15.01.2021 - 12:02 Uhr
EschenbachOberpfalz

BRK bittet zum Blutspenden in Eschenbach

Krankheiten und Unfälle machen keinen Urlaub – die Blutspender dagegen schon. Das BRK ruft nun dazu auf, diesem Trend entgegenzuwirken und am Dienstag ab 16.30 Uhr ins Sonderpädagogische Förderzentrum Eschenbach zu kommen.

Richard Ficker gehört zu den stillen Helden des Alltags. Mit mehr als 100 Blutspenden gehört er zu den "Dauergästen" der BRK-Bereitschaft Eschenbach und hofft auf viele "Nachahmungstäter".
von Walther HermannProfil

Spendeten am 26. Januar 1988 noch 141 Freiwillige aus Eschenbach und Umgebung Blut, gehen die Zahlen nach Aufzeichnungen der BRK-Bereitschaft Eschenbach seither deutlich zurück. Von 104 am 29. Januar 1991 und 106 am 16. Januar 2001 verminderten sie sich am 18. Januar 2011 sogar auf 88 und am 19. Januar 2016 auf nur noch 83. Am 21. Januar 2020 stiegen sie dagegen entgegen des Trends wieder auf 105 Blutspender an. Die Bereitschaftsleiter Marina Bernhardt und Rudolf Morgenstern appellieren daher an Jung und Alt (vom 18. bis zum 73. Geburtstag), sich am Dienstag, 19. Januar, erneut auf den Weg nach Eschenbach zu machen, um Blut, das bereits Johann Wolfgang von Goethe als „ganz besonderen Saft“ bezeichnete, zu spenden. Denn allein in Bayern würden täglich etwa 2000 Blutkonserven benötigt.

Ein Hektoliter Blut kam 2018 in Kemnath beim Spendentermin zusammen

Wichtig ist den Organisatoren außerdem der Hinweis, dass man sich als Blutspender in Zusammenarbeit mit der AKB auch als Stammzellenspender registrieren lassen kann. Zur Registrierung werde lediglich ein Blutröhrchen zusätzlich abgenommen.

Markus Zimmermann, verantwortlich für Blutspende-Aktionen im BRK-Kreisverband Weiden-Neustadt/WN, verweist zudem darauf, dass zur Blutspende unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein im Original) und der Blutspendeausweis mitzubringen sind. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus-Erkrankten müssen daheim bleiben. Bei allen angebotenen Terminen besteht Maskenpflicht, betont Zimmermann. Für Spender ist die Tür zum Eschenbacher Schulgebäude am Dienstag von 16.30 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Sollte sich ein Spender jedoch wegen einer möglichen längeren Wartezeit voraussichtlich nach 21 Uhr noch auf dem Heimweg befinden, kann er sich eine Bestätigung ausstellen lassen, mit der die Fahrt trotz Ausgangssperre erlaubt wird.

Zum weiteren „Werdegang“ des beim Spendetermin erhaltenen Blutes informiert Zimmermann: „Der Transport der Blutspenden erfolgt nach Wiesentheid bei Würzburg, wo das Blut innerhalb von 24 Stunden auf Krankheiten geprüft wird. Danach werden zunächst die Leukozyten, die weißen Blutkörperchen, herausgefiltert. Im eigenen Körper bekämpfen diese zwar Krankheitserreger, in fremden Körpern können sie aber Probleme verursachen. Aus einer Spende gewinnt der Blutspendedienst schließlich drei Präparate. Eine Zentrifuge trennt das Plasma von Thrombozyten und Erythrozyten. So bekommt jeder Patient genau das Blutpräparat, das er braucht. Nun ist das Blut 42 Tage haltbar.“

Der Blutspendedienst (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes wurde 1953 mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Mit seinen circa 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4400 mobile und 1100 stationäre Blutspendetermine.

 

 

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