Eschenbach
14.08.2018 - 16:05 Uhr

Erst Glasschleif, dann Burgruine

Außergewöhnliche Aktivitäten gehören bei der Waldjugend nahezu zur Normalität. Ob Kanutour auf der Vils oder Bergfreizeit mit Arbeitseinsatz am Wetterstein: Den "Sonderangeboten" der Horstleitung sind keine Grenzen gesetzt.

Beim Forsteinsatz während des Zeltlagers machte die Waldjugend den Glasschleifweg wieder besser begehbar. rn
Beim Forsteinsatz während des Zeltlagers machte die Waldjugend den Glasschleifweg wieder besser begehbar.

(rn) Das jüngste Ziel der von Walter Seltmann und Hermann Schmidt betreuten Waldläufer war die Glasschleife Pullenreuth, eine ehemals gewerbliche Ansiedlung inmitten einer Rodungsinsel am Nordhang des Steinwaldes. Die Einladung, dort ein Zeltlager mit kleinen Forsteinsätzen abzuhalten, war von Norbert Reger, dem Vorsitzenden der Gesellschaft Steinwaldia, gekommen.

13 Teilnehmer zeigten sich erfreut, auf der idyllischen Wiese vor der Glasschleife ein Zeltlager errichten zu können. Der dabei übliche Waldeinsatz bestand darin, den Glasschleifweg mit dem daneben verlaufenden ehemaligen Bachbett frei zu schneiden, damit dieses wieder sichtbar und der Weg besser begehbar wird.

Zur Abkühlung nach getaner Arbeit ging es in den mit Grund- und Oberflächenwasser gefüllten ehemaligen Steinbruch. Er diente während des Zeltlagers als Freibad mit Abenteuer-Sprungplattform.

Auf einen weiteren Teil des Forsteinsatzes hatten sich die Waldläufer in Gruppenstunden vorbereitet und dabei Dekorationsobjekte geschaffen. Einen Pfad durch den bereits angelegten "Geisterwald" schmückten die Kinder und Jugendlichen mit eigenen Kunstwerken, die zum Teil auch noch vor Ort zusätzlich angefertigt wurden. Auch den Zugang zum Glasschleifweg ziert nun ein neues Hinweisschild aus der Werkstatt der Eschenbacher.

Das Engagement der Waldjugend honorierte Steinwaldia-Vorsitzender Norbert Reger mit Informationen zur Historie der Glasschleif. Bei einem Rundgang durch die ehemalige Betriebsstätte erfuhren die Waldläufer viel über deren einstige Bedeutung und die handwerklichen Arbeitsabläufe.

Abschließendes Erlebnis war der Ausflug zur nahe gelegenen Burgruine Weißenstein. Sie war während der Berufszeit Regers als Förster von Schutt befreit und wieder zugänglich gemacht worden.

"In ihrer Pracht ist sie zu einem Wahrzeichen der Region geworden", hob der Vorsitzende hervor. Die Waldläufer nahmen gerne seine Einladung an, im nächsten Jahr dort ein Forsteinsatzlager zu veranstalten. Ziel wird es dann sein, die Burgruine vom Bewuchs zu befreien.

Dekoration im "Geisterwald". rn
Dekoration im "Geisterwald".
Die Teilnahmer am Waldjugend-Zeltlager an der Glasschleif bei Pullenreuth. rn
Die Teilnahmer am Waldjugend-Zeltlager an der Glasschleif bei Pullenreuth.
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