Das Requiem in der Stadtpfarrkirche, gefeiert in Konzelebration von Pfarrer Thomas Jeschner und Seniorenheim-Seelsorger Helmut Süß, fand seinen Höhepunkt in den Soli "Halleluja" und "Ave Maria" von Sabrina Ott. Süß verband Gedanken zur Jahreszeit mit Erinnerungen an den Verstorbenen: "Gott hat ihm Tage und Jahre geschenkt, und jetzt erkennen wir auch die Spuren, die er ihm geschenkt hat."
Der ehemalige Lehrer und Schulleiter habe junge Menschen unterrichtet und lebenstüchtig gemacht und sich auch noch in Kommunalpolitik und Sport eingebracht. "Wer sich zum Wohle anderer einsetzt, handelt im Sinne Christi", erklärte der Geistliche, der dem Vater von drei Kindern und liebevollen Begleiter der ersten Ehefrau großen Familiensinn bescheinigte. Süß, der den zuletzt Pflegebedürftigen als Pfarrer begleitet hat, rief schließlich dazu auf, "in voller Dankbarkeit seiner zu gedenken".
Im Namen des Stadtrats und des Kreistags nahm Bürgermeister Peter Lehr in Dankbarkeit, Respekt und Anerkennung Abschied vom Träger der Bürgermedaille der Stadt. Dieser sei Begleiter und Weggefährte "auch für uns" gewesen, bekräftigte der Bürgermeister und warf einen Blick zurück ins Jahr 1972, in dem das kommunalpolitische Engagement von Martin Neukam begonnen hatte.
Dieser habe Wertschätzung und Ansehen in der Bevölkerung genossen und in 30 Jahren Entscheidungen mitgetragen, die Eschenbach infrastrukturell und als moderne Arbeitgeberstadt vorangebracht haben, sagte Lehr. Als Beispiele nannte er Wasserver- und Abwasserentsorgung, neue Siedlungsgebiete, Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen sowie Altstadtsanierung. Das sechsjährige Wirken im Kreistag fiel genau in die Zeit, als der Eiserne Vorhang fiel und auch für den Landkreis nachhaltige Veränderungen brachte.
Nach Betrachtungen zu den überaus erfolgreichen Vorstandsjahren beim Sportclub bescheinigte er Martin Neukam ein Mitwirken an der Seite "treibender Kräfte", die der Schulstadt Eschenbach durch fortwährenden persönlichen Einsatz ein Gesicht verliehen haben: "Über viele Jahre als Lehrkraft und Leiter an der Berufsschule tätig, war er es, der durch seine Beharrlichkeit dafür Sorge getragen hatte, dass der Fortbestand der anerkannten Bildungseinrichtung bis zum 1. Oktober 1994, dem Zeitpunkt seiner Versetzung in den Ruhestand, gewährleistet werden konnte."
"In dankbarer Erinnerung an eine großartige Persönlichkeit, die in Eschenbach große Zeichen gesetzt hat", ergriff Josef Weilhammer, Leiter der Europaberufsschule Weiden, das Wort. Mit Blick auf dessen schulisches und kommunalpolitisches Wirken sah er in dem Studiendirektor einen "Mann, der etwas bewegen wollte und bewegt hat". Neukam habe sich "beruflich um Bildung in der Region verdient gemacht hat", hob Weilhammer, der auch für den Verband der Berufsschullehrer in Bayern sprach, hervor. Nach der Beisetzung auf dem Friedhof verneigten sich neben Landrat Andreas Meier und zahlreichen ehemaligen Berufskollegen auch viele SCEler um Matthias Haberberger vor der einstigen Leitfigur.













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