12.12.2019 - 12:10 Uhr
EschenbachOberpfalz

Hin und weg von Zaubertricks

Weltberühmte Zauberkünstler wie David Copperfield sind selten geworden. Doch in Pressath wächst ein neuer Magier heran, der auch in Eschenbach begeistert.

Zauberkünstler Marius Koslowski verblüfft mit wundersamen Tricks die Kinder und Jugendlichen der Offenen Ganztagsschule des Sonderpädagogischen Fördernzentrums.
von Robert DotzauerProfil

Billige Tricks sind Marius Koslowski ein Greuel. Der Anspruch des jungen Zauberers ist genau das Gegenteil: Mit ihm erlebt das Publikum Faszination pur. Seine anspruchsvolle Zauberkunst begeisterte auch die Kinder und Jugendlichen der Offenen Ganztagsschule (OGS) im Sonderpädagogischen Förderzentrum.

"Magie und mehr" war bei der Sonderveranstaltung der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) angesagt. Für die Mittelschüler der Nachmittagsbetreuung war es ein besonderes Erlebnis, in die Welt des Staunens und vermeintlicher Wunder einzutauchen. Eine gute Stunde genossen die Buben und Mädchen die magischen Momente einer professionellen Zaubershow.

Ein Teil von etwas Unglaublichem zu werden, davon träumten die Schüler schon lange. Maßgeschneidert für die OGS schuf „Marius, der Wundermann“ eine Atmosphäre überirdischer Kräfte. Am liebsten sind ihm die kleinen Bühnen. Wenn er vor das Publikum tritt, trägt er feinen Zwirn: Blauer Anzug, rote Fliege und rotes Stecktuch - der Künstler weiß sich zu kleiden.

Vor den OGS-Schülern beeindruckte der junge Zauberer vor allem durch seine Fingerfertigkeit: Becher, die soeben noch voll waren, sind leer, ein Tischlein hebt sich mit Unterstützung einer Schülerin wie von Geisterhand, ein Notizbuch verwandelt sich in ein Briefmarkenalbum. Und das verblüffende Jonglieren mit Spielkarten verrät wahre Zauberkunst.

Marius Koslowski ist in seine Rolle hineingewachsen. Und er kann mit Kindern umgehen. Schon seit einigen Jahren ist er Mitglied des „Magischen Zirkels von Deutschland“. Teile der Aufnahmeprüfung präsentierte der Künstler im Sonderpädagogischen Förderzentrum. Das Jonglieren mit weißem Seil und vielen Enden gehörte für die faszinierten Zuschauer zu den weiteren Höhepunkten der Show.

Hin und weg waren die Schüler auch von weiteren Kunststücken. Begleitet von einer euphorischen Klatschwelle verzückten vor allem das unerklärliche Spiel mit dem Zauberwürfel, die wundersame Vermehrung eines roten Balles oder des „Zauberers Teufelszeug“, das Kartenspiel. Der Zauberstab verwandelte sich plötzlich in eine Reinigungsbürste und aus dem 5-Euro-Schein eines Schülers wurde dank eines Zauberspruches ein 100-Euro-Schein.

Die gut einstündige Show ging nicht ohne begeisterte Zugaberufe zu Ende. "Eine tolle Abwechslung im OGS-Alltag", freute sich Teamleiterin Lisa Thielsen.

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