18.04.2019 - 12:39 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Voneinander lernen

Eine tolle Woche für die Studenten des Staatsinstituts in der Grund- und Mittelschule Erbendorf. Gemeinsam werden innovative Werkstücke hergestellt. Beim Abschluss der Projektwoche gab es etwas zu feiern und es galt, Abschied zu nehmen.

In der Aula der Schule fand die Projektwoche ihren Abschluss. Auf dem Bild zweiter Bürgermeister Johannes Reger (rechts) sowie (erste Reihe sitzend von links) Konrektorin Beate Koch, Rektor Peter Preisinger sowie vom Staatsinstitut dessen Leiter Holger Edlich-Wolfshöfer und Roland Schubert.
von Jochen NeumannProfil

„Es ist eine ungewöhnliche Partnerschaft, bei der die Großen von den Kleinen und die Kleinen von den Großen lernen können.“ Das stellte Rektor Peter Preisinger beim Abschluss der Projektwoche in der Grund- und Mittelschule hervor. Studenten des Instituts für Fachlehrerausbildung in Bayreuth kamen in die Steinwaldstadt, um die alltägliche Unterrichtsarbeit in den Jahrgangsstufen kennenzulernen. „Wir haben viel erlebt und konnten alle voneinander lernen.“

Eine Woche lang erlebten gut 40 zukünftige Fachlehrkräfte den Unterricht hautnah mit. Denn sie waren von der ersten bis zehnten Klasse im Unterrichtsablauf eingebunden. Daneben führten sie mit den Schülern eigene Projekte im Bereich Sport und Werken durch. All das dient als Teil der universitären Ausbildung, bei dem die Studenten einen Einblick in ihre zukünftige Arbeit erhalten.

„Heuer können wir ein kleines Jubiläum feiern“, stellte Institutsleiter Holger Edlich-Wolfshöfer fest. Denn zum einen fand in diesem Jahr zum zehnten Mal die Projektwoche in der Schule statt und die Partnerschaft zwischen dem Staatsinstitut und der Schule steht seit drei Jahren auf festen Füßen. „Schule, Lehrerkollegium, Stadt und die Kultusbehörde stehen voll hinter dieser Partnerschaft“, bestätigte der Institutsleiter.

Edlich-Wolfshöfer sah die Studenten seines Staatsinstituts mehr als „Kollegen in Ausbildung“. Er hob den starken Praxisbezug als Alleinstellungsmerkmal hervor. Einen Dank sprach er dabei Rektor Preisinger sowie dem gesamten Lehrerkollegium aus. „Denn Studenten mit im Unterricht zu haben ist für Lehrer auch eine gewisse Mehrbelastung.“Positiv bewertete zweiter Bürgermeister Johannes Reger die Schulpartnerschaft. „Vernetzung ist heute wichtig“, stellte er fest. Denkanstöße kommen nach seinen Worten von allen Seiten, von Schülern, Studenten und Lehrern. „Denn nur so kann man sich weiterentwickeln“, so Reger abschließend.

Die Studenten ließen in einem Videozusammenschnitt die Praktikumswoche Revue passieren. Dabei zeigte sich, mit welchem großen Engagement die Studenten im Unterricht mitmachten. Des Weiteren stellten Schüler ihre Werkprojekte aus Holz vor. Denn die angehenden Fachlehrer übernahmen einen Werktag, an dem gemeinsam gebastelt wurde.

Beim gemeinsamen Werken von Schülern und Studenten kam ein innovatives Werkstück heraus, das Rektor Peter Preisinger vorstellte – ein Eierbecher aus Holz. „Aber der hat es in sich“, stellte er amüsant fest. „Denn der zum Eierbecher dazugehörige Löffel kann nicht runterfallen.“ Die Schüler verbauten einfach Magnete im Holz. Des Weiteren wurde ein Steckholz-Spiel namens „Tic-Tac-To“ kreiert. „Die ganze Woche war spannend, aufregend und toll“, fasste Preisinger die gemeinsamen Tage zusammen. Eine Wiederholung der Praxiswoche im kommenden Schuljahr sei bereits geplant.

Mit weinendem Auge

Diesmal galt es auch auf Wiedersehen zu sagen. Der Leiter der pädagogischen Ausbildung am Staatsinstitut, Roland Schubert, nahm die Abschlussveranstaltung zum Anlass, dem Fachlehrer Harald Kirchner Dank zu sagen. „Er ist heuer das letzte Mal dabei.“ Denn Kirchner geht demnächst in den wohlverdienten Ruhestand. Über Jahre hinweg sei er bei den Praxiswochen in Erbendorf mit dabei gewesen und habe auch die Schüler bei ihren Besuchen am Staatsinstitut betreut.

Dann galt es für Schubert, sich im Namen des Staatsinstituts von Rektor Peter Preisinger zu verabschieden, der heuer ebenfalls in den Ruhestand geht. „Wir kennen uns schon über 30 Jahre“, stellte Schubert fest. „In meiner Referendarzeit habe ich viel von ihm gelernt.“ Seit dieser Zeit haben sie sich nie aus den Augen verloren. Zum Abschied und als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren überreichten Schubert und Institutsleiter Edlich-Wolfshöfer unter anderem an Preisinger einen Kasten Weizen. „Wir wissen, was er am liebsten mag.“

Die Schüler stellten ihre Werkstücke vor.
Fastziniert war Rektor Peter Preisinger besondern vom magnetischen Eierbecher.
Zum Abschied gab es für Rektor Peter Preisinger (rechts) vom Staatsinstitute Geschenke und, inoffiziell, einen Kasten Weizen. Auf dem Bild (von links) Institutsleiter Holger Edlich-Wolfshöfer, Praktikumsorganisator Armin Bühl und pädagogischer Leiter Roland Schubert.
Werkstücke waren unter anderem Eierbecher mit integriertem Salzstreuer und magnetischem Löffel.
Werkstücke waren unter anderem Eierbecher mit integriertem Salzstreuer und magnetischem Löffel.
Werkstücke waren unter anderem Eierbecher mit integriertem Salzstreuer und magnetischem Löffel.
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