03.05.2019 - 11:54 Uhr
EschenbachOberpfalz

Historische und zukunftsweisende Sanierung

Bis zum Jahresende soll die Sanierung des ehemaligen Eschenbacher Landratsamts abgeschlossen sein. Die CSU-Kreistagsfraktion mit Landrat Andreas Meier informiert sich über den Baufortschritt - und erfährt Überraschendes.

Gut behelmt ist die CSU-Kreistagsfraktion im ehemaligen Sitzungssaal des Eschenbacher Kreistags unterwegs. Kreisbaumeister Werner Kraus (Dritter von rechts) informiert über den Fortschritt auf der Baustelle in der Außenstelle des Landratsamts im alten Pflegamtsschloss.
von Autor MORProfil

Der neue Fraktionsvorsitzende Edgar Knobloch hatte zum Ortstermin in das ehemalige Pflegamtsschloss und Ämtergebäude eingeladen. Kreisbaumeister Werner Kraus sowie seine Mitarbeiter Heribert Eckl und Herbert Simon informierten auf der Baustelle die Besucher.

Vom der Dacherneuerung bis zum kompletten Innenausbau reichen die 2,7 Millionen Euro teuren Arbeiten. Kernstück soll der innenliegende Aufzug werden, mit dem das Gebäude barrierefrei wird. Für den Einbau wurden die Balkenlagendecken freigelegt, erneuert und teilweise im alten Bestand in den Auflagen verstärkt. Eine Gastherme unter dem Dach ersetzt die bisherige große Heizanlage.

Im ehemaligen Sitzungsaal des Eschenbacher Kreistags liegt der älteste Teil des Hauses. Die Grundmauern wurden hier unterfangen, die Böden müssen neu aufgebaut werden. Bei den Sanierungsarbeiten tauchten gotische Bögen, die den Standort einer alten Burg vermuten lassen, auf. Der Denkmalschutz hat historische Funde dokumentiert, freigelegte Sandsteinbögen bleiben künftig sichtbar. Der rund 50 Quadratmeter große und über zwei Etagen reichende Saal soll künftig von der Volkshochschule als Bewegungsraum genutzt werden.

Die VHS und die Zulassungsstelle sowie der Veterinär (ein Raum) sind die alten und auch die künftigen Nutzer. Bis zum Wiedereinzug liegt aber noch viel Arbeit in den verschiedenen Gewerken an. 1,3 Millionen der Auftragssumme seien bereits vergeben, die weiteren Ausschreibungen liefen, teilten die Baufachleute des Landratsamts mit. Als erfreulich werteten sie es, dass Eschenbacher Firmen und weitere regionale Betriebe zum Zug gekommen seien und auch gute Arbeit lieferten.

Auf zirka 1,5 Millionen Euro bezifferte Kreisbaumeister Werner Kraus die zu erwartenden Förderungmittel. Dieser Betrag konnte durch eine Beteiligung der Stadt Eschenbach erreicht werden. Mittel kommen aus der Städtebauförderung und vom Denkmalschutz. Dies begrüßt auch der CSU-Fraktionssprecher im Eschenbacher Stadtrat, Marcus Gradl.

Eschenbach erhält an exponierter Lage am Stadtplatz ein vollkommen saniertes Haus, das Geschichte und Geschichten schrieb: „Eine zukünftig wieder zeitgemäße und schöne, barrierefreie und trotzdem historisch bedeutsame Heimat für Zulassungsstelle und Volkshochschule in Eschenbach“, resümierte Landrat Andreas Meier. Fraktionschef Edgar Knobloch betonte, dass die Außenstellen in Eschenbach und Vohenstrauß zu den derzeit großen Kreisprojekten gehörten und dies die flächendenkende Präsenz des Landratsamts hervorhebe.

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