04.08.2020 - 12:40 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Frohsinn"-Feier im Schatten des Klosters

Corona-bedingt reisen sie vorschriftsgemäß mit Masken an: Zu ihrem ersten „Kaffeekranzl“ nach fünf Monaten kommen die Mitglieder der Gesellschaft "Frohsinn" zusammen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen suchen sich die „Frohsinn“-Mitglieder ein schattiges Plätzchen auf dem Freigelände des Klostergasthofes Speinshart aus, um nach monatelanger "Abstinenz" endlich wieder einmal Gemeinschaft pflegen zu können.
von Georg PaulusProfil

Erwin Dromann, der Vorsitzende der Gesellschaft "Frohsinn", freute sich, dass er fast 30 Mitglieder im schattigen Hof der Speinsharter Klostergaststätte erstmals wieder zum Kaffeekränzchen begrüßen konnte. Fünf Monate waren seit der letzten Zusammenkunft der "Froshinnler" vergangen.

Nachdem alle mit Kaffee, Kuchen, Eiskaffee oder anderen Getränken versorgt waren, ging der Vorsitzende auf das Programm ein, das zur 140-Jahr-Feier geplant war. Eine Tagesfahrt durch den Truppenübungsplatz Grafenwöhr, zwei viertägige Schwarzwaldfahrten und eine mehrtägige Tour nach Lübeck, der „Tanz in den Mai“ mit dem Musikerpaar „Black & White“ und auch das Familienfest, mit dem das Jubiläum ausklingen sollte, sind der Pandemie zum Opfer gefallen.

„Aber Aufgeben gibt es für uns nicht“, zeigte sich Dromann kämpferisch. Diesem ersten Kaffeenachmittag sollen, wenn es die Situation erlaubt und auch das Wetter mitmacht, zwei weitere Kaffeekränzchen im Freien folgen. Voller Optimismus hofft der Vorsitzende, dass vom Jahresprogramm 2020 zumindest noch die Advent- und Weihnachtsfeier gerettet werden kann. Außerdem wird an einem Nachmittag die DVD von Heinz Reißenweber mit dem Titel „140 Jahre Gesellschaft Frohsinn“ zu sehen sein. „Konnten wir 2020 das Jubiläum leider nicht feiern, dann wird es 2021 einfach eine 141-Jahr-Feier geben", erklärte Dromann.

Es sei für ihn eine „Sauarbeit“ gewesen, die 140-jährige Geschichte der Gesellschaft „Frohsinn“ auf nur einer einzigen DVD darzustellen und trotzdem noch spannend zu machen, stellte Heinz Reißenweber fest. Aber getreu seinem Motto „Es gibt keine Probleme, sondern nur Lösungen“ sei es ihm gelungen, auch die jüngste Vereinsgeschichte noch unterzubringen. „Lasst euch einfach einmal überraschen", forderte der Filmemacher die "Frohsinnler" auf.

Mit der „Überraschungsstrophe“ feierten diese die Nachricht, dass der neue Geschäftsführer des Klostergasthofes, Felix Bauernfeind, Mitglied wurde. Der „Neue“ bedankte sich dafür, dass viele Mitglieder nach Speinshart gekommen seien, was in dieser Corona-Zeit nicht leicht sei. „Ich g`freiat`mi, wenn ihr wieder a`mal zu uns kumma` tatert“, war die Bitte des Wirts, der allen schöne Nachmittagsstunden wünschte.

Das ließen sich die Gäste nicht zweimal sagen: Nach der langen "Abstinenz" hatten sie sich viel zu erzählen. Zu Diskussionen regte auch ein Spruch an, der auf einem zur Dekoration dienenden ehemaligen Fensterflügel des Klosters zu lesen ist: „Die wahren Optimisten glauben nicht, dass alles gut wird, aber sie sind überzeugt, dass nicht alles schief gehen wird.“

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