Erbendorf
20.11.2018 - 19:01 Uhr

Viele Investitionen

Gut acht Millionen Euro investiert die Stadt im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms in den nächsten Jahren. Der Stadtrat beschloss die entsprechende Bedarfsmitteilung.

Die Bedarfsmitteilung 2019 für das Städtebauförderungsprogramm hat die Stadt in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft Tirschenreuth (Kewog) erarbeitet. Acht Millionen Euro sollen in den Jahren 2019 bis 2022 in verschiedene Maßnahmen investiert werden.

3,3 Millionen bewilligt

Bürgermeister Hans Donko teilte mit, dass bereits rund 3,3 Millionen Euro bewilligt worden seien, die im kommenden Jahre investiert werden sollen. Für 2020 seien 3,6 Millionen Euro vorgesehen. 2021 und 2022 belaufen sich die Jahressummen voraussichtlich auf knapp eine Million Euro. Unter anderem ist die Sanierung und Umgestaltung des denkmalgeschützten Anwesens Bräugasse 23 zu einem Bürgerzentrum mit einem Teilbetrag von einer Million Euro bei Gesamtkosten von 2,9 Millionen Euro mit aufgenommen. Wie der Bürgermeister mitteilte, seien 2,7 Millionen Euro bereits bewilligt. "Insgesamt ist die Sanierung dieses Gebäude sehr aufwendig, aber städtebaulich höchst wichtig", stellte er fest.

Altlasten ein Problem

Für den Erwerb und die Sanierung leerstehender Immobilien in der Innenstadt sind für nächstes Jahr 1,3 Millionen veranschlagt. 2019 sollen weitere 1,2 Millionen Euro folgen. Donko merkte an, dass die Summe für 2019 den Kosten für den Umbau zu einer Tagespflegeeinrichtung der Anwesen Asylstraße 2 und Kaiserberg 1 entspreche.

Ein Bewilligungsbescheid über 360 000 Euro für den Abbruch und die Neugestaltung des ehemaligen Speditionsgebäudes an der Marktredwitzer Straße liege ebenfalls vor. Diese Maßnahme befindet sich bereits nach den Worten des Bürgermeisters in der Ausführung. "Leider sind Altlasten auf diesem Grundstück in größerem Umfang aufgetreten, welche die weiteren Arbeiten verzögern würden", so Donko. Unter anderem müssten 50 000-Liter-Tanks entfernt werden.

Mit 1,2 Millionen Euro ist die Neugestaltung der Bräugasse im Programm. Wie Donko ausführte, sind für erste Planungen im Jahr 2019 rund 50 000 Euro vorgesehen. Ebenfalls mit aufgenommen ist die Neugestaltung der Aussichtsplattform am Mühlbühl mit Errichtung einer Treppenanlage mit Gesamtkosten von knapp 200 000 Euro. Angegriffen wird im neuen Jahr die Neugestaltung der frei gewordenen Flächen in der St.-Veit-Straße 15 und 17, die sich nächstes Jahr mit 90 000 Euro bemerkbar macht.

Neu in der Bedarfsmitteilung ist der Abbruch des ehemaligen Sägewerks an der Herrenmühle. "Wann das geschehen wird, ist noch nicht gewiss", räumte Donko ein. "Denn diese Maßnahme wird von privat durchgeführt." Wie Bürgermeister Donko weiter informierte, stehe auch 2019 wieder ein kommunales Förderprogramm mit rund 75 000 Euro zur Unterstützung von privaten Bauherren im Rahmen des Bund-Länder-Programms zur Verfügung. Damit können private Hauseigentümer unter Beachtung städtebaulicher Vorgaben aus fünf verschiedenen Fördertöpfen, beispielsweise für die Fassadengestaltung oder die Dachisolierung, Fördermittel erhalten.

Grundlage für Planung

Donko bezeichnete das städtebauliche Entwicklungskonzept als ein wichtiges Instrument für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Von den Gesamtkosten mit 180 000 Euro sind bereits 43 000 bewilligt. Im Programmjahr 2019 sind 137 000 Euro vorgesehen. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die in der Bedarfsliste aufgenommenen Einzelmaßnahmen nur als Planungsgrundlage dienen.

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