Rhythmische Klänge und fein abgestimmte Wechsel zwischen den Registern von Trompeten, Posaunen und Saxofonen, getragen von einer Rhythmusgruppe, garantierten nahezu 400 Freunden von Rock-, Funk-, Dixie-, Swing- und Tangoklängen – darunter Bürgermeister, Pfarrer und ehemalige Musikerkollegen – ein schwungvolles und viel bejubeltes Musikerlebnis. Für das gelungene Klangbild gab es drei Gründe. Das Programm umfasste zahleiche Stilrichtungen. Jeder Besucher fand seine Lieblingsmelodie. Bandleader Markus König ging es weniger um neue Titel, sondern vielmehr um die Perfektionierung der jeweiligen Stilelemente. Es swingte und groovte. Schließlich war es Sängerin Nicole Freundl, die mit einer großen Portion Eigendynamik in ihrer Stimme stilgerecht sowohl einfühlsame Titel wie „Blue Moon“ und „Don‘t know why“ oder fetzige Songs wie „Straighten up and fly right“ und „Route 66“ zur Geltung brachte und die fröhliche Grundstimmung verstärkte. Fast sphärisch klang bei untergehender Sonne ihr Song „Feeling good“, der 1964 von den englischen Komponisten und Songwritern Anthony Newley und Leslie Bricusse für das Musical „The Roar oft he Greasepaint geschrieben wurde.
Spielfreudig und dem Dirigat von Markus König folgend verstand es die Band die tragenden Elemente der rhythmischen Jazzmusik in Szene zu setzen. Selbstbewusst vorgetragene Soli bei vielen instrumentalen Titeln wie „Sentimental Journey“, „Watermelon Man“, „Basin Street Blues“, „Don’t get around much anymore“ oder „C-Jam Blues“ sorgten immer wieder für spontanen Applaus. Vier verstorbenen ehemaligen Bandmitgliedern widmeten die spielfreudigen Laienmusiker das im Jahr 2001 vom irisch-norwegischen Musikduo Secret Garten veröffentlichte „You raise me up“.
Dem Senior der Bigband, Heiner Kohl, blieb es überlassen, dem Publikum für ihr Kommen und ihre Spendenfreudigkeit, dem Serviceteam um Florian Meier für die lukullische Bewirtung und Dr. Georg Bayerl für die gesamte Technik zu danken. Ein besonderes musikalisches Schmankerl der Band galt Markus König für dessen 25-jähriges Dirigat. Mit zwei selbstgestrickten Texten zu den Melodien „Sentimental Journey“ und „Du hast so wunderschöne blaue Augen“ dankte ihm die Bigband für sein Wirken. Zum Ende hieß es: „Lass nicht wanken die Geduld, bleib Chef am Dirigentenpult!“ Eine Überraschung hatte die Band auch für ihren umtriebigen Senior und Gründungsmitglied Heiner Kohl parat: eine Bildkollage „25 Jahre Bigband“ und ein Weißbierglas mit Gravur. Nach 25 bisher gehörten Titeln erklatschte sich das frohgelaunte Publikum die erhoffte und auch erwartete Zugabe: „Tequila“.
















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