01.06.2020 - 10:04 Uhr
EschenbachOberpfalz

Segen für neuen Urnenwaldfriedhof

Der Urnenwaldfriedhof hat nun auch den kirchlichen Segen. Teilgenommen haben an der Zeremonie die Geistlichen beider Konfessionen, Stadträte und all jene, die am Werden dieser neuen Bestattungsanlage beteiligt waren.

Das Kreuz ist eine der Vorgaben für die Aufbewahrung der Asche an einem "heiligen Ort". Die Grabstätte darf nicht anonym sein.
von Walther HermannProfil

Ein stilles Verweilen vor dem Zeremoniell war begleitet von der "Musik" der Fauna: vom Summen der Bienen und vom Ruf der Waldvögel.

Mit der Bemerkung "lange hat's gedauert" bezog sich Pfarrerin Anne Utz auf die sich über mehrere Jahre hinziehende Planungs- und Entstehungszeit für den Waldfriedhof. Das Bekunden, "Gott hat uns sehr unterschiedlich geschaffen", verband sie mit dem Hinweis, dass auch die Art und Weise, wie wir trauern, unterschiedlich sei, und wir deshalb auch unterschiedliche Orte der Bestattung benötigten. Für wichtig hielt sie es, "dass wir Orte haben, an denen wir trauern können, und uns Gott Kraft gibt zum Trauern".

"Mit der Segnung wollen wir den Urnenwaldfriedhof unter den Schutz Gottes stellen", sagte Pfarrer Thomas Jeschner. Er bezog sich auf die Genehmigung des Generalvikars der Diözese und ging auf erforderliche Kriterien ein, um der Beisetzungsstätte den kirchlichen Segen erteilen zu können. Dazu zählte er einen festen Zaun und feste Grabstelen, an denen sich Lebende an die Verstorbenen erinnern und für sie beten können. Christliche Symbole an den Stelen sollen den Weg weisen, "dass Leben nicht im Nichts endet". Der Urnenwald sei kein normaler Wald, sondern Gottesacker, auf dem wir unserer Verstorbenen gedenken. Das große Friedhofskreuz bezeichnete er als christliches Symbol, das den Weg nach oben weise.

Ein "Vater unser" aller Anwesenden bildete den Abschluss des kirchlichen Teils. Da bereits in dieser Woche die erste Beisetzung erfolgen soll, dankte Bürgermeister Marcus Gradl für die kurzfristig möglich gemachte Segnung des Geländes. Er erinnerte an die Zeitspanne von acht Jahren von den ersten Gedanken an einen solchen Friedhof bis hin zur Segnung. Es sei nun ein Ruhe vermittelnder Ort, eine optimalen Stätte zur Trauerbewältigung.

Dank sagte Gradl allen, die "in den vergangen Wochen an einem Strang gezogen haben", damit der Urnenwaldfriedhof so schnell eröffnet werden konnte. Darunter Bauhof und Verwaltung, Revierförster Martin Gottsche, Heilpädagogisches Zentrum Irchenrieth (Bänke), Deutsche Waldjugend (Kreuz, Info-Tafel), Baumpflege Manfred Schmidt, Schlammersdorf, Tiefbau Bitterer, Maschinenring Neustadt-Weiden, Landschaftsarchitekten Fetsch und Steinmetzmeister Martin Dilling.

Stadträte sowie weitere Bürger, die an der Anlage des Friedhofs, beteiligt waren, haben sich zur Segnung im Stadtwald versammelt.
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