04.03.2021 - 11:45 Uhr
EschenbachOberpfalz

Datenklau per SMS: Eschenbacher Polizei warnt vor Betrugsmasche "Smishing"

Betrüger nutzen immer mehr das veränderte Kaufverhalten in der Coronakrise aus. Weil Vieles online bestellt wird, verschicken Täter SMS mit einem Info-Link zu einer vermeintlichen Paketsendung. Doch damit wollen sie selbst Daten abgreifen.

Betrüger haben das Smartphone immer mehr im Visier.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

"Smishing" heißt die Methode, mit der Täter derzeit besonders versuchen, an sensible Daten eines Opfers heranzukommen. Dabei verschicken die Betrüger SMS oder auch E-Mails, in denen sich ein Link befindet. "Bei der übersandten SMS wird behauptet, dass eine Paketsendung zum Opfer unterwegs sei. Über den im Anhang befindlichen Link könnten die Sendedaten überprüft werden", teilt die Polizeiinspektion Eschenbach in ihrer Pressemitteilung mit. Doch statt Sendedaten abzurufen, installiere man auf seinem Smartphone eine Schadsoftware, welche persönliche Daten auslese. Die SMS werde sogar an Kontakte des Opfers weitergeleitet – im Namen des Opfers.

"Gerade in dieser Zeit wartet heutzutage doch jeder auf ein Pakerl."

Thorsten Fiebiger, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Eschenbach

Bei der Polizeiinspektion in Eschenbach ist bereits ein Fall zur Anzeige gebracht worden, wie Thorsten Fiebiger, stellvertretender Dienststellenleiter, auf Nachfrage mitteilt. Es ging um Datenveränderung. Damit nicht noch mehr Menschen auf diese Betrugsmasche hereinfallen, hat die Polizei ein paar Tipps parat, denn "gerade in dieser Zeit wartet heutzutage doch jeder auf ein Pakerl", sagt Fiebiger.

  • Links aus SMS und E-Mails unbekannter Absender niemals öffnen.
  • Vorsichtig sollte man auch bei SMS und E-Mails von bekannten Absendern sein, denn Betrüger könnten auch im Namen von Behörden oder Online-Shops auftreten.
  • Bei Unsicherheit den Anbieter telefonisch oder persönlich kontaktieren.
  • Persönliche Daten wie Passwörter, Kreditkarten- oder Transaktionsnummern nicht per SMS, E-Mail oder telefonisch angeben.
  • Die Polizei rät dazu, sich stets auszuloggen.
  • Den Saldo des Bankkontos im Blick haben, um auf unbefugte Abbuchungen schnell reagieren zu können.
  • Auf eine aktuelle Antivirus-Software und eine aktive Firewall achten.

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