03.02.2020 - 12:43 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Müdigkeitstester" programmieren

Der Förderverein der Wirtschaftsschule wird erneut seinem Namen gerecht: Er übergibt den „MERoP“-Begeisterten Elektronik-Baukästen. Ihnen bieten sich damit neue und erweiterte Möglichkeiten für Konstruktionen und Experimente.

Karl Lorenz (links) überrascht die "MERoP-Schüler" der Wirtschaftsschule mit Spenden zum Bau elektronischer Gadgets. Auch die Studiendirektoren Bernhard Miedl (rechts) und Jürgen Koller danken für die Spende.
von Walther HermannProfil

Karl Lorenz überraschte die Schüler des Wahlfaches „Mechanik, Elektrik, Robotik und Programmierung“ (MERoP) mit 16 Boxen „Programmier-Werkstatt“, ausgestattet mit Arduino kompatiblem Mikroprozessor sowie zahlreichen LEDs und Sensoren. Damit können sie mehr als 40 nützliche und lustige elektronische Gadgets wie zum Beispiel Ampelanlage, "Müdigkeitstester", "Blumentopfwächter" und "Fristwarner" aufbauen und programmieren.

Der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins ließ sich bei der Spendenübergabe von der Wahlfachlehrkraft Informationen zum Fach geben. „Unsere Schüler erkunden wöchentlich während zwei Unterrichtsstunden Aufgabenfelder im IT- und Technikbereich und lernen mit Hilfe der visuellen Programmiersprache ‚Scratsch‘ die Grundzüge der Programmierung kennen“, erläuterte Jürgen Koller. Das neue Wissen werde dann beim Erstellen von Lernprogrammen und Spielen wie Autorennen und "Flappy Bird" auch gleich praktisch angewandt.

Der Wahlfachlehrer sprach aus Erfahrung, als er schilderte, wie die Schüler durch das Bauen mit Fischertechnik-Kästen die Funktion einfacher mechanischer Konstruktionen wie Hebel oder Übersetzungen erfahren und daraufhin selbstständig eigene Konstruktionen und Fahrzeuge entwickeln. Einige davon waren etwa so ausgelegt, dass sie einen Fall aus 1,5 Meter problemlos überstehen, andere Modelle zielten auf das Erreichen einer möglichst hohen Geschwindigkeit ab.

Viel Interesse und Freude bescheinigte Koller seinen Schülern beim Erkunden des PC-Innenlebens. Er berichtete, wie die Geräte in ihre einzelnen Komponenten zerlegt und wieder zusammengebaut wurden. Es blieben keine Teile übrig und die Computer waren wieder voll einsatzbereit.

Der Lehrer sprach auch die fruchtbare Zusammenarbeit mit der örtlichen Firma Rogers an, bei der die Wahlfachschüler einen Lötkurs absolvierten und dabei aus vielen kleinen Bauteilen ein elektronisches Glücksrad und ein blinkendes Herz fertigten. Zum handwerklichen Bereich zählte der Studiendirektor eine Fahrradreparatur-Werkstatt, bei der nicht nur unzählige Reifen zu flicken, sondern auch Laufräder zu montieren sowie Bremsen und Schaltungen einzustellen waren.

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