02.08.2021 - 15:29 Uhr
EschenbachOberpfalz

Schüler des Gymnasiums Eschenbach drehen Videos gegen die Isolation

Um den Senioren während des Lockdowns eine Freude zu bereiten, drehten die zehnten Klassen des Gymnasiums Eschenbach Videos über die Region. Nun können sie damit sogar einen Wettbewerb gewinnen.

Die Schüler der zehnten Klassen und Lehrer Fabian Götzl (rechts) überreichten die Videos an Heimleiter Josef Ott (links).
von Stefan NeidlProfil

Kontaktbeschränkungen und Lockdown waren für Senioren besonders schlimm. So entstand bereits im Sommer 2020 in der 10. Klasse des Gymnasiums Eschenbach die Idee, den Senioren mit selbstgedrehten Videos eine Freude zu machen. Die Idee stammte von Lehrer Fabian Götzl, der diese dem Seniorenheimleiter Josef Ott vorstellte und „auf offene Ohren“ stieß.

Auch die Schüler waren begeistert. Götzl erzählt: „Ich ging sehr spontan in die 10. Klassen in den Unterricht und stellte die Idee kurz vor. Sofort meldeten sich die ersten Schüler. Innerhalb von wenigen Tagen hatten sich fast 20 Schüler gefunden.“ Über den Herbst und Winter drehten sie dann in kleinen Teams fünf bis 15 Minuten lange Videos über unterschiedliche Orte aus der Region.

Die Ministerialbeauftragten-Dienststelle der Oberpfalz fand die Idee so gut, dass sie diese für die Teilnahme an dem Ideenwettbewerb "opf.rocks" vorschlug. Hier stehen sie nun im Finale mit zwei Konkurrenten in der Kategorie Soziales und Ehrenamt. Eine Entscheidung soll am 11. August fallen.

Filme über die Region gedreht

Ein paar Beispiele: Jan Thumfart, 16 Jahre, moderierte in seinem Video über den Basaltkegel Parkstein. Jonas Linz (16) filmte ihn dabei, Thumfarts Bruder Niclas aus der 8. Klasse schnitt das Video zusammen. Jan berichtet: "Wir starteten eine Radtour an der Grundschule in Schwarzenbach und haben diese filmisch dokumentiert." Dabei ging es durch den Wald, die Felsenkeller, die alte Burgruine und auf den ehemaligen Vulkan selbst hinauf. Ein Teil des Films behandelte auch wie Parkstein zu seinem Namen kam. Und warum denn nun Parkstein? "Weil es der schönste Basaltkegel Europas ist", antwortet Jan.

Aileen Bergler (18) aus Grafenwöhr hat gemeinsam mit Esther Nußstein und Hannah Seemann eine Radtour um den Rußweiher gemacht und das Wildgehege Hufeisen bei Plech besucht und dies dokumentiert. "Die Natur ist etwas Beruhigendes. Es ist schön, den Tieren nah zu sein und zu füttern", erklärt Bergler ihre Entscheidung. Besonders das seltene weißfarbene Rotwild ist ein besonderer Augenfang.

Nele Hänisch (16) stammt aus Dießfurt und hat deswegen gemeinsam mit Kamerafrau Hannah Krausch aus Grafenwöhr über ihren Heimatort ein Video gedreht. Darin geht es um das Schloss, den Fußballverein und die Feuerwehr. Informationen haben sie sich von den Leuten aus dem Dorf persönlich geholt. Die Videos wurden nun an die Senioren übergeben.

Finale in Kallmünz

Götzl wird am 11. August gemeinsam mit Jan Thumfart und Hannah Seemann zur Prämierung nach Kallmünz fahren. Einen Favoriten will er nicht ausmachen: "Ich denke unsere Chancen sind etwa genauso groß wie die der beiden anderen Teilnehmer unserer Kategorie. Alle drei Projekte setzen großartige Ideen um, versuchen anderen Menschen zu helfen und decken damit absolut die Erwartungen an die Rubrik Soziales und Ehrenamt ab."

Isolation in der Coronakrise

Weiden in der Oberpfalz
Niclas Thumfart, Jonas Linz, Jan Thumfart, Nele Hänisch und Aileen Bergler (von links) informieren über ihre Videos. Die Idee stand von Lehrer Fabian Götzl.

 

 

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