Rund 1400 Waldbesitzer mit einer Fläche von 9.300 Hektar lassen sich gegenwärtig von der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Eschenbach beraten und dabei helfen, ihr Holz zu guten Bedingungen zu vermarkten. In sechs Gebietsversammlungen im Bereich zwischen Pressath und Pruihausen bei Königstein brachte Geschäftsführer David Karl die Mitglieder auf den neuesten Stand bei den Entwicklungen in den Wäldern und auf dem Holzmarkt. Momentan sei die Nachfrage nach Holz enorm, weil es „mehr oder weniger kein Schadholz gibt“. Es habe „keinen oder sehr wenig Borkenkäferbefall“ gegeben.
Aufgrund des geringeren Aufkommens funktioniere die Holzabfuhr sehr zeitnah, ebenso die Abrechnung der Sägewerke. Die Absatzlage ist laut David Karl als „gesichert“ zu betrachten. Bei den Holzpreisen bewege man sich bei der Fichte zwischen 100 und 120 Euro, bei der Kiefer knapp unter der 100-Euro-Marke.
Der Holzeinschlag deutschlandweit betrachtet, bewege sich im Vergleich zu 2015 auf ähnlichem Niveau. 2018 bis 2024 seien die Gesamtmengen wesentlich höher gewesen. 2024 sei ein Gesamteinschlag von 63 Millionen Festmeter zu verzeichnen gewesen, davon 27 Millionen Festmeter Schadholz. Aufgrund des aktuell geringen oder gar keinen Käferbefalls sei der Holzeinschlag drastisch zurückgegangen. Zudem seien die Bodenverhältnisse im Wald als „sehr nass“ zu bezeichnen. Als für den Holzmarkt interessant erachtete es der Redner, dass die Zahl der Baugenehmigungen im Vergleich vom Vorjahr um 30 Prozent gestiegen seien.
Der hohe Rohholzpreis sei für Sägewerke sehr problematisch. Sie könnten teilweise nicht mehr kostendeckend arbeiten, da die Preise für Frischholz "ziemlich oben“ seien, berichtete der Geschäftsführer. Es werde in nächster Zeit das „eine oder andere große Sägewerk schließen müssen“. Bei verschiedenen Käuferanfragen würden sich die Sägewerke gegenseitig nach „unten“ überbieten. Zusammenfassend betonte David Karl, dass die Rundholzpreise in nie bekannter Höhe seien, was bedeutet, dass man ein „schwieriges Verhältnis zwischen Schnitt- und Rundholzpreis“ habe.
Wer Holzeinschläge plane, sollte man aber nicht noch länger auf höhere Preise warten. Bei Laubhölzern sei die Eiche sehr gefragt, und der Preis dafür demensprechend. Beim sogenannten Industrieholz habe man einen neuen Abnehmer gefunden, der auch geringe Stärken bis 8 Zentimeter verwerten möchte. Auch die Abnahme von Hackschnitzel sei gewährleistet. David Karl riet, die Preislage für Waldmaßnahmen zu nutzen. Weiter berichtete er von einem Mangel an Arbeitskräften, auch im Hinblick auf die anstehenden Pflanzmaßnahmen. Für die aktuelle Pflanzsaison seien 40.000 Setzlinge bei verschiedenen Baumschulen bestellt worden.
Zweiter Vorsitzender Stefan Lindner informierte, dass die FBG zwei Holzspalter im Einsatz beziehungsweise zum Verleihen gehabt habe. Aufgrund hoher Reparaturkosten habe man sich für den Kauf eines neuen, fahrbaren Gerätes entschieden. Dieses hat eine Spaltkraft von 30 Tonnen und ist für Hölzer bis 80 Zentimeter Durchmesser. Das Gerät stehe bei Reinhold Wagner in Neuzirkendorf, es gebe eine Einweisung und es müsse aus Haftungsgründen ein Mietvertrag unterschrieben werden, erklärte Stefan Lindner.
Sebastian Höllerer von den Bayerischen Staatsforsten aus Kirchenthumbach informierte über Förderanträge für Pflege- und andere Waldbaumaßnahmen, welche jetzt nur noch ausschließlich über das iBALIS System möglich sind. Hierbei handle es sich um das Serviceportal des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus zur Abwicklung von Fördermaßnahmen. Damit könnten Anträge digital erfasst, bearbeitet und eingereicht werden. Wer mit dieser digitalen Verfahrensweise Probleme habe, könne das gegen eine geringe Gebühr auch von der FBG erledigen lassen



















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