10.07.2019 - 11:52 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Da muss man zu viel arbeiten"

Das Rathaus, die genauen Aufgaben und die Arbeit der Beschäftigten persönlich kennenlernen: Dazu trifft sich die vierte Klasse der Grundschule "Am Rauhen Kulm" in Eschenbach. Es ist ein abwechslungsreicher Schultag.

Fingerschnalzen und "Herr Bürgermeister, ich weiß was" sind beim Besuch der vierten Jahrgangsstufe der Grundschule "Am Rauhen Kulm" bei der Verwaltungsgemeinschaft Eschenbach angesagt. Deren stellvertretender Vorsitzender, der Speinsharter Bürgermeister Albert Nickl steht Rede und Antwort.
von Robert DotzauerProfil

Das Eschenbacher Rathaus ist eines der ältesten Gebäude in der Region. Aber es ist kein Museum, sondern kommunalpolitischer Mittelpunkt der Stadt. Hier hat auch die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Eschenbach ihren Sitz, in der sich Gemeinden Eschenbach, Neustadt am Kulm und Speinshart zur Erledigung ihrer Verwaltungsarbeit zusammengeschlossen haben.

"Lernort Rathaus und VG", hieß für 28 Buben und Mädchen das Thema des Vormittagsprogrammes beim Schulunterricht außerhalb der gewohnten Umgebung der Speinsharter Grundschule. Erstes Staunen gab es bei einem Rundgang durch die Büros der Verwaltungsgemeinschaft mit Besuch des Standesamts, des Verkehrs- und Einwohnermeldeamts sowie des „Schatzamts“. Es folgte bei einem lockeren Gespräch im Sitzungssaal mit dem Speinsharter Bürgermeister Albert Nickl, dem stellvertretenden VG-Vorsitzenden, die Neugierde. Auch der Gemeindechef versuchte, das Interesse der Kinder am kommunalen Geschehen zu wecken.

So entstand ein erfrischender Dialog, bei dem sich zunächst der Bürgermeister als „Wortführer“ erwies. Albert Nickl erklärte die Aufgaben seiner Heimatgemeinde und verwies auf die grundlegenden Anliegen der Daseinsvorsorge, etwa bei Kindertagesstätte, Schule und Feuerwehr. Zudem gab er Hinweise zum Ablauf einer standesamtlichen Trauung und verband die Anmerkungen zu den Kinderspielplätzen mit dem Verweis auf das Einbringen vieler Eltern bei ehrenamtlichen Diensten.

„Feuer frei“, hieß es schließlich in der Fragestunde. Bestens bekannt waren den Schülern die Namen des Bürgermeisters und einiger Gemeinderäte, wenngleich für einige Kinder das Streben nach einem Bürgermeisteramt nicht in Frage kommt. „Da muss man zu viel arbeiten“, wusste ein Bub. Der Schwerpunkt der Diskussion verlagerte sich schließlich auf die Schulwegerfahrungen der Vierklässler und die Gefahrenquellen des Straßenverkehrs.

Mehr und bessere Geh- und Radwege gehörten deshalb ebenso zu den Wünschen der Schüler wie die Bitte an die Autofahrer auf mehr Rücksichtnahme. Kinder aus Neustadt am Kulm wünschten sich eine bessere Ausstattung der Spielplätze. Im Heimat- und Sachkundeunterricht von Fachlehrerin Johanna Römisch gut vorbereitet, neigte sich der abwechslungsreiche Schultag mit der Einladung zu einer kleinen Brotzeit dem Ende zu. Auf die Mädchen und Buben warteten bereits Käse- und Wurstsemmeln sowie diverse Getränke.

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