Seit zwei Jahrzehnten bietet das Senioren-Wohn- und Pflegeheim im Weidelbachtal seinen Bewohnern ein Zuhause. Die Leiterin der Einrichtung, Karin Lanz, und Pflegedienstleiterin Sabine Ströhlein kümmern sich mit ihren Mitarbeitern um die rund 90 Heimbewohner.
Die Freude über den großen Zustrom von Besuchern und Interessenten beim Fest zum 20-jährigen Jubiläum war Lanz und Ströhlein ins Gesicht geschrieben. Sie hatten sich ein gewisses Interesse an der BRK-Einrichtung erhofft, aber keinen Andrang in dieser Größenordnung erwartet. Für die anwesenden Gäste mussten zusätzlich Tische und Bänke aufgestellt werden.
Fest mit Musik, Tanz und Erinnerungen
Die Heimbewohner nahmen an der Festlichkeit teil. Je nach Wunsch servierte man ihnen Getränke, Speisen, Kaffee, Kuchen und Eis. Hans Kohl, mit 95 Jahren noch ein leidenschaftlicher Tänzer, schwenkte zu den Klängen der "Stodtbergsait’n" Sabine Ströhlein über die Terrasse. Das Ensemble nahm die Festgäste mit schwungvollen Melodien und Evergreens auf eine musikalische Weltreise mit.
Das Fest begann melodienreich. Mit geschulter Stimme sang Ströhlein „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ und begeisterte mit bekannten Schlagermelodien. Lanz sprach von einem besonderen Tag und blickte auf Jahre zurück, die von Nähe, Liebe und Leben geprägt gewesen waren. Sie dankte ihren Vorgängerinnen Schusser und Lohner. Bürgermeister Marcus Gradl zog den Hut vor 20 Jahren liebevoller Betreuung. Er sei stolz auf die Einrichtung mit ihrer langen Geschichte.
"Aus Liebe zum Menschen"
Bereits 1996 hatte es es eine erste Anregung zur Sanierung des seit 1968 bestehenden Heimes in der Oberen Zinkenbaumstraße gegeben. Dann überlegte man statt einer teuren Sanierung ein neues Heim zu bauen. Der BRK-Kreisverband beschloss einen Neubau mit 90 Pflegeplätzen in 70 Einzel- und 10 Doppelzimmern. Der erste Spatenstich erfolgte am 16. Dezember 2003. Seit dem lautet der Leitgedanke in dem Senioren-Wohn- und Pflegeheim „Aus Liebe zum Menschen“.
Der Einweihung des Hauses hatte am 30. September 2005 die damalige Sozialministerin Christa Stewens durch ihre Anwesenheit einen besonderen Stellenwert verliehen. Dass dieses System seither Bestand hat, bewiesen am Jubiläumstag Lanz und Ströhlein als Nachfolgerinnen von Manuela Schusser und Gabi Lohner mit ihren Mitarbeitern.
Beim Rundgang durch das Heim konnten sich die Gäste einen Eindruck von den Bereichen des Heimes machen. Besichtigt wurden die Wäscherei, die Küche mit eigener Konditorei, der Mehrzweckraum (Saal), Räume für Fußpflege, Friseur, ein Andachtsraum und in einem der Obergeschosse die Stationsküche, der Pflegedienststützpunkt, das Pflegebad, das gemeinschaftliche Wohnzimmer und letztendlich Einzelzimmer.
Die Besucher erfuhren auch von individuellen Beschäftigungs- und Therapieangeboten durch vier Geronto-Fachkräfte, eine Hospizbetreuerin und wechselnde Tagesprogramme wie Zeitungsrunde, Fit im Alter, Gymnastik und Gedächtnistraining, Erinnerungspflege, Gymnastik und Singen. Unter die Gäste mischten sich neben Stadträten auch Ruhestandspfarrer Helmut Süß, Diplomreligionspädagogin Lydia Engelhardt, Pastoralreferent Alfred Kick und Dr. Thomas Arnold, die sich in unterschiedlicher Weise den Heimbewohnern widmen.
Das Rahmenprogramm bereicherten die Rettungshundestaffel des BRK Weiden, eine kleine Alpaka-Herde, eine Schminken und eine Hüpfburg für Kinder sowie Blutdruck- und Blutzuckermessungen. Mit Blumenpräsenten bedankte sich Lanz bei Gabi Lohner, Manuela Schusser, Monika Diertl und Edeltraud Sperber (ehemalige Personalsachbearbeiterin des BRK-Kreisverbandes) für deren Wirken im und für das Heim. Diertl erinnerte an ihre nebenberufliche Zeit im Heim und übergab eine Geldspende.





















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