17.03.2020 - 13:43 Uhr
EschenbachOberpfalz

Mit "Kardätschen" Wolle kämmen

Das Angebot kommt gerade noch rechtzeitig: Bevor der Schulbesuch für längere Zeit dem Coronavirus geopfert werden muss, werden Kinder der Offenen Ganztagsschule (OGTS) in einem Filz-Workshop mit dieser Technik vertraut gemacht.

Die Kinder der Offenen Ganztagsschule zeigen stolz ihre selbst gefilzten Sachen. Angelika Trummer (hinten, Mitte) freut sich zusammen mit dem Betreuerteam mit ihnen.
von Georg PaulusProfil

Dazu eingeladen hatten die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi gGmbH) und das Betreuerteam um Angelika Trummer.

Bevor an 2 Tagen insgesamt 20 Kinder der Markus-Gottwalt-Grundschule je 2 Stunden unter der Leitung von Magda Wolf aus Lenau (Gemeinde Kulmain) filzen durften, hörten sie, dass Schafwolle sich am besten dafür eignet. Wolf veranschaulichte die verschiedenen Bearbeitungsstadien: Schafe scheren, Wolle waschen, eventuell färben, verarbeiten und mit „Kardätschen kardieren".

"Kardätschen" - das sind spezielle Kämme - wurden einst mit dem „Striegel“ in der Landwirtschaft verwendet: Pferden konnte durch das Abstreichen der "Kardätsche" am "Striegel" der Schmutz aus den Borsten entfernt werden. Die Mädchen und Buben durften mit den „Kardätschen“ die Wolle auch kämmen (kardieren).

Erklärt wurde ihnen auch noch, dass die Schafe im Frühjahr geschoren werden und Wolle Lanolin (Fett) enthält, das für das Schaf wie ein Regenmantel wirkt. Dann filzten die Kinder mit viel Spaß entweder ein Sitzkissen oder einen Filzhut für den Garten.

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