21.07.2019 - 12:20 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Marcus Gradl wird der Stadt gut tun"

Mit stehenden Ovationen feiern am Freitagabend die Eschenbacher CSU-Mitglieder ihren neuen Hoffnungsträger Marcus Gradl. Die Versammlung wählt den 43-jährigen dreifachen Familienvater einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten.

Symbolkraft hat das Gruppenbild vor dem Rathaus. "Da will ich rein", sagt CSU-Bürgermeisterkandidat Marcus Gradl (Fünfter von links) nach der Nominierungsversammlung im Kreise seiner Familie und der politischen Freunde und Weggefährten.
von Externer BeitragProfil

Ein 100-Prozent-Wahlergebnis hatte Marcus Gradl wohl selbst nicht erwartet, nachdem Wahlleiter Tobias Reiß, Mitglied des Landtags, zur geheimen Stimmabgabe gerufen hatte. Zuvor hatte CSU-Ortsvorsitzende Sabine Schultes im Gasthof Burger noch mehr als 70 CSU-Mitglieder und Gäste begrüßt, unter ihnen Landrat-Stellvertreter Bürgermeister Albert Nickl und eine starke Vertretung von Kommunalpolitikern aus den Nachbargemeinden. Der Auftakt zur Kommunalwahl 2020 war dann verheißungsvoll. Nach zwölf „vertanen“ Jahren, wie es hieß, sehnen die Schwarzen unter CSU-Führung neue Glanzzeiten für die Stadt herbei, heißt es in einer Pressemitteilung.

In diesem Sinne begeisterte Marcus Gradl mit einer zündenden Bewerbungsrede. Darin warb der Dozent an der Polizeihochschule in Sulzbach-Rosenberg in einem leidenschaftlichen Plädoyer bei den Mitgliedern und vor einer starken Fangemeinde um die Bereitschaft zur Veränderung und den Willen zur Gestaltung. „Ideen entwickeln! Machen! Anpacken“ lautete deshalb Gradls Appell. Der 43-Jährige entdeckte in der aktuellen Stadtpolitik Stillstand an vielen Stellen, der die Weiterentwicklung der Stadt behindere. Vieles werde derzeit auf die lange Bank geschoben, bedauerte Gradl, der als Vorsitzender der CSU/ÜCW-Stadtratsfraktion in den vergangenen Jahren vergeblich auf eine kluge und zukunftsweisende Politik aus dem Rathaus gehofft habe.

Einige Themen hob er hervor. Gradl will die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche, die sich auch im kommunalen Bereich abzeichnen, gestalten. Die Kommunalwahl 2020 finde in einer anderen Zeit statt, in der sich auch die Welt in den Kommunen verändere, mahnte er. Als besonders schützens- und unterstützenswert nannte Gradl die Naturschönheiten im Rußweihergebiet. Als einzigartige Perle der Natur plädierte er für einen professionelleren Umgang mit diesem Eschenbacher Schatz. Zu den weiteren Schwerpunkten künftiger Kommunalpolitik zählte der Redner den Einklang zwischen ökologischem und ökonomischem Denken, die Innenstadtbelebung und einen stärkeren Stellenwert für junge Familien. Als negatives Beispiel nannte Gradl die lethargische Baulandpolitik der Stadt. „Es muss endlich möglich werden, dass junge Menschen, die in Eschenbach bauen und wohnen wollen, dies auch können.“ Eine Baulandoffensive gehörte deshalb zu den Vorrangthemen des Bewerbers. Gradl verwies zudem auf die entscheidenden Beiträge der CSU/ÜCW-Stadtratsfraktion, die Schug- und Lippert-Gruppe in Eschenbach anzusiedeln.

Immer wieder unterbrochen vom stürmischen Beifall der Versammlung versprach der dreifache Familienvater auch einen neuen Politikstil des ehrlichen Dialogs mit mehr Mut zu Entscheidungen und zu Visionen. Zu einer Ideensammlung lud Gradl alle Eschenbacher ein. Die Gleichung "Bürgerschaft - Bürgermeister - Stadtrat" sei für ihn, so Gradl, ein wichtiges Glied, gemeinschaftlich die eigene Zukunft vor der Haustür zu gestalten. „Durchs Redn kumma die Leut zsamm.“ Dieser Leitgedanke sei für ihn oberstes Gebot, ohne Lagerdenken den Dialog mit den Bürgern in guten wie in schlechten Zeiten hoch zu halten, versprach der CSU-Mann.

Dafür warb auch CSU-Ortsvorsitzende Sabine Schultes. „Marcus Gradl als Bürgermeister werde Eschenbach gut tun“, zeigte sie sich überzeugt und verwies auf die ehrliche, offene und zupackende Persönlichkeit des Kandidaten, der auch im Stadtrat als Mann für Ideen und Power gelte. Auch in Tobias Reiß fand Gradl einen großen Fürsprecher. „Es wird Zeit, dass die Lokomotive Eschenbach wieder unter Dampf kommt“, befand der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU-Landtagsfraktion. Reiß beschrieb Gradl als Mann mit Herz, Leidenschaft und innerer Überzeugung. „Marcus Gradl brennt für eine der wichtigsten Kommunen im Landkreis“, stellte stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Albert Nickl heraus.

Der Appell an die 31 Wahlberechtigten, die gute Stimmung auch in Stimmen für den Kandidaten umzusetzen und sich als große Gemeinschaft zu zeigen, verhallte nicht ungehört. In der folgenden geheimen Abstimmung wählten die CSU-Mitglieder Marcus Gradl einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten. Stürmischer Beifall der Mitglieder und der vielen Gäste war dem Kandidaten gewiss. Überwältigt und berührt über so viel Vertrauensbeweis dankte Gradl seiner Familie und dem Team. Der Kandidatenkür folgte die Benennung der Eschenbacher CSU-Vertreter für die CSU-Kreistagsliste 2020. Einstimmig wählte die Versammlung Marcus Gradl und Sabine Schultes.

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