03.02.2020 - 15:20 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Wunden verbinden, Leben retten

Zu 107 Einsätzen wird die Organisierte Erste Hilfe (OEH) Erbendorf im vergangenen Jahr gerufen. Hier waren die ehrenamtlichen Ersthelfer von einfacher Wundversorgung bis hin zu lebensrettender Reanimation gefordert.

Die Ehrenamtlichen der Organisierten Ersten Hilfe Erbendorf blicken auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Aktiv mit dabei ist auch der zweite Kommandant der Feuerwehr, Wolfgang Gruber (Zweiter von links)
von Redaktion ONETZProfil

Umgerechnet alle 81,8 Stunden löste der Funkmeldeempfänger der Ersthelfergruppe in Erbendorf aus, sowohl am Tag als auch in der Nacht. Der organisatorische Leiter der Organisierten Ersten Hilfe (OEH) Erbendorf, Fabian Keppler-Stobrawe, bedankte sich zu Beginn des Jahresauftakts für die enorme Einsatzbereitschaft des Teams. Bereits im Jahr 2018 wurde mit 107 Einsätzen die bisherige Höchstzahl seit ihrem Bestehen erreicht.

1168 Einsätze in 20 Jahren

"Die Einsatzszahlen sind konstant hoch, obwohl wir in Erbendorf über einen Rettungswagen verfügen", sagte Keppler-Stobrawe. Doch dieser sei selbst viel unterwegs, so dass die OEH Erbendorf zur Verkürzung des therapiefreien Intervalls bei Notfällen gerne von der Integrierten Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz zusätzlich zum Rettungsdienst alarmiert wird.

Im Jahr 2019 feierten die Ersthelfer auch ihr 20-jähriges Bestehen, einnerte sich Keppler-Stobrawe, und in dieser Zeit wurde die OEH bereits 1168 Mal zu Notfällen gerufen. "Knapp ein Fünftel aller Einsätze hatten wir in den vergangenen beiden Jahren", führte der OEH-Leiter aus, um die steigenden Einsatzzahlen zu untermauern. Auch seien mit dem neuen Einsatzfahrzeug, für das im Jahr 2017 Spendengelder gesammelt wurden, schon 230 Einsätze absolviert worden.

Aufgefrischt wurde nach dem Rückblick durch Keppler-Stobrawe auch die grundsätzliche Vorgehensweise bei Ersthelfereinsätzen. Zudem diskutierten die Anwesenden OEH-ler über mögliche Gefahren an der Einsatzstelle und wie diese verringert oder vermieden werden können. Aufgrund der Aktualität wurde auch kurz über die Handlungsempfehlungen des Bayerischen Roten Kreuzes in Verbindung mit dem Coronavirus 2019-nCoV gesprochen. "Wichtig ist, dass wir nicht in Panik verfallen, das Risiko einer Ansteckung in Deutschland wird derzeit von den Experten des Robert-Koch-Institutes als gering eingeschätzt", sagte Keppler-Stobrawe abschließend.

Gute Zusammenarbeit der Organisationen

Im Vorfeld übermittelten bereits sowohl der Bereitschaftsleiter der BRK Erbendorf, Sven Lehner, als auch der Kommandant der Feuerwehr Erbendorf, Bernhard Schmidt, ihren Dank für die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Hilfsorganisationen sowie die hervorragende Einsatzbereitschaft.

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