Eschenbach
28.02.2021 - 09:54 Uhr

Fernwärme für städtischen Kindergarten

Wird die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Wärmelieferant für die städtische Kindertagesstätte? Der Stadtrat geht den ersten Schritt und gibt grünes Licht zur Bauvoranfrage auf Errichtung eines Biomasseheizwerks.

Die Gartenanlage (links) gegenüber der städtischen Kindertagesstätte soll ein Biomasseheizwerk für Hackschnitzel erhalten. Bild: rn
Die Gartenanlage (links) gegenüber der städtischen Kindertagesstätte soll ein Biomasseheizwerk für Hackschnitzel erhalten.

Das neue Biomasseheizkraftwerk der Forstbetriebsgemeinschaft auf einem angrenzenden Grundstücksoll über einen Lagerraum für 120 Kubikmeter Hackschnitzel, einen Technikraum von zehn mal zehn Metern und im Obergeschoss über Büro- und Besprechungsräume verfügen.

Während der Aussprache über das Vorhaben meldeten einige Stadträte Bedenken wegen des Verlusts angedachter Parkplätze für die Kita an. Die Stadt hatte das Grundstück ursprünglich für diesen Zweck erworben. Thomas Riedl meinte, dass für den Kindergarten kein Bedarf an weiteren Parkplätzen bestehe. Thomas Ott war daran gelegen, dass wegen der Umnutzung des Grundstücks nun für mögliche weitere Kindergartenparkplätze kein „zusätzliches Grundstück“ erworben werden müsse.

Klaus Lehl hatte „Bauchweh“, wenn die Stadt durch den Bau des Heizwerks und dem eventuellen Verkauf des Grundstücks flächenmäßig eingeengt wird. Mit Hinweis auf die anstehenden Baumaßnahmen am Kindergarten wandte sich Bürgermeister Marcus Gradl gegen eine Verzögerung des Vorhabens und machte deutlich: „Eine Entscheidung steht an.“ „Wir brauchen im Herbst Wärme“, betonte Reinhard Wiesent und hielt von daher einen Baubeginn noch im Mai für erforderlich.

Als Vorsitzender der FBG hielt er den Standort des Heizwerks für ideal für die Anlieferung von wöchentlich 90 Kubikmeter Hackschnitzeln und stellte fest: „Wenn die Bauvoranfrage vertagt wird, gibt es im Herbst keine Wärmelieferung.“ Zudem gab er zu bedenken, dass durch diese Baumaßnahme das FBG-Büro auch nach seiner Amtszeit in Eschenbach bleibe. Wiesent berichtete auch von einer Fragebogenaktion bei möglichen Mitnutzern der Fernwärme. Auf die Frage von Karoline Forster räumte er ein, dass eine Teilfläche des Grundstücks auch als Parkfläche genutzt werden könne. Zum Thema Mitnutzung von Fernwärme informierte Bürgermeister Gradl von der bekundeten Abnahmebereitschaft des neuen Besitzers von Stirnberg-Wohnblöcken. Beim Tankstellenbau am Birschlingweg sollen auch die Anwesen 3, 4 und 5 an das kommunale Kanalsystem angeschlossen werden. Der Kanalerschließungsmaßnahme auf einer Länge von 55 Metern gab das Gremium seine Zustimmung.

Einmütigkeit herrschte auch zur Anschaffung eines Trampolins für einen städtischen Spielplatz. Bürgermeister Gradl sah darin eine Maßnahme „im Rahmen des Bürgerhaushalts“. Er bezog sich auf eine Anregung von Brigitte Gebel und richtete an Jugendbeauftragten Andreas Hermann die Frage nach einem möglichen Standort. Dieser schlug den Spielplatz an der Kreuzkirche vor, der mit dem Trampolin eine deutliche Aufwertung erfahren würde. Gradl hatte bereits Informationen zu Trampolinvarianten eingeholt und schlug ein vorgefertigtes Element mit einer Größe von 2,50 mal 2 Meter vor, das kleiner sein wird als die Anlage im Rußweiherfreibad. Fertig montiert kostet es 4995 Euro und liegt damit im Rahmen der Vorgaben des Bürgerhaushalts.

Durch den Abriss einer Zwischenmauer soll in der Marcus-Gottwalt-Schule (MGS) eine Klassenzimmervergrößerung geschaffen werden. Gradl verwies dazu auf einen Vorschlag von Rektor Wolfgang Bodensteiner, der eine derartige Maßnahme als „zwingend erforderlich für den Unterricht“ hielt. Die Gesamtkosten bezifferte der Bürgermeister mit 15.400 Euro. Thomas Ott, Lehrkraft an der MGS, erläuterte zu der vom Rektor angeregten Maßnahme, dass beim Bau des Gebäudetrakts die Mittelschule zweizügig mit jeweils zirka 20 Schülern pro Klasse vorgesehen gewesen sei. In den letzten Jahren sei jedoch auf „einzügig“ umgestellt worden, mit zirka 25 Schülern in den meisten Klassen. Es sei daher sinnvoll, aus zwei kleinen Räumen einen den Erfordernissen angepassten Unterrichtsraum zu schaffen. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung, die weiteren Schritte für diese Maßnahme einzuleiten.

 
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