08.04.2020 - 09:13 Uhr
EschenbachOberpfalz

Ausbau der Jahnstraße: Ende in Sicht

Es klingt nahezu wie eine österliche Frohbotschaft. Der Ausbau der Jahnstraße steht kurz vor seinem Abschluss. Das Ende der Straßensperre naht.

An der Böschung zum Gymnasium hin (rechts) wird auf Wunsch des Eschenbacher Stadtrats ein mit L-Steinen gesicherter Fußweg angelegt.
von Walther HermannProfil

Der Startschuss für das Großprojekt der Kommune fiel am 18. März 2019. Seit Jahrzehnten war die ursprünglich als Wohnstraße konzipierte Jahnstraße insbesondere durch den zunehmenden Schulbusverkehr erheblichen Belastungen ausgesetzt. Fahrbahnrisse und Brüche der Bitumendecke waren nicht ausgeblieben. So zeigten sich die Stadträte überrascht, als ihnen Diplomingenieur Hannes Oberndorfer bei einer vorbereitenden Sitzung berichtete, dass nach einer Verkehrszählung die Jahnstraße täglich von 81 Linienbussen, 20 privaten Bussen, 25 landwirtschaftlichen Fahrzeugen und 25 Lastwagen befahren wird.

Der Komplettausbau des 634 Meter langen Straßenzuges zwischen ehemaliger Volksschule II und Zufahrt zum Krummen Weg mit einer Breite von 6,50 Meter erfolgte in drei Bauabschnitten. Planer und Stadt kamen damit den Anliegern entgegen. Da sich während der Bauphase erforderliche Ergänzungsarbeiten an und in den Verbindungsstraßen zum Krummen Weg ergaben, war der Termin der Fertigstellung zur Winterpause nicht einzuhalten. „Auch vor Markus-Gottwalt-Schule und Förderschule ergaben sich diverse zusätzliche Arbeiten erst während der Bauphase“, räumt Oberndorfer ein. Zum Teil stillgelegt und erneuert musste zudem ein alter Kanal werden, der in Zeiten der Wohnbebauung vermutlich in Eigenleistung auf Privatgrund zwischen Jahnstraße und Krummen Weg verlegt worden war.

Erhöhten Arbeits- und Zeitaufwand erfordern die derzeitigen Arbeiten im Einmündungsbereich Krummer Weg. Hier spricht Oberndorfer von „erheblichem Aufwand“. Bereits eingebracht sind die Leitungen für Wasser, Kanal und Gas. Noch nicht abgeschlossen sind verschiedene Kabelarbeiten. Auf Wunsch der Stadt erhält die Nordseite der Jahnstraße einen Fußweg. Dieser fehlte bisher. Dazu wird die Böschung südlich der Parkplätze des Gymnasiums etwas abgetragen und mit L-Steinen gesichert. Mit dieser Maßnahme entsteht ein durchgehender Fußweg bis zu Mehrzweckhalle und Sportanlage.

Zum bevorstehenden Ausbau der etwa 180 Meter langen Dr.-Friedrich-Arnold-Straße gehört ebenfalls die Erneuerung der gesamten Infrastruktur mit Wasser, Kanal und Glasfaser. „Gas- und Telekom-Anschlüsse sind zum Großteil bereits vorhanden“, versichert Oberndorfer. Grundlegend ändern wird sich die Nutzung von Straße und der zum Gymnasium gehörenden Parkplätze. „Die bisherigen Randsteine entfallen und das gesamte Areal wird ein verkehrsberuhigter Bereich mit gleichrangiger Behandlung aller Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger und Kraftfahrzeuge“, kündigt der Planer an. Parken wird nur in ausgewiesenen Flächen erlaubt sein. Im Zugangsbereich zur Schwimmhalle gilt es 165 Quadratmeter Pflaster auszuwechseln. Oberndorfer geht davon aus, dass die Arbeiten am Gesamtprojekt bis Juni abgeschlossen werden.

Seine im Dezember 2017 veranschlagten Gesamtkosten von 2,748 Millionen Euro dürften wohl überschritten werden. Bereits bei der Verabschiedung des Haushalts 2019 am 28. Mai 2019 war von 2,982 Millionen Euro ausgegangen worden. Diese Investition und weitere Maßnahmen, die den Vermögenshalts auf 10,144 Millionen Euro ansteigen ließen, eine Zunahme von 155,65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, kommentierte Kämmerer Karl Stopfer mit den Worten: „Die Investitionsschwerpunkte liegen wie in den Vorjahren in der Sicherung der Daseinsvorsorge der Bevölkerung und der Fortentwicklung der Stadt.“

"Erhöhten Arbeitsaufwand" meint Hannes Oberndorfer zum Ausbau der Jahnstraße im Bereich der Einmündung des Krummen Wegs.
Für den künftigen Fußweg sind bereits L-Steine angeliefert.
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