12.07.2020 - 09:10 Uhr
EschenbachOberpfalz

Einsatz von Schlammlöser im Rußweiher beschäftigt auch Experten

Experten eines Fachmagazins haben sich mit der Einbringung des Schlammlösers in den Rußweiher bei Eschenbach beschäftigt. Ihrer Ansicht nach hat der Einsatz den Zweck erfüllt und habe bisher keine Auswirkungen auf das Ökosystem.

Entgegen der Bedenken leiden die See- und Teichrosenbestände am Rußweiher bisher nicht unter dem Einsatz des Schlammlösers.
von Walther HermannProfil

Was haben der Mühlenteich in Niedersachsen, ein Flachsee in der chinesischen Provinz Yunnan und der Rußweiher in Eschenbach gemeinsam? Sie alle sind mit einem speziellen Gemisch behandelt worden. Dieses nährstofffreie Stoffgemisch enthält aerobe Mikroben und gibt über längere Zeit hinweg molekularen Sauerstoff ab. Beim Rußweiher sollte es den Schlamm beseitigen.

Schlammlöser wird in den Rußweiher eingebracht

Eschenbach

Das Fachmagazin "Wasserwirtschaft" beschäftigte sich nun mit dem Einsatz des Schlammlösers "SchlixXPlus" und betrachteten dafür auch die Behandlung in Eschenbach. In einer Machbarkeitsstudie von Dr. Kai-Uwe Ulrich aus Dresden, Alice Rau von der Landestalsperrenverwaltung Oberes Elbtal und Diplom-Chemiker Thomas Willuweit aus Hof wird über den biochemisch stimulierten Schlammabbau in Flachseen berichtet. Den Untersuchungen am Rußweiher lag die zweitägige Kur vom April 2019 zugrunde, bei der 16,9 von 27 Hektar der Sedimentoberfläche mit 7,5 Tonnen der Substanz behandelt wurden.

Zum Ergebnis im Rußweiher wird von einer Gesamtvolumen-Abnahme von 11.700 Kubikmeter Sediment auf einer Messfläche von 70.000 Quadratmeter berichtet und davon ausgegangen: „Unter Berücksichtigung der gemessenen Sedimentationsrate von TR (Trockenrückstand) betrug der durchschnittliche Rückgang an Sedimentmächtigkeit 22 +- 2 Zentimeter.“ In ihrem Fazit stellen sie unter anderen fest, dass unerwünschte Auswirkungen auf die Seeökosysteme nicht beobachtet wurden. Das hatte zuvor auch die Naturschutzbehörde des Landratsamts befürchtet.

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