Eschenbach
10.07.2019 - 11:57 Uhr

Für eine Erweiterung gerüstet

Als einzig realistische Variante bietet sich das nördlich gelegene Areal an: Mit den Möglichkeiten zur Erweiterung der Kläranlage befasst sich der Stadtrat bei einem Ortstermin.

Bei einem eventuellen Erweiterungsbedarf soll das angrenzende Waldgebiet weitere Klärbecken aufnehmen. Bild: rn
Bei einem eventuellen Erweiterungsbedarf soll das angrenzende Waldgebiet weitere Klärbecken aufnehmen.

Bürgermeister Peter Lehr räumte ein, dass eine Erweiterung „zur Zeit noch nicht aktuell“ sei. Die Erweiterung des nahen Gewerbegebiets mache jedoch ein Nachdenken erforderlich.

Mit zu dem Ortstermin war Diplom-Ingenieur Hannes Oberndorfer geladen. Mit Hinweisen auf die beiden Klärbereiche Eschenbach und Netzaberg versicherte er, dass die Anlagen wasserrechtlich funktionieren, die Erweiterung des Gewerbegebiets jedoch Überlegungen für künftige Maßnahmen erfordere. Er nannte dazu Beispiele aus der Region, machte sich Gedanken über die Bevölkerungsentwicklung im Zuge der Industrialisierung und dachte nach über den möglichen Anschluss „anderer Gebiete“.

Nicht ausschließen wollte Oberndorfer eine „strengere Vorgabe“ der Grenzwerte für Phosphor und Nitrat. Er ging ein auf die Lagerstättenverordnung und sah im Klärschlamm ein „heißes Thema“. Die Kapazitätswerte der Anlage stellte er aktuellen Durchlaufwerten gegenüber und informierte über die Einleitung des geklärten Abwassers in die Creußen. Dazu versicherte er, dass es keine Überschreitung des festgesetzten Grenzwerts gebe. „Je höher die Einleitungswerte, umso höher sind die Abgabebeiträge“, gab er den Stadträten mit auf den Weg.

Als Fläche zur möglichen Erweiterung der Kläranlage schlug der Ingenieur die kleine Waldfläche zwischen Altem Wiesenweg und Leiseneckgraben vor, die etwa die Hälfte der Fläche des jetzigen Klärwerks umfasst. Dazu stellte er einen Planentwurf vor. Einen Erweiterungsbedarf sah er allerdings nur dann für gegeben an, wenn sich weitere Firmen mit hohem Abwasseranfall ansiedeln oder vom Gesetzgeber die Klärgrenzwerte angehoben werden.

Der Bürgermeister zeigte sich zufrieden mit dem Leistungs- und Reinigungsgrad der städtischen Anlage, „in die in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen geflossen sind“. Den Klärwärtern Andreas Bernhard und Klaus Suttner bescheinigte er eine „hervorragende Arbeit“. auf die Feuchttuch-Problematik angesprochen versicherte Bernhard, dass seit dem Einbau einer zusätzlichen Technik vor einem Jahr keine Störung mehr aufgetreten sei. Er verriet den Stadträten viele Details über die Abläufe der Klärung und die damit verbundene „Buchführung“.

 
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