25.04.2019 - 11:50 Uhr
EschenbachOberpfalz

Mit Gesang den Menschen Freude bereiten

Gesang macht Menschen glücklich, sagen Musikpädagogen. Das bedeutet: Singen hält jung und gesund. Das beweist auch der hohe Altersdurchschnitt der "Liedertafel"-Sänger, wie Vorsitzender Karl Ott feststellt.

Mit einem verjüngten Vorstand geht die Liedertafel in die nächste Wahlperiode. Unser Bild zeigt (von links) Vorsitzenden Karl Ott, Schatzmeister Albert Dunzer, Dirigentin Riita Michelson, Schriftführer Willi Kallmeier (neu) und stellvertretendenVorsitzenden Werner Hofmann (neu).
von Robert DotzauerProfil

Jedenfalls fühlen sich die Männer der "Liedertafel" bei ihrem Hobby wohl, auch wenn sich die Zahl der Jahresringe der 28 Aktiven im Durchschnitt der 70er-Marke nähert. Das wiederum grämt den Vorsitzenden. Karl Ott hofft auf jüngere Semester: „Der Chor braucht Nachwuchs, um langfristig existieren zu können.“ Das wissen auch die Sänger.

Mit Blick auf die Zukunft des Männergesangvereins war diese Erkenntnis wohl die wichtigste Botschaft bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Burger. Die Auflösung des befreundeten "Liederkranzes" aus Weiherhammer ist aus diesem Blickwinkel ein alarmierendes Zeichen. Doch in diese Betrachtung mischte sich auch Optimismus. Der Chor weiß um die Bedeutung ehrenamtlicher Pflichten. Perfekt vorbereitet, gab es bei den Neuwahlen keine „Weiherhammer-Erlebnisse“.

Bis es dazu kam, waren gewichtige Tagesordnungspunkte zu behandeln. Eingerahmt von seinem Vorstandsteam begrüßte Ott neben den aktiven und passiven Mitgliedern auch Dirigentin Riita Michelson, Ruhestandspfarrer Helmut Süß, dritten Bürgermeister Klaus Lehl und zahlreiche Stadträte, Stadtverbandsvorsitzenden Dieter Kies, Gerhard Huber von der Sängergruppe Weiden, stellvertretenden "Frohsinn"-Vorsitzenden Fritz Gradl und Ehrenmitglied Hans Kohl.

Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen aktiven Mitglieder Otto Dilling, Richard Englhardt, Adolf Ertl, Reinhold Fröhlich und Ehrenvorsitzenden Walter Weiß sowie für die passiven Mitglieder und Förderer Vinzenz Dachauer, Martin Neukam, Dietlind Richter und Anton Vetter verwies der Vorsitzende auf das bei Schriftführer Peter Hübl einzusehende Protokoll der Versammlung vom April 2017. Es folgte der Jahresbericht zur zweijährigen Amtsperiode, in dem Ott „seine Sänger“ als „Gute-Laune-Truppe“ lobte, die mit Begeisterung das Liedgut pflege und mit einem vielseitigen Repertoire vielen Menschen Freude bereite.

Der Vorsitzende stellte zunächst die chorischen Höhepunkte der vergangenen zwei Jahre in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Beispielhaft nannte er das Mitwirken beim 90-jährigen Gründungsjubiläum des "Liederkranzes" Weiherhammer, die Beteiligung am Konzert „Kloster ganz Chor“ in Speinshart und bei den Herbstfesten der Musik in Weiherhammer, das Singen bei den Volkstrauertagen und zu Weihnachten sowie die Sommerserenade mit der Stadtkapelle und dem Männerchor Weiherhammer im Innenhof der Markus-Gottwalt-Schule. Ott schilderte die gelungenen Veranstaltungen als klingende Laudatio an die Musik.

Auch das gesellschaftliche Leben nimmt bei den Sängern einen besonderen Stellenwert ein. „Beim Chor herrscht gute Stimmung“, formulierte der Vorsitzende. Grillfeste bei Sangesfreund Willi Kallmeier am Hotzaberg, Ausflüge, Geburtstagsfeiern, Ferienkneipen oder die Beteiligung am Eschenbacher Fachingszug mit einem Festwagen: Die "Liedertafel" pflegt diesen Geist der Fröhlichkeit und trägt ihn in die Vereinswelt hinein. Zudem stärke die Philosophie des Zusammenrückens nach den Proben bei einem Bierchen das kameradschaftliche Miteinander, merkte Ott an.

Dank zollte er in diesem Zusammenhang Stadtpfarrer Thomas Jeschner für die Vermittlung des Dammbauernhauses als unentgeltliches Probenlokal nach dem Verkauf des alten Pfarrheimes. Auch Stadt, Stadtverband, "Frohsinn", Sparkasse und Raiffeisenbank, Hubert Schug und weiteren Gönnern galten Dankadressen. Als Glücksfall bezeichnete der Vorsitzende die Verpflichtung von Dirigentin Riita Michelson. „Wir haben Dir viel zu verdanken“, stellte er fest und überreichte Rosen und einen flüssigen Energiespender.

Die Hoffnung auf neue und vor allem junge Sänger stirbt bei Ott zuletzt. Mit diesem Schlussgedanken, einem Dank an alle Aktiven und einem Ausblick auf schon fest vereinbarte musikalische Auftritte - unter anderem auf den Jubiläumsabend zu 30 Jahre Gemeindepartnerschaft mit Eschenbach/Luzern - endete der umfassende Bericht. Die Kassengeschäfte seien bei Albert Dunzer in besten Händen, bestätigten die Kassenprüfer Franz Dilling und Eugen Neuerer. Grußworte sprachen Ruhestandspfarrer Helmut Süß und Gerhard Huber, Vorsitzender der Sängergruppe Weiden. Mit Spenden verbunden waren die Grußworte von drittem Bürgermeister Klaus Lehl, Stadtverbandsvorsitzendem Dieter Kies und "Frohsinn"-Vizepräsident Fritz Gradl.

Bei den Neuwahlen verzichteten aus Altersgründen die langjährigen Vorstandsmitglieder Arnold Mirwald (stellvertretender Vorsitzender) und Peter Hübl (Schriftführer) auf eine Wiederwahl. Die neue Fürhungssüitze setzt sich zusammen aus Karl Ott (Vorsitzender), Werner Hofmann (stellvertretender Vorsitzender), Albert Dunzer (Kassier) und Willi Kallmeier (Schriftführer) . Einstimmig wiedergewählt wurden die weiteren Funktionsträger. Chronist bleibt Franz Geigenberger, stellvertretender Chorleiter ist wie bisher Hermann Schreml. Die bewährten Notenwarte Willi Kallmeier und Hubert Schindler wurden ebenso bestätigt wie die Kassenprüfer Franz Dilling und Eugen Neuerer.

Zu Ausschussmitgliedern bestimmten die Sänger Dr. Georg Bayerl, Franz Dilling, Franz Geigenberger, Gerhard Schäftner, Hermann Schreml, Martin Weidner und Jürgen Weissel. Verantwortung für das Fahnentragen übernehmen Hermann Förster, Werner Hofmann, Arnold Mirwald, Helmut Polatschek, Martin Weidner und Jürgen Weissel.

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