25.11.2020 - 11:33 Uhr
EschenbachOberpfalz

2020 ein schwieriges Jahr für den Imkerverein Eschenbach

Nahezu alle Veranstaltungen und Treffen der Imker im Jahr 2020 sind wegen Corona ausgefallen. Vorsitzender Reinhold Gietl zieht in einem Rundschreiben Bilanz. Die Honigernte fiel ebenfalls bescheiden aus.

Vor genau 30 Jahren haben die Imker ihren Lehrbienenstand eingeweiht, seit-dem werden hier Jungimker ausgebildet und auf dem Drohnenplatz geplaudert. Jetzt herrscht gähnende Leere. Wann kehrt wieder Leben ein, fragen sich die Bienenzüchter.
von Georg PaulusProfil

Keine Ambrosiusfeier, kein Wachsziehen, keine Versammlung, stattdessen Corona-Virus, Maskenpflicht und Abstandsregel. Für den neuen Vorsitzenden des Eschenbacher Imkervereins, Reinhold Gietl, die Gelegenheit, die Mitglieder per Rundschreiben über die aktuelle Situation im Verein zu informieren.

Das Imkerjahr 2020 war eine Herausforderung. Bei nahezu allen Mitgliedern fiel die Honigernte mehr als dürftig aus, was auch langjährig erfahrenen Imkerfreunde bestätigen. "Das Coronavirus beeinträchtigt zudem unser Vereinsleben sehr und stellt uns vor noch nie dagewesene Herausforderungen", schreibt der Vorsitzende.

Zunächst mussten im Frühjahr wegen des Lockdowns die Ausbildung abgebrochen werden. Diese konnte bisher auch nicht fortgesetzt werden. Dann fiel dem Virus auch noch das traditionelle Imkerfest zum Opfer. Neben dem finanziellen Verlust ein nicht zu unterschätzender Verlust im Bereich der gesellschaftlichen und menschlichen Kontakte, meint Gietl. „Diese Kontakte, nicht nur unter den Imkerfreunden, sondern auch mit mittlerweile zahlreichen Stammgästen waren in diesem Jahr nicht möglich. Die Hoffnung lag dann auf dem Honigertrag nach dem Melezitosejahr 2019. Aber auch hier wurden wir enttäuscht. Die Erträge in unserem Verein lagen durchwegs weit unter dem Durchschnitt. Frühes Abräumen und Einfüttern war angesagt", fasst er zusammen.

Im Teillockdown der zweiten Welle des Coronavirus, musste nun auch die immer gut besuchte Ambrosiusfeier mit vorherigem Gottesdienst abgesagt werden. Dasselbe gilt für die regelmäßig Ende des Jahres stattfindende Mitgliederversammlung. „Ihr könnt mir glauben, ich habe mir mein erstes Jahr als Vorsitzender des Imkervereins auch anders vorgestellt“, schreibt Gietl. Immerhin die samstägliche Treffen am Drohnenplatz wurden, soweit möglich, fortgesetzt. Mit Maske und Abstand, aber zumindest konnte hier ein reger Austausch stattfinden, und so konnte zumindest ein wenig Vereinsleben erhalten werden.

Mit dem TÜV als neuen Nachbarn konnte sich der Imkerverein einvernehmlich einigen: Der Platz für das Imkerfest, das 2021 wieder stattfinden soll, wurde hergerichtet. Die vereinseigenen Gebäude wurden innen und außen gereinigt und auf Hochglanz gebracht – alles in eigener Anstrengung.

Die Pflege der Bienenweide, der „Obstwiese“ und des angrenzenden Waldstücks trugen ebenfalls dazu bei, dass der Lehrbienenstand nach wie vor einer zum „Herzeigen“ ist. Auch war es gelungen, wieder ein Zuchtvolk zu beschaffen, wenn auch dessen Königin vielleicht nicht so wollte, wie die Imker erwartet hatten. „Wir probiern’s dann halt im nächsten Jahr wieder“, meint Gietl dazu.

Es ist gelungen, trotz geringster Honigerträge, eine Lieferung an die Firma „Breitsamer“ zusammenzustellen, um auch hier die Geschäftsbeziehung nicht aufs Spiel zu setzen. Gietl bedankte sich bei allen, die ihre wertvolle Freizeit opferten und mitgeholfen haben, dieses nicht immer einfache Jahr 2020 trotz widriger Rahmenbedingungen zu einem weiteren guten Jahr für den Imkerverein Eschenbach werden zu lassen. „Lasst uns daher positiv in das nächste und neue Bienenjahr schauen. Ich hoffe, dass wir uns im zeitigen Frühjahr zur Jahreshauptversammlung alle wieder persönlich treffen können“, schloss er sein Schreiben.

Bienen schwärmen trotz Corona-Beschränkung

Eschenbach
Vor genau 30 Jahren haben die Imker ihren Lehrbienenstand eingeweiht, seit-dem werden hier Jungimker ausgebildet und auf dem Drohnenplatz geplaudert. Jetzt herrscht gähnende Leere. Wann kehrt wieder Leben ein, fragen sich die Bienenzüchter.
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