07.11.2019 - 11:58 Uhr
EschenbachOberpfalz

Ein Roboter in Lederhose

Wie Ikarus virtuell fliegen, mit Influencerinnen ein Selfie machen oder mit Fachleuten des Bayerischen Rundfunks ein Video drehen und schneiden: Dies alles und noch viel mehr erleben 43 Schüler der Wirtschaftsschule in München.

Viele neue und nachhaltige Eindrücke gewinnen die Eschenbacher Wirtschaftsschüler beim Mediencampus in München.
von Externer BeitragProfil

Zusammen mit den Lehrkräften Elke Spitaler, Fabian Kraft und Sophie Weiß wurde ein Schultag zum „Medientag in München“. Dort waren an drei Tagen sowohl neueste Technik und die digitale Welt der Informationsvermittlung - etwa durch gerappte Nachrichten bei Radio Galaxy -, aber auch Nachdenkliches geboten: Die Folgen des Medienkonsums wurden bei den Medientagen München beispielsweise bei Diskussionsrunden zum Thema „Hate Speech“ thematisiert.

Der verantwortungsbewusste Umgang beim Produzieren von Videos wurde den Schülern beim Mediencampus bewusst gemacht, als sie unter Anleitung von Stefan Brainbauer vom Bayerischen Rundfunk in einem Workshop eigene Videos drehen und schneiden durften. „Man muss erst nachfragen, ob man ein Video von jemandem drehen darf. Auch die Arbeit mit einer richtigen Kamera und die richtige Bildeinstellung spielen eine Rolle“, fasste Nele Neumüller (10a) danach zusammen. Wer sich nach der Schule im Bereich Medientechnik ausbilden lassen möchte, der konnte „die Arbeit mit der neuesten Software zur Bild- und Videobearbeitung“ lernen, berichtete Aileen Bergler (10a). Von 11 bis 15 Uhr arbeiteten die Wirtschaftsschüler an ihrer Produktion.

„Icaros“ nennt sich ein Flugsimulator der neuesten Art, der natürlich von den Jugendlichen ausprobiert werden musste. Auf einem Gestell, das die eigene Körperkoordination im Liegen beziehungsweise Fliegen trainiert, und ausgestattet mit einer Virtuell-Reality-Brille (VR-Brille) erlebten Yasmin Schwarzfischer und Tommy Müller (beide 11Z) einen simulierten Flug, den sie durch ihre Muskelanspannung steuerten.

Ein Selfie mit den beiden Influencerinnen Chamy Dakota und Mirella löste bei mancher Schülerin sogar Tränen aus: Denn wer hätte gedacht, dass man bei den Medientagen jemand mit 366 000 Followern trifft. Für die Jungs war natürlich „Sepp’s Quest“ interessanter, ein Roboter in Lederhose, dem man Fragen stellen und mit dem man einfache Unterhaltungen führen konnte.

Natürlich war die VR-Brille ein wichtiges Utensil bei vielen Präsentationen, doch wer denkt, dass diese nur für Computerspiele gut ist, für den taten sich ganz neue „Lernwelten“ auf: Sei es während der Berufsausbildung im Pflegebereich oder aber beim Erlernen von Sprachen – das Eintauchen in die virtuelle Welt eröffnet ganz neue Lernsituationen.

Fragt man Jugendliche danach, was sie nach der Schule beruflich machen möchten, so hört man oft, „irgendetwas mit Medien“: Auf dem Mediencampus boten sich alle Möglichkeiten, diese Berufssparte hautnah zu erleben - sei es, sich selbst als Fernsehmoderator vor der Kamera zu probieren oder ein Gespräch mit einem Masterstudenten zu führen, der einen Nebenjob bei der Süddeutschen Zeitung hat und so sein Studium finanziert. „Man lernt, neue Technik wertzuschätzen und verantwortungsvoll damit umzugehen“: Bastian Regers (10a) Fazit zeigt, dass Lernen ein Erlebnis sein muss, um nachhaltig zu wirken.

Viele neue und nachhaltige Eindrücke gewinnen die Eschenbacher Wirtschaftsschüler beim Mediencampus in München.
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