06.12.2020 - 12:00 Uhr
EschenbachOberpfalz

200 Liter Bier: Kommunbierverein Eschenbach legt los

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Corona kann den Kommunbierverein Eschenbach nicht stoppen. Die Begeisterung am Brauen ist den Mitgliedern anzumerken. Zum ersten Mal kam nun die große 200-Liter-Anlage zum Einsatz. Vielleicht nicht zum letzten Mal in diesem Jahr.

Jürgen Laubert wirft einen prüfenden Blick auf die Verarbeitung der Rohstoffe. Er ist der Brau-Experte beim Kommunbierverein Eschenbach.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

In Eschenbach braut sich etwas zusammen und es klingt vielversprechend. Nach dem erfolgreichen Testlauf mit der kleinen 20-Liter-Anlage im September ist nun der große Moment für den Kommunbierverein Eschenbach gekommen. Die große Brauanlage, die 200 Liter fasst, ist zum ersten Mal in Betrieb. Unter den derzeitigen Corona-Auflagen trafen sich Vorsitzender Thomas Ott und Brauexperte Jürgen Laubert zum ersten großen Brauvorgang.

Nachdem der Verein seine Rezeptur, die an alte, überlieferte Eschenbacher Rezepte angelehnt ist, im September mit einer 20-Liter-Anlage getestet hatte, wurde es nun ernst. "Wir haben die Menge der Zutaten in der Rezeptur auf 200 Liter hochgerechnet und kleinere Anpassungen gemacht. So haben wir dieses Mal untergärige Hefe benutzt", erklärt Ott.

Lagern für den Geschmack

Das Ergebnis des ersten Brauvorgangs aus dem September fand bei den Vereinsmitgliedern durchaus Zuspruch. "Das Bier hatte einen malzig, fruchtigen Geschmack. Viele fanden es gut und mit längerer Lagerung wurde es immer besser", bilanziert der Vorsitzende. Das erhofft er sich auch von den nun entstandenen über 200 Litern Eschenbacher Bier. "Mit der Lagerung kommt der Geschmack. Bei geschlossenem Tank wird es einige Wochen gelagert", sagt Ott.

Anders ist es derzeit auch noch nicht möglich, denn eine so große Menge kann der Verein nicht so einfach in Flaschen abfüllen – dazu bräuchte es eine Abfüllanlage. Daher plant der Verein für den 18. Dezember einen offenen Bierverkauf, also "Bier to go". "Die Leute sollen ihre Flaschen mitbringen oder wie früher mit Milchkannen das Bier abholen", stellt Ott den Plan vor. Voraussetzung ist natürlich, dass die Corona-Situation die Aktion zulässt. Das Bier ist dann auf jeden Fall schon trinkbar. "Aber es schadet nicht, es noch ein wenig im Keller zu lagern", rät der Vorsitzende des Bierbrauvereins.

Noch ein Durchgang 2020?

Möglicherweise war der erste große Brauvorgang der Eschenbacher auch nicht der letzte im Jahr 2020. Denn der nächste Sud kann mit der Hefe, die sich im Behälter abgesetzt hat, angesetzt werden. "Man kann vier bis fünf Mal damit brauen, dann muss man wechseln. Wir wollen die Hefe auf jeden Fall nochmal verwenden", sagt Ott.

Kommunbierverein braut zum ersten Mal "Eschenbacher Zoigl"

Eschenbach
Hintergrund:

Ziele des Kommunbiervereins

  • Anschaffung einer Kleinbrauerei
  • Erhalt und Betreuung der Eschenbacher Felsenkeller
  • Betreuung des schon lange geplanten Bierweges
  • Zusammenarbeit mit anderen kulturtragenden Vereinen in Eschenbach (rn)
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