26.07.2020 - 13:32 Uhr
EschenbachOberpfalz

Abschlussfeier an der Markus-Gottwalt-Schule: Belohnung für eine ganz besondere Reise

Sie sind an der "Endstation" angekommen: Mit tollen Zugführern erreichen alle Schüler des M-Zugs der Markus-Gottwalt-Schule (MGS) das angepeilte Ziel der Mittleren Reife.

Rektor Wolfgang Bodensteiner (links), Bürgermeister Marcus Gradl und Lehrerin Magdalena Kita (vorne, von rechts) gratulieren Jana Reifenberger und Maria Malgina sowie (hinten, von links) Uli Haßmann, Marius Ohnemüller, Dennis Münz und Fabian Mirwald zu Einser-Abschlüssen am M-Zweig der Markus-Gottwalt-Schule.
von Walther HermannProfil

Frohe und am Ende ausgelassene Stimmung herrschte bei der Verabschiedung der Entlassschüler des M-Zweigs der Markus-Gottwalt-Mittelschule (MGS). Fand der Wortgottesdienst wegen Corona im Hof der Schule statt, so hatte Rektor Wolfgang Bodensteiner einen begrenzten Teilnehmerkreis in der Mittagszeit zur Zeugnisübergabe in die Aula geladen. Trotzdem sprach er von einer frohen und glücklichen gemeinsamen Feier und stellte einen besonderen Bezug her: Vor vier Jahren begann für die Absolventen der Unterricht im M-Zug, zugleich übernahm Bodensteiner die Leitung der MGS. Himmlische und irdische Vertreter, Elternbeirat und Lehrkräfte betrachtete er als Ehrengäste der Absolventen.

„Die Fahrt ist zu Ende“, bescheinigte der Schulleiter den Jugendlichen und sprach von einer weithin unbekannten Strecke mit festem Zielbahnhof. In den Stationen der vierjährigen Reise sah er Tage der Berufsorientierung und des Praktikums, während die Waggons auch abgekoppelt worden seien, um auf Nebengleisen Wirtschaft, Soziales oder Technik zu entdecken. Bodensteiner räumte ein, dass es bisweilen auch beschwerlich gewesen sei, „weil so ein Zug auch Anforderungen an seine Mitfahrer stellt“, und räumte ein: „An manchen Tagen hat’s richtig geruckelt, weil es vielleicht steil bergauf ging.“

Da alle gut am Zielbahnhof angekommen sind, sagte er den Zugführerinnen – jeweils zwei Jahre Anja Bräu und Magdalena Kita – Dank, die den Zug immer auf dem Gleis gehalten hätten. Die Urkunde als Belohnung für eine ganz besondere Reise nannte der Rektor Zeugnis, auf der ganz oben der Abfahrts- und auch der Zielbahnhof steht: Markus-Gottwalt-Schule. Deren Anfangsbuchstaben interpretierte er auf die Schüler übertragen mit den Worten "mutig, gescheit, selbstbewusst".

Überrascht und dankbar zeigte sich Bürgermeister Marcus Gradl über den Besuch von drei Schülern im Rathaus, die ihm die Einladung zur Abschlussfeier überbracht hatten. Er wünschte den Absolventen einen erfolgreichen Weiterflug zum künftigen Berufs- oder ergänzendem Schulleben. Elternbeiratsvorsitzende Marion Kraus zitierte Martin Luther mit den Worten „Die Welt ist voller Wunder“ und hielt eines für bemerkenswert: „Kein Schüler ist ohne Abschluss.“ Sie bescheinigte den Jugendlichen, die Prüfung in Corona-Zeiten bravourös gemeistert zu haben.

Von „zwei gemeinsamen, wunderschönen Jahren“ sprach Magdalena Kita und hielt mit einer Präsentation Rückblick auf besondere Stationen der Bildungsreise, zu der vor zwei Jahren auch der Auftrag an die Schüler gehörte: „Schreibe an dein zukünftiges Ich einen Brief.“ Überaus überrascht zeigten sich die Absolventen, als ihnen Kita die noch verschlossenen Briefe nun zustellte.

Mit dem Bekenntnis „Wir haben Spaß gehabt, waren Kinder und Erwachsene, und waren eine kleine Familie“ gab die Zugführerin Einblick in einen Teil des Schulalltags und zeigte sich stolz über das gemeinsam Erreichte. „Erobert euch neue Wege, lernt dabei auch Menschen kennen, die alles besser wissen, und benutzt stets den eigenen Verstand“, gab sie den Absolventen als Reiseproviant für den weiteren Lebensweg mit.

Nach der Zeugnisverteilung an die Schüler der M9 und der M10 ließen die Klassensprecher Luca Meier und Dennis Münz aus Schülerperspektive die M-Zug-Zeit vom relativ entspannten ersten Jahr über die prägenden und entscheidenden "Kita-Jahre" bis zum Corona-Online-Unterricht Revue passieren. „Dann war’s geschafft an dieser geilen Schule mit Familien-Feeling“, lautete ihr Resümee.

Das spektakuläre Ende der Abschlussfeier bildete ein "Überfall" der Schüler mit Schusseffekten, Toilettenpapier, Herzkonfetti und Schulaufgabenblättern. Er endete auf dem Schulhof mit der Übergabe von Präsenten an Lehrkräfte und Schulpersonal. In der Aula lud Bodensteiner zum Umtrunk.

Die M10-Klasse beendeten sechs Schüler mit einem Einser-Abschluss: Uli Haßmann (1,1), Jana Reifenberger (1,4), Maria Malgina, Dennis Münz, Marius Ohnemüller (alle 1,5), und Fabian Mirwald (1,9).

In der Aula der MGS harren Absolventen und Eltern auf die Vergabe der begehrten Reifezeugnisse.

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