15.04.2019 - 11:28 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Rußweiber" haben Nachwuchssorgen

Die fünf Garden mit 80 Mitgliedern bilden das Herz der Eschenbacher Faschingsgesellschaft (EFG). Sie treten in der Session 2018/2019 bei 13 auswärtigen und 8 örtlichen Veranstaltungen auf und nehmen an 7 Faschingszügen teil.

"Wegen zu wenig Faschingsveranstaltungen konnten unsere Garden ihre Tänze nicht oft genug vorführen", bedauert Gardenbeauftragte Sandra Mandanici in der Jahreshauptversammlung der Eschenbacher Faschingsgesellschaft.
von Walther HermannProfil

In der Jahreshauptversammlung (wir berichteten) beleuchtete Sandra Mandanici das Geschehen der vergangenen Saison, das bereits mit dem Rathaussturm am 10. November begonnen hatte. Die Gardebeauftragte stellte die einzelnen Gruppen und deren Trainerinnen vor und räumte ein, dass die "Rußweiber" die meisten Buchungen und Auftritte aller Garden hatten – sogar bei Familienfesten.

Mandanici begann ihren „Rundreisebericht“ beim Frauenbund Pressath und der Kinderprunksitzung in Auerbach, ehe es weiter ging nach Oberbibrach, zum Kolpingball und zum Mehrgenerationenfasching in Grafenwöhr, zum Kinderfasching Kirchenlaibach, zum Seniorenfasching in Oberbibrach, zum Frauenbundfasching in Speinshart, zum Weiberfasching in Kirchenthumbach und in Hammerles, zum Rosenmontagsball in Vorbach und sogar zum Ball der Bundespolizei in Sulzbach-Rosenberg.

Vor heimischem Publikum präsentierten sich Garden beim Kinderfasching der Volkshochschule sowie beim Fasching in der Markus-Gottwalt-Schule, im Haus St. Laurentius, bei der Raiffeisenbank und bei den "Flying Boots". Erfreut zeigte sich die Gardebeauftragte, dass die Teilnahme an den Faschingszügen in Hütten, Amberg, Kirchenthumbach, Pressath, Neustadt/WN, Wiesau und Auerbach meist bei gutem Wetter erfolgte. Hohen Geselligkeitswert bescheinigte sie dem Faschingsbrunch im Restaurant Rodler und dem Kehraus.

Mandanici bedauerte allerdings, dass Jugend- und Prinzengarde zwar je zwei Tänze vorbereitet hatten, diese aber wegen immer weniger Faschingsveranstaltungen auch für Kinder „nicht oft genug vorführen konnten“. Insgesamt sprach sie von einem langen und harmonischen Fasching, der mit der Teilnahme am Männerballett-Turnier in Auerbach am 16. März endgültig beendet wurde.

Während bei der Kindergarde eine lange Warteliste bestehe, herrsche bei den "Rußweibern" dringender Nachwuchsbedarf. Wiederholungswert habe der Gottesdienst des Faschingsvereins mit allen Garden, Mitgliedern, Eltern und Freunden in der Kreuzkirche.

Im Namen des Stadtrats sprach dritter Bürgermeister Klaus Lehl der EFG „Anerkennung für ein großes Programm“ aus. Er war sich sicher, dass bei den vielen Stunden des Vorbereitungstrainings Spaß und Freude am Wirken in der Gemeinschaft vorherrschten. In den Auftritten sah er eine Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt und dankte mit einer „kleinen finanziellen Anerkennung“.

Mit dem Hinweis auf einen „unschätzbaren Beitrag zum Gemeinsinn in der fünften Jahreszeit“ meldete sich Dieter Kies zu Wort. Der Stadtverbandsvorsitzende hinterfragte das Faszinierende der „Narrenzahl elf“, ehe er den Gardemädchen ein „Lohn-Kuvert“ für ihre Serviceleistung beim letzten Bauernmarkt und der EFG ein “Wertschätzungskuvert“ überreichte.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.