09.08.2018 - 09:15 Uhr
EschenbachOberpfalz

Brandheißer Tag

Alarm auf dem Gelände eines Eschenbacher Busunternehmens: Ein Fahrzeug geht in Flammen auf und brennt komplett aus. Warum, ist bisher unklar.

Vom Bus blieb nicht mehr viel übrig.
von Jürgen MaschingProfil

(jma) Mittwochabend, kurz nach 23 Uhr: Ein Anwohner in der Pressather Straße wurde von seinem Rauchmelder aufgeschreckt. Er bemerkte jedoch keinen Rauch in seinem Haus, sondern ein Feuer auf dem nahe gelegenen Betriebsgelände eines Omnibusunternehmens. Die anrückende Feuerwehr aus Eschenbach entdeckte schließlich auf dem Hof einen Bus, der in Flammen stand. Weil das Gelände verschlossen war, mussten die Floriansjünger über den Zaun steigen, um an den Brandherd zu gelangen.

Mehrere Atemschutztrupps waren notwendig, um das Feuer zu bekämpfen. Wegen der erhöhten Brandstufe unterstützten Kameraden aus Tremmersdorf und Speichersdorf die Eschenbacher Wehr. Nachdem die Flammen gelöscht waren, wurden die Glutnester im Bus bekämpft. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei stand das Fahrzeug schon längere Zeit still und wurde nicht benutzt. Der Schaden dürfte nach Angaben der Polizei bei etwa 4000 Euro liegen. Warum der Bus in Flammen aufging, konnten die Beamten am Donnerstag noch nicht sagen. Sie gehen jedoch zunächst von zu heißen Temperaturen oder einem technischen Defekt aus.

Neben den Feuerwehren, die mit rund 50 Helfern im Einsatz an der Brandstelle waren, stand auch das BRK zur Absicherung bereit. Kreisbrandrat Marco Saller sowie die Kreisbrandmeister Reiner Kopp und Jürgen Haider waren ebenfalls vor Ort.

Ähnliches Szenario, nur vier Stunden früher: Im Eschenbacher Industriegebiet, nahe des Betriebsgeländes desselben Busunternehmens, brannte es an dem Tag schon einmal. Etwa 200 Quadratmeter Wiese standen gegen 18.45 Uhr dort in Flammen.

Und auch dieses Mal waren es aufmerksame Bürger, die das Feuer bemerkten und einen Notruf absetzten. Nachdem Passanten die Leitstelle in Weiden alarmiert hatten, rückte die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und knapp 20 Mann in die Industriestraße aus. Unter Einsatz von drei Strahlrohren wurde das Gebiet gewässert, um zu verhindern, dass sich das Feuer auf dem ausgedörrten Boden weiter ausbreiten konnte.

Wie es zu diesem Brand kam und ob es einen Zusammenhang zu dem zweiten geben könnte, muss die Polizei erst klären. Eines wissen die Beamten aber: Wäre das Feuer nicht rechtzeitig entdeckt worden, hätte es womöglich durch die Nähe zu den Gebäuden und den abgestellten Bussen ein schlimmes Ende genommen. So konnte die Feuerwehr aber nach knapp eineinhalb Stunden wieder abrücken.

Flächenbrand im Eschenbacher Industriegebiet

Eschenbach

Atemschutztrupp im Einsatz.

Einsatzkräfte begutachten den zerstörten Bus.

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