03.08.2020 - 12:44 Uhr
EschenbachOberpfalz

Freigabe nach Sanierung: Mehr Sicherheit und mehr Lebensqualität in der Jahnstraße in Eschenbach

Die Jahnstraße, eine der Hauptverkehrsadern von Eschenbach, wird nach ihrer Sanierung offiziell frei gegeben. Einschließlich von Nebenarbeiten und Winterpause erstrecken sich die Bauarbeiten über 16 Monate.

Werner Stopfer, Marcus Gradl, Berthold Schneider, Hannes Oberndorfer, Udo Müller und Peter Lehr (von links) gaben mit dem Durchschneiden eines Baustellenbandes die Jahnstraße symbolträchtig für den Verkehr frei.
von Walther HermannProfil

„Die Jahnstraße ist beendet. Endlich ist der wichtige Ring am Bildungshügel Eschenbach wieder geschlossen.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Marcus Gradl an der Markus-Gottwalt-Schule (MGS) ein Abschluss- und Freigabezeremoniell mit besonderen Gästen: Zur Freigabe der sanierten Straße kamen unter anderem Baudirektor Berthold Schneider von der Regierung der Oberpfalz, Maximilian Kallmeier als Vertreter der Unteren Straßenbaubehörde am Landratsamt Neustadt/WN, Diplom-Ingenieur Hannes Oberndorfer, Werner Stopfer, der Chef der Polizeiinspektion Eschenbach, und Vertreter der ausführenden Firmen.

Der Bürgermeister blickte vor den Gästen zurück auf die Zeit vor 13 Jahren, in der die ersten Planungen eingeleitet wurden, und erinnerte an die Sitzung des Stadtrats im Juli 2017, in der das Gremium den Beschluss fasste, das Projekt zusammen mit dem Planungsbüro Oberndorfer umzusetzen. An weiteren Daten nannte er den ersten Spatenstich am 8. März 2019 und die Beendigung am 17. Juli 2020. Die Auftragssumme bezifferte Gradl mit circa 3 Millionen Euro, auf die Förderungen von 0,9 Millionen für Straße, 15 500 Euro für 3 Buswartehäuschen durch die Regierung und weitere 9000 Euro für Bushäuschen durch den Landkreis entfielen.

Die neue Jahnstraße hat eine Länge von etwa 570 Meter und wird beidseitig von einem Gehweg flankiert. Der Bürgermeister sah darin eine deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit, zu der auch die verlängerten Bushaltespuren und der neu gestaltete Gehweg im Bereich der Einmündung Krummer Weg zählen. Für wichtig hielt er es, dass im Zuge der Baumaßnahme auch Kanal und Wasserleitung erneuert, eine Gasleitung verlegt und Voraussetzungen für Highspeed-Internet geschaffen wurden.

Gradl dankte allen, die an den Bauarbeiten beteiligt waren, insbesondere dem Ingenieurbüro Oberndorfer und der "schlagkräftigen" Firma Markgraf, aber auch der Regierung der Oberpfalz, Landrat Andreas Meier, seinem Vorgänger Peter Lehr mit dem ehemaligen Stadtrat, der Stadtverwaltung und der Polizeiinspektion Eschenbach, Südwasser und den Busunternehmen. „Ihr alle habt mitgewirkt, dass dieses Projekt so realisiert werden konnte“, betonte der Bürgermeister. In seinen Dank bezog er die Anlieger ein, die bereit gewesen seien, während der Bauzeit erhebliche Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Überzeugt zeigte er sich, dass die neu gestaltete Jahnstraße neben mehr Sicherheit auch mehr Lebensqualität bringe.

Glückwünsche zur Fertigstellung „dieses wichtigen Straßenbauprojekts“ übermittelte Berthold Schneider. In der Jahnstraße sah der Baudirektor mit bereits ausgebauter Oberen Zinkenbaumstraße und Ringstraße „die wichtigste Hauptverkehrsader im westlichen Stadtgebiet mit ihren zahlreichen Infrastruktureinrichtungen“, wie Mittelschule, Agentur für Arbeit, Förderschule, Gymnasium, Wirtschaftsschule und Gesundheitszentrum Laurentius. Zum Stellenwert der Straße erklärte er: „Die Jahnstraße gehört zum städtischen Kernstraßennetz und stellt eine verkehrswichtige innerörtliche Straße im Sinne des Bayerischen Verkehrswegegesetzes dar.“

Schneider sprach von zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 1,730 Millionen Euro, die der Freistaat mit 900 000 Euro fördere. Ausbezahlt seien bisher 350 000 Euro. Er dankte allen Beteiligten, der Stadtverwaltung für die konstruktive Mitarbeit sowie den Planern, die „die fachtechnische Prüfung hoffentlich nicht zu sehr genervt hat“, für die gute und reibungslose Zusammenarbeit und kündigte als weitere Fördermaßnahme den „Gehweg Speinsharter Straße – Kalvarienbergstraße“ an. Der Redner versicherte, dass die Regierung der Oberpfalz gerne bereit stehe, „die Gemeinde zu beraten und Geld für gute Dinge unter die Leute zu bringen“. Den Nutzern der neu ausgebauten Straße wünschte er „sichere und unfallfreie Fahrt“.

Kurz fasste sich Hannes Oberndorfer. Der Planer dankte insbesondere für das sehr konstruktive Verhältnis zu den Anliegern und für deren Verständnis sowie für die Kooperation mit der Kliniken AG und dem Besitzer des ehemaligen Schwesternheimes wegen der erforderlichen Behelfszufahrten. Erfreut zeigte er sich, dass die Arbeiten im Wesentlichen unfallfrei verlaufen seien, der Schulbusverkehr unbehindert geblieben sei und die Zusammenarbeit nicht nur mit der Firma Markgraf, sondern auch mit Bayernwerk, Telekom, Vodafone und Gartenbauunternehmen harmonisch verlaufen sei.

Zum Freigabezeremoniell mit den Stadträten und den am Bau Beteiligten gehörten dann das Durchschneiden eines langen Baustellenbandes und der Aufruf von Marcus Gradl: „Lasst uns nun anstoßen.“ Auf dem Parkplatz der Markus-Gottwalt-Schule war dafür ein Imbissstand vorbereitet.

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