Der Schulverband Eschenbach hat sich versammelt. Die finanzielle Lage des Schulverbandes bezeichnete Kämmerer Uli Hesl im Sitzungssaal des Rathauses als geordnet, stabil und solide. Er hob hervor, dass das Gesamtvolumen des Haushaltsplans von 1,015 Millionen Euro „exakt dem Ansatz des Vorjahres entspricht“. Zur Schulverbandsumlage und damit zu den Finanzierungsanteilen der Mitgliedsgemeinden berief er sich auf das Bayerische Schulfinanzierungsgesetz. Es besagt, dass die Schülerzahlen die Grundlage für die Berechnung der Schulverbandsumlage bilden.
In einer Präsentation wies er der Stadt Eschenbach 221 Schüler, der Gemeinde Vorbach 16 und der Gemeinde Schlammersdorf 8 Schüler zu und erwähnte ergänzend, dass die Gesamtschülerzahl an der Markus-Gottwalt-Schule (MGS) inklusive der Gastschüler aus anderen Schulsprengeln bei stabilen 286 liegt.
Effekte der Photovoltaikanlage
Zum Verwaltungshaushalt mit 960 000 Euro, der die laufenden Kosten des Schulbetriebs beinhaltet, begründete Hesl den „moderaten Aufwuchs von circa 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr“ (910 000 Euro) mit inflationsbedingten Anpassungen. Als Beispiel dazu nannte er die mit 219 100 Euro angesetzten Personalkosten. Deren Steigerung von 5,18 Prozent resultierten im Wesentlichen aus tariflichen Erhöhungen. Der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand für die Bewirtschaftung der Grundstücke habe trotz allgemeiner Preissteigerungen von 90 000 auf 80 000 Euro reduziert werden können. Dazu sein Kommentar: „Hier zeigen sich nun deutlich die positiven, kostendämpfenden Effekte der installierten Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung.“ Ein signifikanter Posten blieben jedoch die Kosten für Heizöl. Es erfolgten zwei Betankungen. Beim Gebäudeunterhalt machten sich zudem die Kosten für die Filter an der Hygiene-Lüftung mit 7 900 Euro bemerkbar.
In der Schulhausmiete mit 222 000 Euro sah der Kämmerer den größten Ausgabeposten, gefolgt von den Beförderungskosten, die mit 113 000 Euro zu Buche schlagen. Zum Jahresende folge hier eine Umstellung vom Deutschlandticket auf ein VGN-Schülerticket. Die eingeplanten Ausgaben für Gastschulbeiträge an die Stadt Grafenwöhr, den Schulverband Pressath und die Gemeinde Kirchenthumbach bezifferte er (wie im Vorjahr) mit 39 900 Euro. Diesen stünden jedoch 91 200 Euro an Einnahmen für 64 Gastschüler aus dem Schulverbund mit Grafenwöhr (27), Kirchenthumbach (12), Neustadt am Kulm (4), Pressath (7), Schwarzenbach (5), Speinshart (5) und Trabitz (4) gegenüber.
Umfangreiche Anschaffungen
Der Ansatz von 55 000 Euro für den Vermögenshaushalt liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (105 000 Euro). Der Kämmerer begründete dies mit Großmaßnahmen der Vorjahre. Die umfangreichen Anschaffungen im Rahmen des Digitalpakts Schule seien weitestgehend abgeschlossen und abgerechnet. Die Mittelverwendung im laufenden Jahr konzentriere sich auf gezielte Ergänzungs- und Ersatzbeschaffungen. Zu den vorgesehenen beziehungsweise durchgeführten Beschaffungen zählte er EDV-Ausstattung (4 075 Euro), Medienausstattung (4 445 Euro), Möblierung (3 154 Euro), Sportgeräte (1 926 Euro) und Medien- und KI-Budget (5 000 Euro).
Den durch sonstige Einnahmen wie Zuweisungen und Gastschulbeiträge nicht gedeckten Bedarf des Haushalts hatte der Kämmerer mit 759 010 Euro ermittelt. Er verteilt sich mit 684 658 Euro auf Eschenbach, 224 784 Euro auf Schlammersdorf und 49 568 Euro auf Vorbach. Daraus ergab sich pro Verbandsschüler ein Umlagebetrag von 3 098 Euro. Den voraussichtlichen Stand der allgemeinen Rücklage zum Ende des Haushaltsjahres gab Hesl mit 133 800 Euro an und hielt eine Entnahme für das laufende Jahr für nicht erforderlich. Die mittelfristige Finanzplanung von 2026 und 2027 sehe jedoch gezielte Entnahmen vor. Einstimmigkeit bestand zu Haushaltssatzung sowie Finanzplan, Stellenplan und Finanz- und Investitionsprogramm 2024 bis 2028.













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