Die Straßen und Wege im neuen Baugebiet „Esperngasse Ost“ erhielten im Stadtrat nun auch offiziell eine „Namenstaufe“. In der jüngsten Sitzung stellte Geschäftsführerin Heike Biersack mit Plandarstellungen den Verlauf der Erschließungswege vor, die als Verlängerung der „Esperngasse“ und zu „Vinzenz-Dachauer-Straße“ gewidmet wurden. Dem verstorbenen Ehrenbürger wurde damit posthum eine weitere Ehrung zuteil.
- Öffentlichkeit erneut gefragt
Erneut hatte sich das Gremium mit dem Bebauungsplan „Wolfsbühl/Kalkofen“ zu befassen. In der Sitzung vom 20. Mai hatte der Stadtrat dessen erste Änderung „abweichend von der offenen Bauweise“ beschlossen. Vom 21. Juni bis 23. Juli hatten die Träger öffentlicher Belange die Möglichkeit zu Stellungnahmen. Da nunmehr keine Bauweise mehr vorgegeben wird, ist eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit erforderlich.
- Schule und Stirnberg
Weiter ging es mit Zukunftsperspektiven für die Bereiche der ehemaligen Volksschule und des Stirnbergs. Bereits seit mehreren Jahren befassen sich die Kommunalpolitiker mit der Umgestaltung der beiden Bereiche. Die Überlegungen dazu führten zu Rahmenplänen, zu deren Erstellung das Bayreuther Architekturbüro RSP beauftragt worden war. Ralph Stadter stellte die Pläne vor. Er sah in ihnen eine „informelle Planung mit Vorgabe der Zielrichtung“.
Für den Bereich zwischen Maria-Hilf-Bergkirche und der Markus-Gottwalt-Schule, alle Grundstücke sind bereits im Besitz der Stadt, sah er Nutzungsschwerpunkte für betreutes Wohnen und Erweiterungsmöglichkeiten für die Schule. Dem Wohnbereich ordnete er „verdichtetes Wohnen“ und eine eventuelle Tiefgarage zu. Für den westlichen Bereich schlug der Planer eine Multisportanlage und öffentliche Parkplätze vor. Zu den angedachten Parkplätzen, besonders im Schulbereich, ergaben sich jedoch wegen des Bedarfs der Schule unterschiedliche Meinungen. Die Aussprache eröffnete Reinhart Wiesent mit dem Hinweis: „Der Kauf von Grundstücken war erst die Voraussetzung für diesen Rahmenplan.“ Zum angedachten Wohnbereich nannte Bürgermeister Markus Gradl als Ziel der Stadt, Interessenten die Möglichkeit zu bieten, „möglichst lange am Ort in eigenen vier Wänden zu wohnen“. Für Klaus Lehl war dies der Anlass zur Forderung, den sozialen Wohnungsbau nicht zu vergessen. Thomas Ott hielt das Konzept für sinnvoll, hielt es jedoch für erforderlich, dass das Schulgelände abgesperrt bleiben muss und keine öffentlichen Parkplätze ausgewiesen werden dürfen.
Für den Bereich Stirnberg befasste sich Stadter zunächst mit einem Fußweg entlang der Stegenthumbacher Straße bis zur Einmündung Pappenberger Weg. Großen Wert legte er auf die Aufwertung der Freifläche zwischen Pappenberger Weg und Stirnbergstraße durch einen Spielplatz. Zu verlagern gelte es die dort abgestellten Sammelcontainer. Für die Stirnbergstraße sieht sein Rahmenplan eine Neugestaltung durch das Anlegen einer zweiten Baumreihe vor. In der beengten Oberen Stirnbergstraße konnte er sich das Anlegen von „Parkplätzen eventuell nach Norden hin“ vorstellen. Für den weiteren Verlauf der Stirnbergstraße befasste sich Stadter vor allem mit dem Umfeld des Kindergartens, dessen Haupteingang nach Umbau und Anbau auf die Südseite verlegt wird und daher die Zufahrt über die Stirnbergstraße entfällt. Er sah darin die Möglichkeit zur Neugestaltung dieses Teils der Stirnbergstraße - mit dem Anlegen von Stellplätzen. Die beiden vorgestellten Rahmenpläne erhielten die Zustimmung des Stadtrats.
- Weitere Themen
Ohne Aussprache genehmigten die Räte die Umlage der Stadt für den Haushalt 2022 der ILE-Region Vierstädtedreieck im Oberpfälzer Hügelland in Höhe von 16.371 Euro. Über die Fortschreibung des Digitalpakts Schule informierte Bürgermeister Gradl und kündigte an: Digitale Tafeln kommen. Nach reger Aussprache hatte sich der Stadtrat in seiner Sitzung vom 25. Februar bei zwei Gegenstimmen für die seit langem gewünschte Überdachung der Terrasse des Hexenhäusls durch eine Stahl-Glas-Bauweise entschieden. Gradl informierte die Öffentlichkeit nun darüber, dass sich das Gremium in der Sitzung vom 16. September für eine einfahrbare Großflächenmarkise entschieden hat, die bis April 2022 angebracht werden soll.















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