(rn) Zum Erlass von Haushaltssatzung, Finanzplan, Investitionsprogramm und Stellenplan hatten sich die Mitglieder des Schulverbandes mit einem 74-seitigen Zahlenwerk zu befassen. Kämmerer Karl Stopfer gab dazu viele Informationen sowie Kommentare und bekräftigte, dass die von der Schulleitung angeforderten Mittel sowie der weitere Sachbedarf und die zu erwartenden Personalkosten im Haushaltsplan berücksichtigt wurden.
Als größte Ausgaben nannte er Schulhausmiete (260 000 Euro) Schülerbeförderung (108 890 Euro), Personal- (137 300 Euro) und Bewirtschaftungskosten. Als "neu" bezeichnete er Ausgaben für die offene Ganztagsschule (19 500 Euro) und für die Schulsozialarbeit (17 000 Euro). Zu den Investitionen, die Ausgaben dafür "fallen in diesem Jahr auch um einiges höher aus", zählte der Kämmerer unter anderem Putzmaschine, Mobilar, Beamer, Gerätewagen, Hobelmaschine und Wlan. Den Rückgang der Gastschulbeiträge hatte er mit 30 000 Euro angesetzt. In den im Einzelnen aufgeführten Mehrausgaben sah er den Grund dafür, dass der Haushaltsplan im Vergleich zum Vorjahr um 14,56 Prozent steigt.
Zum Ausgleich des Haushalts fehlten Stopfer 565 360 Euro, eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahr um 24,25 Prozent. Dieser ungedeckte Bedarf ist durch die Schulverbandsumlage zu vereinnahmen, die sich an der Schülerzahl aus den beteiligten Gemeinden orientiert. Als umlagepflichtig hatte der Kämmerer 191 Schüler ermittelt: Eschenbach 161, Schlammersdorf 14, Speinshart/Zettlitz 2 und Vorbach 14. Die Zahl der Schüler, die an der Markus-Gottwalt-Schule (MGS) unterrichtet wird, liegt jedoch höher. Gastschüler, mit oder ohne Gastschulbeitrag, kommen aus Grafenwöhr (12), Kirchenthumbach (20), Neustadt am Kulm (10), Pressath (4), Schwarzenbach (1), Speinshart (8), Trabitz (3), Kemnath (1), Kulmain (1) und Weiherhammer (1). Für die 56 zugewiesenen Schüler, für die von ihren Gemeinden Gastschulbeiträge zu entrichten sind, erhält der Schulverband jeweils 1500 Euro.
Für die Ausbildung ihrer Kinder haben die dem Schulverband Eschenbach angehörigen Gemeinden an Umlagen zu entrichten: Eschenbach 476 560 Euro, Schlammersdorf 41 400 Euro, Speinshart 5920 Euro und Vorbach 41 440 Euro. Zur Information der Schulverbandsmitglieder zitierte Stopfer bisher veröffentlichte Schulverbandsumlagen aus dem Landkreis: Pleystein 2850 Euro, Waldthurn 2755 Euro, Etzenricht-Kohlberg 1370 Euro, Mittelschulverband Altenstadt/WN 3331 Euro, Mittelschulverband Neustadt/WN 3322 Euro.
Zu einigen der vorgesehenen Investitionen nahm Rektor Wolfgang Bodensteiner Stellung. Die Verbesserung der Digitalisierung mit einem Aufwand von 3900 Euro nannte er eine "dringend gebotene Maßnahme". Er begründete den Bedarf einer Putzmaschine (7800 Euro) und hielt es für erforderlich, dass das Mobiliar der Klassenzimmer, wie vorgesehen mit 3600 Euro, sukzessiv erneuert wird. Den vorgestellten Haushalt 2018 segneten die Verbandsmitglieder einstimmig ab. Hintergrund
Wlan-Förderung
Eschenbach. (rn) Verbandsvorsitzender Peter Lehr ging auf das neue Programm zur Förderung von Glasfaseranschlüssen und Wlan für öffentliche Schulen und Plankrankenhäuser ein, nach dem Sachaufwandsträger für einen Glasfaseranschluss von maximal 5000 Euro einen Fördersatz „von in der Regel 80 Prozent“ erhalten. Auch bei der Einrichtung von Wlan gelte ein Förderhöchstbetrag von 5000 Euro und ein Regelfördersatz von ebenfalls 80 Prozent. Lehr bezog sich auf Gespräche mit Rektor Bodensteiner, der im Vorfeld der Erstellung des Haushalts um Finanzmittel zur Einrichtung von Wlan an der Schule gebeten hatte.
Bodensteiner verwies auf eine Regierungserklärung, nach der Wlan an allen öffentlichen Schulen eingerichtet werden soll, und appellierte: „Wir sollten auf diesen Zug aufspringen.“ Konrektorin Anja Bräu hielt Wlan für die Digital- und Medienausbildung für erforderlich. Es gelte die Smartphone-Nutzung zu verbessern und „mit Wlan das Medienkonzept der MGS zu gestalten“.
Die Versammlung stimmte der Maßnahme zu und ermächtigte Lehr, unter Beachtung der Förderhöchstsätze die Arbeiten zur Einrichtung von Wlan an der MGS nach Vorliegen des Förderbescheids zu vergeben.
Vor der Verabschiedung des Haushalts 2018 hatte Bürgermeister Gerhard Löckler (Schlammersdorf) das Ergebnis der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2016 bekanntgegeben: „Ohne Beanstandungen, ohne Anmerkungen.“ Kämmerer Karl Stopfer verkündete den Haushalt 2016 mit 673 404 Euro und informierte, dass der Überschuss von 43 932 Euro den Rücklagen zugeführt wird. Amtskollege Lehr hatte gleich eine Verwendung dafür: „Ein Großteil davon wird für den Haushalt 2018 erforderlich.“ Die Jahresrechnung 2016 wurde wie vorgetragen von der Versammlung festgestellt.













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