07.07.2020 - 10:23 Uhr
EschenbachOberpfalz

Eschenbach: Großbaustelle altes Landratsamt

Der "Koloss von Eschenbach" soll dem Karlsplatz zusätzlichen Glanz verleihen. Es ist eines der größten Hochbauprojekte des Landkreises. Bei einem Ortstermin lässt sich die CSU-Kreistagsfraktion über den Baufortschritt informieren.

Von Kreisbaumeister Werner Kraus und Sachgebietsleiter Hochbau Heribert Eckl lässt sich die CSU-Kreistagsfraktion über die Baufortschritte im alten Landratsamt Eschenbach informieren.
von Robert DotzauerProfil

Das alte Landratsamt gehört zwar dem Staat, aber die Verpflichtung zum Bauunterhalt während der Nutzungsphase obliegt dem Landkreis. Eine kostspielige Angelegenheit, das alte Gemäuer wieder auf Vordermann zu bringen. Immerhin steht der Bau unter Denkmalschutz. In der Bayerischen Denkmalliste heißt es: „Ehemaliges Pflegschloss. Dreigeschossiger Walmdachbau – nach dem Brand von 1670 wiedererrichtet“. Nun nehmen der Landkreis und die Stadt Eschenbach 3,3 Millionen Euro in die Hand, um das historische und stadtbildprägende Gebäude zeitgemäß zu sanieren.

In Anwesenheit von Landrat Andreas Meier informierten Kreisbaumeister Werner Kraus und Sachgebietsleiter Heribert Eckl vom Hochbauamt die Kreistagsfraktion über die Baufortschritte. Bei einem Gang durch die drei Stockwerke des Gebäudes über staubige Treppen, provisorische Schalbretter und Gerüste imponierte die Kreisräte die rege Bautätigkeit. Derzeit ist für viele Handwerker und Bauleute das Projekt eine Großbaustelle. Der Kreisbaumeister räumte ein, dass im Gegensatz zu einem Neubau bei einer Generalsanierung mit vielen Unwägbarkeiten zu rechnen sei. Dennoch seien die Probleme im Haus beherrschbar.

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Barrierefreiheit sicherstellen

Kraus verwies auf die bereits abgeschlossenen Arbeiten am Dachstuhl und bei der Dacheindeckung, erläuterte die Baufortschritte beim Innenausbau und bei der Sanitärerneuerung und zeigte die Baumaßnahmen zur Fertigstellung des Fluchttreppenhauses auf. Dazu zählten auch Hinweise zum Einbau eines Aufzugsschachtes, um künftig die Barrierefreiheit des Gebäudes zu gewährleisten. Weit fortgeschritten sind die Außenarbeiten.

Zum Besichtigungsprogramm gehörte auch der ehemalige Sitzungssaal, der besonders eindrucksvoll an frühere glanzvolle „Regierungszeiten“ erinnerte. Weitere Anmerkungen machte Heribert Eckl. Die Um- und Ausbaupläne sehen vor allem eine Nutzung durch die Kfz-Zulassungsstelle und durch die Volkshochschule vor. Vorübergehend sind beide Einrichtungen im ehemaligen Kreiskrankenhaus untergebracht. Das Haus bietet über 500 Quadratmeter Nutzfläche.

Der Landkreis als Träger der Baumaßnahme rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von etwa 3,3 Millionen Euro. Nachdem sich die Stadt Eschenbach bereit erklärt hat, das Großprojekt zu unterstützen, können auch Mittel aus dem Städtebauprogramm abgerufen werden. Zuschüsse erwarten Fraktionsführer Edgar Knobloch und seine Mannschaft auch vom Bayerischen Entschädigungsfond und vom Bezirk Oberpfalz. Den guten Finanzierungsmix würdigte Eschenbachs Bürgermeister und Kreisrat Marcus Gradl. Der Bürgermeister erinnerte an die Bereitschaft der Stadt, sich mit Fördermitteln aus dem Städtebauförderprogramm an der Gesamtfinanzierung zu beteiligen. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten rechnet Kreisbaumeister Werner Kraus im erstem Vierteljahr 2021.

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