Die rund 1400 Waldbesitzer mit einer vertretenen Waldfläche von mehr als 9000 Hektar ließen sich in einer Reihe von Infoveranstaltungen über den Stand der Holzvermarktung, anstehende Neuanpflanzungen, die Anschaffung von Arbeitsgeräten sowie über Waldumbau und Klimawandel informieren. Veranstalterin war die Forstbetriebsgemeinschaft Eschenbach.
Holzmarkt mit stabilen Preisen
Der Holzmarkt präsentiere sich bei moderater Nachfrage mit stabilen Preisen, sagte Geschäftsführer David Karl laut einer Mitteilung. Momentan sei demnach nahezu kein Schadholzanfall durch Borkenkäfer zu verzeichnen. Auch die Abfuhr geschlagenen Holzes sei zufriedenstellend. Die Sägewerke hätten im Moment viel Aufwand, um ihre Produktion zu sichern. Denn die Schnittholzpreise befänden sich unter starkem Druck. Deswegen sei der Absatz von Rundholz bei dieser Marktlage sicher, entsprechende Verträge wurden bereits bis Ende Januar 2027 geschlossen.
Die Baugenehmigungen hätten sich 2026 im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel erhöht. Es bestehe aber momentan ein Mangel an frischem Rundholz. Das Käferholz sei „heiß begehrt“ und aktuell so gut wie ausverkauft. Beim Laubrundholz sei jedoch eine verhaltene Nachfrage zu verzeichnen. Die Preise bei Brennholz bewegten sich leicht nach oben, bei Hackschnitzeln blieben sie unverändert zum Vorjahr. Das sogenannte Energieholz sei „gefragter denn je“, wie es weiter heißt.
Neue Pflichten
Bei der Abwicklung von Holzan- und -verkäufen besteht ab Januar 2027 die sogenannte Rechnungspflicht. Deswegen müssten die Daten der Waldbesitzer erfasst und aktualisiert werden, was mit einem eigens entwickelten Formblatt erfolgen müsse. „Keine Daten, keine Überweisungen für Holz“, wird Karl zitiert. Für den Fall, dass Übermittlungen nicht möglich seien, erfolge dies kostenpflichtig per Post. Zudem schaffe die Forstbetriebsgemeinschaft eine neue Software an.
Bei den Maschinen sei neben dem bereits vorhandenen Holzspalter die Anschaffung einer Brennholzsäge geplant – vorausgesetzt, es bestehe genügend Interesse, diese ausleihen zu wollen. Bezüglich der Neuanpflanzungen seien über 60.000 Pflanzen bestellt und teilweise kurz vor der Lieferung. Es würden jedoch dringend Arbeitskräfte für die Pflanzarbeiten gesucht. „Was ist zu tun bei einem Unfall?“, lautete ein weiterer Punkt. So solle man sich vorab überzeugen, ob eine Verbindung mit dem Handy möglich sei, und man solle sich in den besagten Waldstücken über den nächsten Rettungstreffpunkt informieren. Ein Auffinden der verunfallten Personen könne durch Handyortung erleichtert werden.
Waldumbau im Klimawandel
Ein weiterer großer Punkt war der „Waldumbau im Klimawandel“. Sebastian Höllerer vom Forstamt in Kirchenthumbach schilderte die Folgen und die Handlungsmöglichkeiten. Im Vergleich zweier Regenmessungen seien in den Jahren 2014 bis Oktober dieses Jahres durchschnittlich 640 Millimeter Niederschlag gemessen worden. In einer Vergleichsstation habe es in diesem Jahr lediglich 360 Millimeter Regen gegeben.
Zur Diskussion stünden zwei Möglichkeiten: nur abzuwarten und auf Schäden zu reagieren – mit der Folge, Schadholz aufarbeiten und schlechte Preise in Kauf nehmen zu müssen sowie anschließend Kahlflächen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Trockenschäden bei jungen Pflanzen aufforsten zu müssen. Die bessere Alternative sei der vorausschauende Waldumbau.
Dieser beginne mit frühzeitiger und planmäßiger Holzernte, was einer Entnahme von 20 bis 50 Prozent entspreche. Unter dem Schutz von Altbäumen könnten bei Pflanzung geeigneter Baumarten klimaresistente Mischwälder erhalten werden. Man müsse von reinen Fichten- und Kiefernwäldern mit geschlossenem Kronendach weg und hin zu Lücken in den Kronen und damit zu mehr Licht am Waldboden. Deshalb sollten instabile, kranke und schlecht entwickelte Bäume entnommen und später geeignete Baumarten unter dem Schutz der wertvollen Altbäume gepflanzt werden.














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