(rn) Im Auftritt der Musiker, der sich zunehmend zu einer Serenade entwickelte, sah der Jubilar den "sichtbaren Höhepunkt der Geburtstagsfeier". Beim Blick auf das Ensemble, das er "unter Vorstand Reinhold Meier ein paar Jahre selbst dirigieren durfte", erkannte Kohl "viele junge Gesichter, aber auch ein paar alte Haudegen". Denn mit Reinhild Meier und Eugen Neuerer hatten sich auch Bläser seiner Ära eingefunden. Der Jubilar sprach der Kapelle seinen Respekt für die Weiterentwicklung aus und bescheinigte ihr: "Ihr spielt eine tolle Musik mit einem weichen böhmischen Sound."
Vorsitzender Martin Danzer gratulierte dem Gründungsmitglied des Vereins und erinnerte an dessen Dirigentenzeit von 1997 bis 2004, in der er der Kapelle "Dynamik beigebracht und sogar Schulnoten vergeben hat". Nicht ausbleiben durfte an diesem Abend ein erneutes Dirigat Heiner Kohls. Mit sichtlicher Freude leitete er den "Hersbrucker Lager" und den "Böhmischen Traum".
Das Straßenkonzert - Zuhörer waren auch ein großer Kreis von Freunden und Nachbarn - ging über in eine Serenade mit Gaumengenüssen im Kohl'schen Garten. Dem Jubilar ging das Herz über bei den Klängen der Stadtkapelle, die mit Magier Marius den Abend verzauberte. Spontan holte der 80-Jährige als Saxofonist der Big Band sein Instrument und erfreute zusammen mit Ludwig und Reinhold die Feiernden.
Musik betrachtet Heiner Kohl als Lebenselixier. Er beherrscht das Spiel mit Geige, Bratsche, Klarinette und Saxofon, ist Mitglied der "Stodtbergsait'n" und gehörte auch zur Vourstodtmusi.
Die Gratulationscour hatte bereits am Donnerstagvormittag begonnen, als dritter Bürgermeister Klaus Lehl, die Pfarrer Thomas Jeschner und Paul Ezenwa, Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies, Seniorenbeauftragter Udo Müller und Hans Rupprecht, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, gratulierten. Sichtlich wohl in der Runde fühlten sich die Familien der Kinder Uschi, Wolfgang und Sandra mit den Enkeln Niki, Jan, Zara, Greta, Louis, Poldo, Bina und Philine.
Heiner Kohl erwarb 1958 am Humanistischen Gymnasium Ingolstadt das Abitur und studierte anschließend an der Pädagogischen Hochschule München-Pasing. Nach Unterrichtsjahren in Oberfranken und Thurndorf kehrte der gebürtige Eschenbacher 1965 in seine Heimatstadt zurück, wurde 1971 Seminarleiter, 1989 Schulrat und 1996 Schulamtsdirektor. Er wirkte an Schulbüchern mit und verfasste pädagogische Fachliteratur. Von 1965 bis 1972 engagierte sich Kohl als Geschäftsführer des Volksbildungswerks und initiierte beispielsweise Ende der 1960er Jahre den ersten Judokurs.
















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