Hohlmeier. Diese nahm er 2003 im Max-Joseph-Saal der Münchener Residenz entgegen. Vor zwei Jahren erhielt er eine besondere Ehrung für knapp 40 Jahre Funktionärstätigkeit im Turngau Oberpfalz Nord.

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