In der vergangenen Woche lockte mit dem jahrhundertealten Stauderhof erneut ein Bergbauernhof im Pragser Tal. Bereits während der Anreise fielen Stichwörter wie Plattkofel, Rosengarten, Piz Boe, Peitlerkofel, Latemar, Sassongher, Col di Lana, Piskiadu oder Drei Zinnnen. Erinnerungsphilosophie machte sich breit. Als grandiose Felsarenen ließen die Sextener Dolomiten die Herzen höher schlagen. Vom Kreuzbergpass aus, der Wasserscheide Adria/Schwarzes Meer, vermittelten erste exponierte Felspassagen unterhalb des Elferkofels vorbereitende Bergerlebnisse. Die Dolomitenfreuden steigerten sich während einer aussichtsreichen Gipfeltour zum Knieberg, einem Aussichtsberg zwischen Sexten und dem Comileco. Die Fernsicht reichte bis zu Großvenediger und Großglockner in Österreich. Die Stille der Bergwelt wurde nur von Warnrufen der Murmeltiere unterbrochen. Beeindruckend sind die rot schimmernden Hänge der Almregion. Die Alpenrosen befinden sich in voller Blüte. Bei dieser und bei den folgenden Touren konnten teilweise nicht nur ehemalige Kriegswege genutzt werden. Wiederholt „stolperte“ die Wandergruppe auch über Relikte des Ersten Weltkrieges und der folgenden Jahrzehnte. Auffällig waren besonders Anlagen der Sperrgruppe Kreuzberg-Sattel, die nach der Machtübernahme Mussolinis von 1925 bis 1940 als Befestigungen des „Vallo Alpino“ gegen Österreich angelegt wurden. Am Knieberg durchliefen die Reservisten noch Reste italienischer Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg. Als ortsbildprägend wirkte das Fort Mitterberg bei Moos, das die Österreicher bereits Ende des 19. Jahrhunderts errichtet hatten. Zu Schauwanderungen wurden Touren im Bereich des Karnischen Höhenweges. Die Sextener Dolomiten mit Rotwand, Dreischusterspitze und Haunold wirkten wie grandiose Felskulissen. In den angesteuerten Berghütten lockten stets flüssige und feste Südtiroler Gaumengenüsse.
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