18.07.2019 - 10:10 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Wissen und Wunden versorgen

Das Bayerische Jugendrotkreuz ruft die Gewinnergruppen der Bezirkswettbewerbe zum landesweiten Erste-Hilfe-Wettbewerb ins Chiemgau. Mit dabei ein Team aus Erbendorf.

Jugendliche des BRK bereiten sich für den Landeswettbewerb vor.
von Externer BeitragProfil

Der Landeswettbewerb 2019 ist die wichtigste Veranstaltung des Bayerischen Roten Kreuzes für den Nachwuchs in diesem Jahr, heißt es in einer Pressemitteilung des BRK. Die Jugendrotkreuz-Gruppe Erbendorf hat sich in der Altersstufe I (zehn bis zwölf Jahre) als Bezirkssieger für den Wettbewerb qualifiziert und tritt für Oberpfalz/Niederbayern an. Sie fiebert dem Kräftemessen auf Landesebene entgegen, wo sie ihr Erste-Hilfe-Können unter Beweis stellt.

Einmal im Jahr dreht sich alles um Bayerns beste Rotkreuz-Nachwuchskräfte: Über 300 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus 40 Wettbewerbsgruppen haben sich für den Jugendrotkreuz-Landeswettbewerb 2019 qualifiziert, der heuer vom 19. bis 21. Juli in Chieming im Landkreis Traunstein stattfindet. Die jungen Leute zeigen hier, was sie in Sachen Erste Hilfe gelernt haben. Das Leistungsspektrum ist breitgefächert, es reicht von Praxisübungen (beispielsweise zur Wundversorgung, der Behandlung von Knochenbrüchen, Verbrennungen oder der Durchführung einer Herz-Lungen-Wiederbelebung) über Wissensfragen bis zu kulturellen, sozialen und musischen Stationen. Teamfähigkeit, Schnelligkeit und Geschicklichkeit sind außerdem gefragt.

Es sind die besten Rotkreuz-Nachwuchskräfte aus ganz Bayern, die sich am Wochenende im Chiemgau treffen. Der Wettbewerbsparcours mit 2,5 Kilometer Länge verläuft bei schönem Wetter am Ufer des Chiemsees (bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in der Turnhalle am Sportplatz der Grund- und Mittelschule Chieming statt).

Unterschiedliche Notfallsituationen werden nachempfunden, das heißt real geschminkte „Verletzte“ müssen beispielsweise erstversorgt werden. Die jungen Menschen können zeigen, wie sie einen Druckverband anlegen, den Verunfallten in eine stabile Seiten- oder Schocklage bringen. Die Veranstaltung ist mit rund 400 Personen (inklusive Organisationsteam und ehrenamtlichen Helfern) die wichtigste dieser Art in Bayern, informiert das BRK. Die Kinder und Jugendlichen werden während des Wettbewerbswochenendes in einer Rotkreuz-Zeltstadt auf dem Sportplatzgelände Chieming untergebracht.

Sonja Hieber, Vorsitzende des Bayerischen Jugendrotkreuzes, erklärt: „Beherztes Eingreifen setzt eine gute Ausbildung voraus. Damit kann man nicht früh genug beginnen. Nur wer über ein solides Fundament verfügt, hat die Kompetenz und das Selbstvertrauen, um im Notfall Erste Hilfe zu leisten.“

Gemeinsam lernen, heißt auch gemeinsam Spaß haben. Am Rande des Wettbewerbs sorgen die Organisatoren mit vielerlei Aktivitäten rund um die Themen Kochen, Bewegen und Entspannen für ein buntes Programm. Highlight am Samstagabend ist die Live-Band „Heischneida“, die am Schlossplatz direkt am See aufspielt. Zusammen mit Gästen des Jugendrotkreuzes Österreich (ÖJRK) lassen die Teilnehmer hier den ereignisreichen Wettbewerbstag fröhlich und entspannt ausklingen. Das Angebot ist Teil der aktuellen "Lass mal…Kampagne“ des Bayerischen Jugendrotkreuzes zur Gesundheitsprävention in Bayern. Mehr Infos unter www.jrk-bayern.de/lass-mal.

Hintergrund:

Das Bayerische Jugendrotkreuz (BJRK) ist der eigenständige Kinder-, Jugend- und Nachwuchsverband des Bayerischen Roten Kreuzes und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Rund 106.000 ehrenamtliche Mitglieder im Alter von 6 bis 27 Jahren engagieren sich gemeinsam für Gesundheit, Umwelt, Frieden und internationale Verständigung. Als Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung setzt sich das BJRK für humanitäre Werte wie Toleranz, Offenheit und Verständnis ein. Die sieben Rotkreuz-Grundsätze sind dabei der Kompass, an dem sich jedes Handeln orientiert.

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