29.07.2020 - 12:12 Uhr
EschenbachOberpfalz

Bald Minigolferlebnis möglich

Die Bauarbeiten laufen bereits: Auf der Freifläche vor der Freizeitanlage Rußweiher entsteht eine "Adventure-Golfanlage". Gerechnet wird mit vier Monaten Bauzeit.

Für die Gestaltung der Adventure-Golfanlage liegt bereits ein reichhaltiges Sortiment an Baumaterial bereit.
von Walther HermannProfil

„Der Bau der 'Adventure-Golfanlage' hat begonnen.“ Darüber informierte Bürgermeister Marcus Gradl in der Sitzung des Stadtrats in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule Gremium und Zuhörer.

In seiner Sitzung am 29. November 2018 hatte sich der Stadtrat eingehend mit den Wünschen der Fraktionen von SPD und FW nach einem Minigolf-Erlebnis auf der Freifläche vor der Freizeitanlage Rußweiher befasst. Diese solle ein Alleinstellungsmerkmal für Eschenbach darstellen, meinten die Antragsteller. Die Anlage, die die Möglichkeit bietet, auf neue, abenteuerliche Art Minigolf zu spielen, fand damals auch Zustimmung bei der CSU: Marcus Gradl wertete die Anlage als „gute Idee, die Leute anlockt“, und Reinhard Wiesent erklärte: „Wenn wir attraktiv werden wollen, müssen wir dran bleiben.“

Der Stadtrat stimmte schließlich der Aufnahme von Planungen, einschließlich der Beantragung von Fördermitteln aus dem Leader-Programm, zu und nannte bereits eine Zeitschiene für die anstehenden Arbeiten: 2019 Planung mit Antragstellung auf Förderung und Genehmigungsverfahren, 2020 Bau der Anlage – Zeitbedarf rund vier Monate – und Inbetriebnahme im selben Jahr.

SPD-Sprecher Thomas Ott nahm kürzliche Veranstaltungen wie den Vortragsabend des Heimatvereins beim "Taubnschuster" mit Corona-Abständen zum Anlass, sich kritisch zu Bühnen-Veranstaltungen im Rußweiher-Freibad zu äußern, wo nach Medienberichten „ein riesiger Publikumsandrang“ geherrscht haben solle. Er sprach von angeblich engen Kontakten und rief dazu, künftig das bestehende Hygienekonzept zu beachten.

Ott erhielt umgehend Widerspruch von Marcus Gradl. Der Bürgermeister sprach von getroffenen Vorsorgemaßnahmen, vom Beachten der Abstände und vom Einhalten bestehender Richtlinien. Er zeigte sich verärgert darüber, „etwas madig zu reden“.

Für den 10. September kündigte Gradl den Auftritt von Stephan Zinner an, einem Mitglied der bayerischen Kabarettszene, der bereits vor geraumer Zeit vom ehemaligen Kulturbeauftragten Matthias Haberberger vorbereitet worden war. Die Veranstaltung musste corona-bedingt verschoben werden. Da für den selben Tag eine Sitzung des Stadtrats vorgesehen war, wird sich dieser bereits am 9. September treffen.

Einen Straßenausbauplan mit Prioritätenliste wünscht sich die SPD-Fraktion im Stadtrat. Ihr Antrag betrifft insbesondere Straßen in Siedlungen und im Gewerbegebiet. Die Räte waren sich einig, dass bei Straßensanierungen künftig große Summen zu stemmen und Ausbauwünsche stets vorhanden seien. Auf die Kommunen komme dabei eine „gewaltige Mehrbelastung“ zu, insbesondere dann, wenn neben Straßenbau- auch Wasser- und Kanalarbeiten anstehen. Erforderlich sei daher eine solide Finanzplanung.

Vor diesem Hintergrund ging Thomas Ott auf den Antrag der SPD ein und forderte eine Ausbauplanung mit Kostenschätzung und Priorisierung für den Zeitraum 2020 bis 2032. Finanzplanerisch wäre dies eine große Erleichterung.

„Mit diesem Thema haben wir uns bereits des Öfteren befasst“, wusste Thomas Riedl. Der FW-Sprecher sprach von Vorschlägen, die an alle Fraktionen gegangen waren, und bedauerte: „Aber nichts ist geschehen.“ Er hielt den Zeitraum von zwölf Jahren als zu weit gegriffen und regte Alternativmaßnahmen an, wie vor einigen Jahren in der Tachauer Straße.

Peter Lehr unterstützte die Forderung seines Fraktionssprechers Thomas Ott nach einer Liste, aus der zu entnehmen ist, welche Straßenzüge vorrangig sind. Die Anlieger sollten wissen, „wann ihre Straße dran ist“.

Seitens der ÜCW wollte Andreas Hermann wissen, wann bereits eine Ausbauplanung angedacht war, während Jürgen Schäffler eine Prioritätenliste nicht ablehnte, es jedoch kritisch sah, sich zeitlich unter Druck zu setzen. Ähnlich äußerte sich Klaus Lehl, der mit Blick auf die erfolgten Straßensanierungen der vergangenen Jahre zuerst Kostenschätzungen für dafür anstehende Straßen forderte. In einem nächsten Schritt sei festzulegen, „wann ist was zu machen“.

Für dritten Bürgermeister Udo Müller hat sich nach der neuen Rechtslage auch eine neue Situation ergeben: „Bei erkennbaren Überlegungen der Kommune zum Straßenausbau haben die Bürger aus Kostengründen bisher einen Ausbau für nicht erforderlich gehalten. Dies ist jetzt anders.“

Bürgermeister Marcus Gradl beendete die Aussprache mit der Ankündigung zur Erarbeitung von Prioritäten unter Einbindung eines Fachplaners. Dann soll das Thema erneut auf die Tagesordnung einer Stadtratssitzung kommen.

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