13.02.2020 - 12:58 Uhr
EschenbachOberpfalz

Jam-Session beim "Taubnschuster": Butterweiches Spiel

Die Jam-Sessions des Eschenbacher Heimatvereins beim "Taubnschuster" sind mittlerweile mehr als ein Geheimtipp. Die jüngste Veranstaltung mit 25 Musiker aus ganz Bayern erlebt einen enormen Besucherandrang.

Eine bunte Mischung auf der Bühne: Mit verschiedenen Instrumenten und Liedern unterschiedlicher Stilrichtungen treten die Künstler beim "Taubnschuster" auf.
von Autor HEVProfil

Die Erwartungen an das Musikprogramm waren hoch und wurden nicht enttäuscht. Mit Jazz, Pop, Rock, Soul und Latin-Musik wurde eine Vielfalt geboten, die begeisterte. „Für so eine Show musst du woanders viel Geld ausgeben“, kommentierte ein Besucher.

Die Musiker kamen aus allen Ecken der Oberpfalz und Oberfranken, zwei sogar aus dem Münchener Raum. Erfahrene Hasen und junge Talente, die Integration verschiedener Generationen und Stile gelang mühelos. Lokalmatador Pianist Martin Dilling hatte wieder ein gutes Händchen bei der Einladung seiner Musikerkollegen bewiesen.

Los ging das Programm mit den Jazzstandards „There Is No Greater Love“ und „Recordame“. Dann, fast schon obligatorisch, war Florian Klein mit Musikschülern aus Pfreimd an der Reihe – die Veranstaltungsplattform wird auch dafür geschätzt, dem Nachwuchs die ersten Gehversuche auf der Bühne zu ermöglichen. „Hier können sich unsere Jungen einem stets begeisterten und aufgeschlossenem Eschenbacher Publikum stellen, offenbar bevor sie überhaupt so etwas wie Bühnenangst entwickeln. Einer unserer Schlagzeuger hat hier mit 13 Jahren seine ersten Erfahrungen gemacht, dann das Weidener Jazzseminar besucht und spielt jetzt selbstbewusst in renommierten Bands", berichtete Dilling.

Absolute Publikumslieblinge sind natürlich die Sängerinnen. Seit etlichen Jahren dabei ist Monika Eichhammer aus Oberbibrach, diesmal neu auch Marie-Luise Bräuer aus Amberg mit „Fly Me To The Moon“, „Watermelon Man“ und „Mercy, Mercy Mercy“. Viel umjubelt waren die Soul-Klassiker von Stevie Wonder, „Superstition“ und „I Wish“, sowie „Dr. Feelgood“ von Aretha Franklin. Ihre kraftvoll soulig eingesetzte Stimme eine sichere Bank an der Mikrofonfront. Bei „Ain`t No Sunshine“ gesellte sich Schlagzeuger Martin Kammerer hinzu und sorgte im gemischten Duett für begeisternde Momente bei Mitspielern und Publikum. Bernhard Sorger aus Eschenbach trug mit „Girl From Ipanema“ den wohl bekanntesten Hit der brasilianischen "Bossa Nova" authentisch in der Originalsprache vor, gefolgt vom Jazzstandard „Autumn Leaves“.

Die Folk-, Blues- und Rockfraktion, vor allem vertreten durch Stefan Reul, Wolfgang Pollak und Joe Brandl mit Gesang und Saiteninstrumenten sowie Ludwig Nürnberger am Schlagzeug, der wieder durch sein butterweiches Spiel beeindruckte, unterhielt mit einer Reihe von zum Teil selten gespielten Klassikern - darunter Tom Pettys „Mary Jane`s Last Dance“ sowie „Third Stone From The Sun“ und „Hey Joe“ von Jimi Hendrix. Vom Publikum begeistert aufgenommen wurden „Folsom Prison Blues“ von Johnny Cash, Muddy Waters „Hoochie Coochie Man“, „I`m On Fire“ (Bruce Springsteen) und „Landslide“ (Fleetwood Mac).

Durch die Vielzahl unterschiedlichster Musiker war eine große Bandbreite an Stilrichtungen und Mischungen möglich, so dass sich wie selbstverständlich auch Geige und Nyckelharpa zu den Gitarren und drei Saxophonen auf die Bühne gesellten. Zum späten Ende dann das funkige „Chicken“ als „Rausschmeißer“, nur noch gefolgt vom ruhigen „That`s All“.

Jam-Session beim "Taubnschuster": Organisator Martin Dilling spielt selbst am Klavier.
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