Eschenbach
13.10.2019 - 12:05 Uhr

Blaualgen sollen mit Obersee-Wasser abfließen

Der Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ in der Sitzung des Eschenbacher Stadtrats gleicht einer Fragestunde. Marcus Gradl will beispielsweise wissen: „Hat sich am Bestand der Blaualgen im Rußweiher etwas verändert?“

Bürgermeister Peter Lehr verwies daraufhin auf die letzte Messung, bei der sogar noch eine Zunahme der Algen festgestellt worden sei. Er kündigte eine weitere Messung nach Durchlauf des Obersee-Wassers an. Gradl fragte auch nach, wann die angekündigte Anliegerversammlung mit den Bewohnern des Ortsbereichs Stirnberg stattfinden soll. Lehr begründete die Verschiebung mit Terminen des Fachplaners, auf die die Stadt keinen Einfluss habe und daher auch ein Beginn der Arbeiten nicht vorhersehbar sei. Als sich Gradl als vorübergehende Maßnahme für „Sandhaufen, Kinderschaukel und Sitzgelegenheit“ aussprach, lehnte Lehr dies mit der Begründung ab, dass auch Spielgeräte in die Förderung einfließen sollen und daher vor Ergehen eines Bewilligungsbescheides keine Anschaffungen erfolgen dürften. Ebenso habe er bei Arbeiten an Pappenberger Weg und Stirnbergstraße „auf die Bremse getreten“. Auch wenn die Straßenausbaubeiträge abgeschafft sind, würden die Anlieger in diesem Fall beitragspflichtig bleiben, wenn die Maßnahme vor dem Jahr 2021 fertiggestellt werde. Lehr sah darin eine „Härte, die ich den Anliegern nicht verkaufen kann“. Nach einer weiteren Frage Gradls bekräftigte Lehr mit Nachdruck, dass nicht alles, was sich die Bürger wünschen, finanzierbar sei, die Stadt eine „sorgfältige Haushaltsplanung betreibt und die Rücklagen nicht unnötig beanspruchen wird“.

Von Anliegern der Gerhart-Hauptmann-Straße wusste Thomas Ott, dass sie Interesse an einem Gasanschluss haben. Seine Frage lautete daher: „Was ist möglich?“ In einer Gegenfrage wollte Lehr die Anzahl der Interessen wissen. Er wusste, dass das Bayernwerk nur dann tätig werde, wenn eine „gewisse Menge an Interessenten“ einen Anschluss wünsche. Der Bürgermeister kündigte jedoch eine Kontaktaufnahme mit dem Bayernwerk an. Als Ott noch Klagen über erhöhte Geschwindigkeiten in der Zinkenbaumstraße weitergab, sicherte er das Anbringen einer städtischen Messanlage zu.

Die „mangelhafte Ausleuchtung“ des Verbindungswegs zwischen Rosenweg und Sommerleitenweg mahnte Franz Fuchs an. Peter Lehr wusste bereits von der schwachen Leistung der dortigen Solarzellen und informierte über ein laufendes Angebotsverfahren. Thomas Riedl fragte erneut wegen der Schließung der AOK-Dienststelle nach. Lehr verwies dazu auf eine Nachricht des AOK-Leiters Weiden, wonach die Dienststelle in Eschenbach „krankheitsbedingt nur vorübergehend geschlossen ist“.

Ausdrücklich dankte der Bürgermeister noch für das Verständnis, das die Anlieger der Jahnstraße für die laufenden Bauarbeiten zeigen. Der Firma Markgraf bescheinigte er hervorragende Arbeit. Gleichzeitig versicherte er, dass die momentane Verkehrsregelung beim Gymnasium mit Polizei und betroffenen Omnibusunternehmen abgesprochen ist und sprach von einer „angenehmen Zusammenarbeit“.

 
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