Eschenbach
07.05.2019 - 12:37 Uhr

Frühestens im September geht's los

Die Ausschreibung für die Erschließung des ersten Abschnitts des Baugebiets „Esperngasse-Ost“ kann erfolgen. Der Stadtrat nimmt die Tiefbauplanung ohne Änderungswünsche an.

Das neue Baugebiet beschäftigt das Gremium bereits seit geraumer Zeit. In seiner Sitzung Ende September 2018 legte es die Eckdaten für das Vorhaben fest. Nach Inkrafttreten der Rechtskraft sowohl des Flächennutzungs- als auch des Bebauungsplans nahm das beauftragte Ingenieurbüro Schultes aus Grafenwöhr die Planungen für die erforderlichen Tiefbaumaßnahmen auf. Begleitend erfolgten zwischenzeitlich mehrere Gespräche mit den Versorgungsunternehmen, deren Ergebnisse in die Planungen eingeflossen sind.

Michael Wagner stellte dem Stadtrat in dessen Mai-Sitzung nun die tiefbautechnischen Details vor und regte an, den Ausführungszeitraum in der Ausschreibung großzügig zu gestalten: Baubeginn frühestens September 2019, Bauende spätestens Ende Juni 2020. Es sah darin einen Anreiz dafür, ansprechende Angebote zu erhalten. Die Gestaltung des Grünbereiches, die das Architekturbüro Neidl plant, sollte erst nach den Erschließungsarbeiten erfolgen.

Wagner begründete die unterschiedlichen Ausbaustandards von Erschließungsstraßen und -wegen und kündigte an, überschüssiges Material für den Bau des Lärmschutzwalls zu verwenden. Diesn hatte das Landratsamt wegen des nahen Steinmetzbetriebs Dilling gefordert.

Die Siedlungsstraße wird eine Breite von 5,25 Meter erhalten. Es schließen sich eine zweizeilige Mulde und ein 2,25 Meter breiter Multifunktionsstreifen an, der von Fahrzeugen auch für eventuell erforderliche Ausweichbewegungen genutzt werden kann. Hans Bscherer legte Wert darauf, das Ausfugen der Mulde qualitativ so zu gestalten, dass nicht regelmäßig Ausbesserungsarbeiten erforderlich werden.

Für die Entwässerung stellte der Planer ein Trennsystem vor, über das das Oberflächenwasser in das Rückhaltebecken und von dort gedrosselt in den Eschenbachgraben geleitet wird. Nur ein kleiner Teil des Regenwassers aus dem nördlichen Bereich des Baugebiets wird direkt in den Eschenbach abfließen. „Diese Maßnahmen sind mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt“, versicherte Wagner.

Für das Schmutzwasser kündigte er ein Pumpwerk am Friedhofsweg und von dort eine Weiterleitung in westlicher Richtung zum bestehenden Abwasserkanal an. Wegen einer eventuellen Gasversorgung verwies er auf bereits geführte „Koordinierungsgespräche“.

Kurz fiel die Aussprache über die vorgestellte Planung aus. „In ihr sind all unsere Vorstellungen umgesetzt“, versicherte CSU/ÜCW-Sprecher Marcus Gradl und sprach dem Planungsbüro ein „dickes Lob“ aus. Keine Möglichkeit sah Wagner für ein Angebot an interessierte Firmen, mit der Ausschreibung eine erweiterte großzügige Bauzeit anzubieten. Thomas Riedl (FW) hatte diese Variante angeregt, um damit „einen eventuell günstigen Preis“ zu erwirken. Auch Reinhard Wiesent (CSU/ÜCW) konnte sich damit nicht anfreunden: „Keine Zeitspekulation; wir brauchen Bauplätze.“

Bevor der Stadtrat der vorgestellten Tiefbauplanung sowie den zeitlichen Vorgaben zustimmte und das Ingenieurbüro Schultes beauftragte, die Baumaßnahme zur Ausführung auszuschreiben, merkte Bürgermeister Peter Lehr noch an: „Finanziell wird’s uns beuteln.“ Unter Hinweis auf „so manche Wünsche, mit denen an die Kommune herangetreten wird“, sowie auf die Baumaßnahmen Vermessungsamt und Landratsamt erklärte er: „Was wir aus den Rücklagen entnehmen, wird uns auf den Boden der Tatsachen zurückholen.“

 
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